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Altenburg Schiefes Tor: Meuselwitzer Kleingärtner im Clinch mit Baufirma
Region Altenburg Schiefes Tor: Meuselwitzer Kleingärtner im Clinch mit Baufirma
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15:00 27.06.2018
Im Zuge der Arbeiten an der Grottenbrücke sei das Zufahrtstor zur Kleingartenanlage „Zur Grotte" beschädigt worden, sagt Spartenchef Wolf-Dietmar Gebhardt. Quelle: Bastian Fischer
Meuselwitz

Wolf-Dietmar Gebhardt ist sauer. Richtig sauer. „Ich verstehe einfach nicht, wieso hier nichts passiert“, macht er seinem Unmut Luft. Der entzündet sich am Tor, das den Weg zur Kleingartenanlage „Zur Grotte“ sichert. Es sei seit geraumer Zeit verzogen und schließe nicht mehr richtig.

Kaputtes Tor, tristes Braun

Materialermüdung, mag man da im ersten Moment meinen. Doch das sei nicht der Fall, versichert Gebhardt. Verantwortlich sei stattdessen die Baufirma, die in den zurückliegenden Monaten die nahe Grottebrücke erneuert hat. „Offenbar ist man mit einer der Maschinen gegen das Tor gestoßen“, vermutet der Vorsitzende des Kleingartenvereins. Seitdem sei die Pforte verzogen.

Das Tor habe man in Gemeinschaftsarbeit bereits zu DDR-Zeiten errichtet. „Wir haben es regelmäßig überholt und immer in Schuss gehalten, und nun so etwas.“ Hinzu komme laut Gebhardt, dass die Arbeiter offenbar direkt vor der Zuwegung lehmhaltige Erde verkippt hätten. Das Ergebnis: Statt sattem Grün grüßt tristes Braun den Besucher, bei Regen werde der Abschnitt entsprechend klebrig und rutschig.

Monatelanger Frust

Angesichts dieser Mängel ärgert es Gebhardt besonders, dass die zuständige Baufirma trotz mehrerer Hinweise und Fristsetzungen bisher nicht tätig geworden ist. „Wir haben bereits im Dezember ein Mängelprotokoll anfertigen lassen, haben bei einem gemeinsamen Termin mit Firma und Stadt Fristen vereinbart – geschehen ist bisher nichts.“ Dabei, so meint der Spartenchef, sei es dem Unternehmen doch sicher möglich, die Reparaturarbeiten als Versicherungsfall geltend zu machen.

Stadt will Umsetzung anmahnen

Auch bei der Stadtverwaltung verfolgt man die Situation. Ursprünglich sei festgelegt worden, dass die festgestellten Mängel bis zum 20. Dezember 2017 beseitigt werden sollen, teilt die amtierende Bauamtsleiterin Sabine Sterzenbach mit. Dies sei allerdings nicht geschehen, weshalb im Mai ein Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Kleingartenanlage, der zuständigen Baufirma, des von der Stadt beauftragten Ingenieurbüros und der Stadt durchgeführt wurde.

Dabei habe man vereinbart, dass das Tor bis Ende Mai repariert, der Weg bis Ende Juni mit Rasensamen versehen werden solle. „Da auch das bisher nicht passiert ist, haben wir beim Unternehmen erneut die Umsetzung angemahnt“, so Sterzenbach. Die neue Frist laufe bis Ende des Monats.

Firma hat andere Sicht

Eine gänzlich andere Sicht vertritt man hingegen bei der Heli Transport und Service GmbH aus Schmölln, die den Zuschlag für die Bauarbeiten erhalten hatte. So sei das Tor keineswegs im Zuge der Bauarbeiten beschädigt worden, sondern schon zuvor im jetzigen Zustand gewesen – was eine bereits 2017 durchgeführte Beweissicherung bestätigen würde.

Deshalb habe man gegenüber der Stadt auch nie eine Instandsetzung des Tores zugesagt, so ein Vertreter des Unternehmens auf Anfrage der OVZ. Lediglich eine Raseneinsaat auf dem betreffenden Wegstück wolle man ins Auge fassen, sobald das Wetter dies zulasse. Allerdings verweise man auch hier – genau wie die Stadt – darauf, dass der Weg schon vor den Bauarbeiten nicht befestigt gewesen sei.

Von Bastian Fischer

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