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Altenburg Schau mal an! Altenburger Geschäfte zelebrieren den Herbst
Region Altenburg Schau mal an! Altenburger Geschäfte zelebrieren den Herbst
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11:03 24.10.2019
Fachgespräch am Schaufenster: Björn Petersen (2.v.r.) mit den Juroren Christine Gelfert, Stefanie Apel, Frieder Krause und Fanny Hans (v.l.). Quelle: Kay Würker
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Altenburg

So herausgeputzt ist Altenburg nicht alle Tage: In zahlreichen Schaufenstern in der Innenstadt ist der Herbst eingezogen, in Form von farbenfrohen Dekorationen. Da ballt sich das Stroh vor herbstlichen Fotos und räkelt sich manches Früchtchen – vor allem Kürbisse. Der Auslöser: Zum einen hat die Stadtverwaltung zu Monatsbeginn die Kürbiswochen ausgerufen, verbunden mit allerlei Köstlichkeiten und Basteleien rund ums Rundgemüse. Zum anderen trommelte der neu gegründete Gewerbeverein Altenburg zum Schaufensterwettbewerb. Händler und Dienstleister entlang der Straßen konnten sich mit ihren verglasten Präsentations-Flächen bewerben.

„Die Resonanz ist stark“, berichtet Gewerbevereins-Chef Björn Petersen erfreut. „25 Unternehmer haben sich gemeldet und beworben. Das ist ein gutes Ergebnis angesichts der Tatsache, dass wir den Wettbewerb zum ersten Mal veranstalten.“

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Sechsköpfige Jury unterwegs

Am Mittwoch war die Stunde der Wahrheit: Eine sechsköpfige Jury zog durch die Innenstadtstraßen, besichtigte die Deko-Kandidaten. Mit dabei die Stadträtinnen Andrea Rücker und Marion Noori, die Rentnerinnen Stefanie Apel und Christine Gelfert, Studentin Fanny Hans und Kulturbund-Akteur Frieder Krause. Ausgerüstet mit Bewertungslisten, verteilten sie Punkte in drei Kategorien: Wie viel Aufmerksamkeit erzeugt das Geschäft, ist die Deko gelungen, wie wirkt die Werbung im Zusammenspiel mit dem angebotenen Produkt?

Stefanie Apel war gleich in ihrem Element: 35 Jahre Berufserfahrung als Schauwerbegestalterin lassen sich nicht abstreifen. „Mit Licht lässt sich am besten Aufmerksamkeit erzeugen. Hier zum Beispiel wäre ein Punktstrahler günstig“, sagte die 77-Jährige mit Fingerzeig auf eines der Schaufenster. „Aber das Wichtigste ist doch, dass generell ein Gestaltungswille erkennbar ist. Und jeder der Teilnehmer hat sich hier eingebracht – der eine mehr, der andere weniger.“ Wenn in die Außenwirkung investiert wurde, konstatiert Fanny Hans, „entdecken Passanten Geschäfte, an denen sie sonst vorbeigehen“.

Welches Geschäft wie viele Punkte erhalten hat, bleibt zunächst geheim. Die große Siegerehrung soll am Sonnabend auf dem Markt steigen, kündigt Björn Petersen an. Den Rahmen bildet das „Kürbisfinale“ in Regie der Stadtverwaltung, mit dem am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr die Kürbiswochen zu Ende gehen.

Volles Programm ist angesagt. Unter anderem finde bei „Mein Fischer“ um 13 Uhr eine Verlosung statt. Ausgelost wird unter allen Teilnehmern, die geraten haben, wie viele Kürbisse sich dort im Schaufenster verstecken. Im Meeresbuffet locke schon jetzt scharfes Kürbisgemüse, im Café Venezia sei Kürbiseis angekündigt und auch andere Gastronomen hätten Kürbis-Köstlichkeiten auf der Karte.

Hüpfburg, Karussell und Kinderschminken sollen den Jüngsten den Sonnabend versüßen. „Viele Händler locken darüber hinaus mit besonderen Angeboten und bieten Unterhaltung für Groß und Klein“, wirbt die Stadtverwaltung.

Kürbisprinz und -prinzessin gesucht

Begleitet werden die Angebote beim „Kürbisfinale“ von Auftritten des Folkloreensembles und vom Tanzraum Altenburg. In der Kesselgasse findet in den Räumlichkeiten der Energy Diamonds der Kindersachenflohmarkt in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Um 14 Uhr sind schließlich alle geschminkten und verkleideten Kinder zum Wettbewerb um den Titel Kürbisprinz und Kürbisprinzessin eingeladen. Drei Disziplinen müssen gemeistert werden. Den Vornplatzierten winken Ruhm und Ehre, eine Medaille, ein eigens kreierter Kürbisstrauß und Überraschungen der Einzelhändler.

Und wer sich fürs „Kürbisfinale“ vorab ausstatten will, ist schon jetzt in der Tourismusinformation Altenburger Land am Markt 10 willkommen. Dort können kleine Kreative Beiträge für die Kürbisgalerie gestalten.

Von Kay Würker