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Altenburg Schlosschef: Altenburger Kulturbetriebe sind kein Nimmersatt
Region Altenburg Schlosschef: Altenburger Kulturbetriebe sind kein Nimmersatt
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19:00 28.06.2018
Altenburgs Schloss- und Kulturdirektor Christian Horn sieht sich zu Unrecht kritisiert. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Finanzierung wichtiger Altenburger Kultureinrichtungen sei nicht überbordend, erfolge zielgerichtet und komme der Region zugute. Das erklärt Altenburgs Schloss- und Kulturdirektor Christian Horn in einem offenen Brief. In diesem nimmt Horn Bezug auf Medienberichte, in denen die Forderung nach weiteren Geldern und der Schaffung einer neuen Funktionärsstelle für eine Arbeitsgemeinschaft kritisiert wurde. Außerdem hatten Stadtratsmitglieder gefordert, den Fokus bei der geplanten Kooperation von Schloss, Lindenau-Museum und Mauritianum auf die Menschen der Region zu richten und nicht auf die „Großkopferten, die dann doch nicht kommen“ (OVZ berichtete).

Residenzschloss ist ein Musterknabe

Die Kulturbetriebe seien kein finanzieller Nimmersatt, betont Horn. Mit einer rund 25-prozentigen Eigenfinanzierungsquote würde allein der Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss „aus jeder Organisationsanalyse als Musterkandidat eines Museumsbetriebes hervorgehen“, erklärt er. Gäbe es ihn in Altenburg nicht, würde die Stadt zudem jährlich nicht den noch mal so hohen Betrag im Rahmen des Kulturlastenausgleichs vom Land Thüringen zugewiesen bekommen.

Andere Maßnahmen werden zurückgestellt

Die rund zehn Millionen Euro für die Schaffung der Spielewelt kämen der Region, ihrer touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung und damit vor allem den Menschen, die hier leben, zugute, sagte Horn. Der Eigenanteil der Stadt Altenburg bewege sich in den Größenordnungen, in denen auch in vergangenen Jahren in den baulichen Erhalt des Schloss- und Kulturbetriebs investiert wurde. Um diesen Betrag zu stemmen, wurde entschieden, welche anderen baulichen Maßnahmen bis zur Fertigstellung der Spielewelt zurückzustellen sind, stellt Horn klar.

Kein Kultur-Präsident nötig

Keinesfalls seien Vertreter der Politik aufgefordert worden, eine „Art Kultur-Präsident“ zu küren. „Vielmehr haben die Kulturakteure vor dem Hintergrund des proklamierten Zusammenschlusses im ,Museumsquartier im Schlosspark’ und der Entwicklung des touristischen Leitthemas ,Salonkultur’ auf Landkreisebene hervorgehoben, dass gemeinsame Dialogstrukturen mit den Verwaltungsebenen von Stadt und Landkreis zu intensivieren und in einer Arbeitsgruppe zusammenzuführen sind.“

Wichtiger konzertierter Dialog

Gerade weil eine Vielzahl von Maßnahmen längst eingeleitet sei und hiesige Kulturakteure beherzt das Heft des Handelns gemeinsam in die Hand genommen haben, sei dieser konzertierte Dialog zur Verstetigung und erfolgreichen Implementierung wichtig. „Genau dazu fordert die Landespolitik seit Jahren auf. In Altenburg und im Altenburger Land wird es erfolgreich praktiziert“, behauptet Horn.

Dass dafür eine kontinuierlich wirkende Arbeitsgruppe geschaffen werden soll, sei doch nur folgerichtig. „Und dieser sitzt naturgemäß jemand vor.“

Von Jens Rosenkranz

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