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Altenburg Schlechte Aussichten für Altenburger Pilzsammler
Region Altenburg Schlechte Aussichten für Altenburger Pilzsammler
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18:15 06.08.2019
OVZ-Leserin Annett Franke hat diesen Wurzelnden Bitterling entdeckt, der bevorzugt bei großer Trockenheit unter Eichen wächst. „Leider ist er ungenießbar, da er sehr bitter ist“, schreibt sie. Quelle: Annett Franke
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Altenburg

Schwarze Tage für Pilzsammler rund um Altenburg: Die Trockenheit des vergangenen Sommers zeigt immer noch seine Folgen – und auch der Sommer 2019 war bisher regentechnisch schwach. Auch für die nächste Zeit sieht Pilzexperte Dieter Löffler für das Altenburger Land schwarz und trifft eine drastische Aussage: „Die einzigen Pilze, die Sie derzeit finden können, befinden sich im Supermarkt Ihres Vertrauens. Im Moment gibt es eigentlich kein Pilzaufkommen.“

Und für die nächste Zeit hegt er auch keine großen Hoffnungen: „Wenn es in den kommenden Wochen nicht durchgängig regnet, wird das nichts.“ Für die Sommerpilzsorte Pfifferling sei die Zeit auch schon abgelaufen, aber im Spätherbst könnte sich mit viel Regen das Blatt noch wenden. „Das sind aber alles reine Mutmaßungen“, sagt er.

Der Mai war nicht sehr pilzfreundlich

Aktuell finden sich insgesamt in Thüringens Wäldern, zumindest in den großflächigen Fichtenwäldern entlang des Rennsteigs, kaum Speisepilze. Auch sonst machen sich die Julipilze wie Goldtäubling oder Sommersteinpilz rar. Ursächlich ist die Trockenheit, die auch die Waldböden geradezu dehydriert – schlecht für die laufende Waldpilzsaison. Denn Pilze lieben milde Temperaturen und regelmäßige Regengüsse. Wer dennoch sein Glück versuchen will und die nächsten 14 Tage Pilze zum Eigenverzehr im Wald sammelt, muss gleichwohl einige Grundregeln beachtet.

Pilze bevorzugen feuchtes Wetter und maximal 25 Grad Celsius Tagestemperatur“, so Volker Gebhardt, Thüringen-Forst-Vorstand und selbst routinierter Pilzsammler. Der diesjährige Witterungsverlauf war, mit Ausnahme des relativ kühlen und feuchten Monats Mai, nicht unbedingt pilzfreundlich. Zwar waren die Temperaturen insgesamt ausgesprochen angenehm, wenn auch tageweise zu hoch, aber die Niederschläge sind für eine gute Pilzsaison bis dato völlig unzureichend. So sind die Rahmenbedingungen für gutes Pilzwachstum, nämlich „Wärme von oben – Feuchte von unten“ nicht ausreichend eingetreten. Ob sich bis zum Herbst die gegenwärtig für Pilzfreunde eher freudlose Phase noch entscheidend verbessert, bleibt abzuwarten.

Bei Zweifeln an den Pilzberater wenden

Nach Paragraph 15 des Thüringer Waldgesetzes darf Jedermann Pilze sammeln, allerdings „in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch“, wie Gebhardt einschränkend bemerkt. Außerdem muss die Entnahme und Aneignung pfleglich erfolgen. Wenn die Saison in den nächsten Wochen losgeht, sollten Pilzsammler deshalb im Wald einiges beachten:

Nur die Pilze mitnehmen, die man sicher kennt.

Pilze nicht herausreißen, sondern mit einem scharfen Messer bodeneben abtrennen.

Pilze stets vorsichtig in Körben, wegen Schimmelgefahr nicht in Kunststofftüten oder Boxen sammeln.

Pilze nie roh verzehren, auf über 70 Grad erhitzen, dies tötet möglicherweise anhaftende Fuchsbandwurmeier sicher ab.

Maximal 200 Gramm Pilze auf einmal essen, da Pilze schwer verdaulich sind und, in großen Mengen genossen, Unwohlsein verursachen können.

Erkannte Giftpilze bitte stehen lassen und nicht zertreten – für den Menschen giftige Pilze müssen noch lange nicht für die Tierwelt wie etwa Hase, Maus, Insekten oder Vögel giftig sein.

Und der Pilzsammler sollte natürlich sein Auto außerhalb des Waldes parken, sonst droht ein Bußgeld.

Grundsätzlich empfiehlt der Forstmann und Pilzfreund Gebhardt vor allem den unerfahrenen Pilzsuchern vor dem Verzehr die Kontaktnahme mit einem Pilzberater. Im schlimmsten Fall den Giftnotruf unter 0361 .730 730 wählen.

Von Katharina Stork

Thomas Hummel ist als Wehrleiter für Saara zuständig und als Mitglied im Gemeinderat mit für die Interessen der Einwohner der Kommune Nobitz. Und er ist unzufrieden, woraus er auch kein Hehl macht. Vor allem die Löschwasserversorgung in der Gemeinde und vor seiner Haustür in Saara bringt ihn auf die Palme.

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