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Altenburg Schloss Tannenfeld: Verkauf und Umbau ziehen sich hin
Region Altenburg Schloss Tannenfeld: Verkauf und Umbau ziehen sich hin
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06:00 07.02.2017
Das Schlösschen ist das Hauptgebäude der Anlage Tannenfeld. Seit Jahren liegt es im Dornröschenschlaf.
Das Schlösschen ist das Hauptgebäude der Anlage Tannenfeld. Seit Jahren liegt es im Dornröschenschlaf. Quelle: Mario Jahn
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Tannenfeld

Der Umbau der Schlossanlage Tannenfeld zu einem Pflegezentrum für Demenzkranke zieht sich weiter hin. Den Plänen einer Investorengruppe zufolge, sollte bereits Anfang 2016 Baustart sein. Seit Ende 2014 besitzen sie eine Kaufoption für das 15 000 Quadratmeter große Areal unweit der Autobahnanschlussstelle Ronneburg. Mittlerweile wurde der Flächennutzungsplan der Gemeinde Löbichau den Vorhaben angepasst und ein Bebauungsplan vom Landratsamt genehmigt.

Wann die Investoren das im Kreisbesitz befindliche Areal nun endlich auch kaufen, vermochte Landrätin Michaele Sojka (Linke) zur jüngsten Kreistagssitzung nicht zu beantworten. Die Zeit der Optionen sei abgelaufen, erwiderte sie auf eine Anfrage von Volker Schemmel (SPD), der sich regelmäßig über Tannenfeld erkundigt. Erst im Dezember hatte Sojka angedeutet, dass sie im Februar womöglich eine freudige Botschaft verkünden könne. Daraus wurde nichts.

Investoren-Sprecher nennt Ende März als Ziel

Den Verzug begründete Burkhardt Schreiber, der Sprecher der Investorengruppe, mit dem Bebauungsplan, mit dem man nicht gerechnet habe, sowie mit dem Austausch eines Dienstleisters. Sein Ziel sei, dass nun bis Ende März alles in Sack und Tüten ist. Dann könne die Anlage im dritten oder vierten Quartal 2018 in Betrieb gehen. „Wir werden Tannenfeld mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kaufen“, sagte Schreiber. Mit der intern angefertigten Machbarkeitsstudie könne man durchaus leben, sagte er. In einigen Punkten weiche sie positiv, in einigen negativ von der Prognose ab. Ebenso liefen noch Verhandlungen mit der Denkmalschutzbehörde.

Die Schlossanlage soll für rund zehn Millionen Euro zu einem Pflegezentrum für Demenzkranke mit 190 Plätzen umgebaut werden. In einem ersten Schritt werden die historischen Gebäude, wie die Häuser Tannegg, Planegg, Talegg, Waldegg und Brunegg, sowie das Schlösschen saniert. Danach erfolgt ein Neubau für rund 100 Pflegeplätze sowie Unterkünfte für Angehörige und ein Café. Vorgesehen sind ebenso neue Trink- und Abwasserleitungen, die Anbindung an das Erdgasnetz und der Neubau einer objektbezogenen Kläranlage auf dem Gelände.

Von Jens Rosenkranz