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Altenburg Schüler des Altenburger Landes präsentieren 1300 rote Hände
Region Altenburg Schüler des Altenburger Landes präsentieren 1300 rote Hände
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18:38 12.02.2017
Ein Lichthof voller Handabdrücke: Schüler der Gymnasien des Altenburger Landes präsentierten im Landratsamt das Ergebnis der kreisweiten Aktion.
Ein Lichthof voller Handabdrücke: Schüler der Gymnasien des Altenburger Landes präsentierten im Landratsamt das Ergebnis der kreisweiten Aktion. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Am Anfang war es eine Idee von Zehntklässlern aus dem Altenburger Friedrichgymnasium. Sie hatten sich für die Aktion Rote Hand begeistert, die auf das Elend unzähliger Kindersoldaten in der Welt aufmerksam macht. Den Protest zu unterstützen, lautete die Idee. Am Ende beteiligten rund 1300 Schüler aus dem ganzen Altenburger Land.

Das Ergebnis liegt im Lichthof des Landratsamtes: rote Handabdrücke auf Papier, ausgebreitet über zig Quadratmeter, versehen mit Namen und persönlichen Aussagen der Beteiligten. „Es ist ein symbolisches Zeichen gegen die Ausbeutung von Kindern als Soldaten. Und damit auch gegen die Rekrutierung Minderjähriger in die Bundeswehr“, sagte Valentin Rühlmann, Kreisschülersprecher für die Gymnasien im Landkreis.

Der 16-jährige Friedrichgymnasiast hatte für die Aktion auch an anderen Schulen geworben, war dort ebenfalls auf offene Ohren gestoßen. So wurden in den Tagen vor den Winterferien nicht nur im Friedrichgymnasium rote Hände auf Papier gebracht, sondern auch am Lerchenberg- und Spalatingymnasium, am Meuselwitzer Seckendorff- und Schmöllner Roman-Herzog-Gymnasium. Vom Fünft- bis zum Zwölftklässler machten nahezu alle mit, organisierten zum Teil sogar noch begleitende Aktionen wie einen Benefiz-Kuchenbasar.

Das sei auch ein Zeichen gegen Ellenbogengesellschaft und Demokratie-Abkehr, betonte Rühlmann. „Wir haben gezeigt, dass man gemeinsam mehr bewegen kann und dass sich Menschen für Politik interessieren, wenn sie aktiv mitgestalten dürfen.“ Eric Bauriedl, Schülersprecher am Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium, bestätigt das: „Am Anfang gab es gerade bei den Älteren Skepsis, was die Aktion soll. Doch nachdem ich es näher erklärt hatte, wuchs das Interesse und es wurden sehr reflektierte Aussagen zu Papier gebracht.“

Und wohin nun mit 1300 roten Händen? Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) kann sich gut eine Ausstellung vorstellen, die von Ort zu Ort wandert. „Ich würde sie auf alle Fälle gern mal in Schmölln zeigen“, sagte er. Alternativ soll das papierne Statement Landes- oder Bundespolitikern aus der Region mitgegeben werden, um es in die Parlamente zu tragen. „Demokratie muss gelebt werden. Es ist unser Anliegen zu zeigen, dass die Jugend im Altenburger Land genau das tut“, erklärte Landrätin Michaele Sojka (Linke).

Von Kay Würker