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Altenburg Schwer verletzter Kater Freddy braucht jeden Euro
Region Altenburg Schwer verletzter Kater Freddy braucht jeden Euro
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18:06 29.07.2019
Ein Ausflug endete für Kater Freddy tragisch. Vermutlich wurde er angefahren und schwer verletzt. Für die Behandlungskosten werden Spender gesucht. Quelle: privat
Illsitz

Der Verein „Hoffnung für Wildenten, Schwäne und Co“ ruft zu Spenden für die dringend erforderliche tierärztliche Behandlung für den vermutlich bei einem Autounfall verletzten Kater Freddy auf. „Freddy ist ein ganz lieber und verschmuster Kater, der in Illsitz in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe mit acht Kindern zusammen lebt. Die Kinder, die in dem kleinen Ort ein Zuhause auf Zeit haben, haben vor rund acht Jahren den Kater als Jungtier aufgenommen, als er plötzlich auftauchte, um für immer zu bleiben“, schildert Vereinschefin Andrea Rücker den besonderen Stellenwert des Katers.

Denn: Es erwuchs daraus eine innige Freundschaft zwischen den Kindern und dem Vierbeiner, denn Freddy war nicht nur irgendein Kater, sondern er wurde Teil eines heilpädagogischen Konzeptes. Die Heimleitung entschied, Freddy aufzunehmen, und so durfte er im Februar mit in das neue Domizil nach Illsitz umziehen. Er lebte sich zur Freude der Kinder sehr schnell ein, es wurde miteinander gespielt, geschmust – und Freddy wurde zum Liebling. Er genoss die Streifzüge durch den Ort und kam regelmäßig wieder nach Hause. Doch plötzlich war Freddy verschwunden und alle waren sehr traurig. Selbst Suchmeldungen halfen nichts – er blieb weg.

Ausflug endet tragisch

Nach fünf Tagen, am Freitag, dem 19. Juli, schleppte er sich schwer verletzt zurück in das Wohnheim. Schnelle Hilfe wurde gesucht und gefunden. Freddy musste stationär in einer Tierarztpraxis der Uni Leipzig aufgenommen und tierärztlich versorgt werden. Es stellten sich schwere Verletzungen heraus, die vermutlich durch einen Autounfall verursacht wurden. Unter anderem war eine Vorderpfote gebrochen. Eine Operation war notwendig, damit dem Tier geholfen werden konnte. Doch woher soll das Geld kommen?

Die Kinder im Wohnheim waren sich mit der Heimleitung schnell darüber einig, dass Freddy operiert werden soll, und ganz schnell sah man in Illsitz viele Zettel mit der Bitte um Spenden. Sie starteten einen entsprechenden Spendenaufruf in sozialen Netzwerken und gingen sogar selber Klinken putzen.

Spendenaktion für Behandlung gestartet

Der Kater ist ein Kämpfer, der leben will. Er frisst und nimmt seine Umgebung bewusst war. Er wird bei den Kindern schmerzlich vermisst, denn er nimmt in der Wohngruppe einen besonderen Platz ein, spielen, schmusen oder toben, oder ihm auch einmal seine kleinen Geheimnisse „ anvertrauen“ – Freddy ist immer da, wenn er gebraucht wird.

„Ich konnte mich von dieser besonderen Freundschaft vor Ort überzeugen, die von allen Betreuern und der Heimleitung mit getragen wird. Da das nicht so selbstverständlich ist, hat sich unser Verein entschlossen, diese Spendenaktion zu unterstützen und einen zusätzlichen Spendenaufruf zu starten. Wir würden uns sehr freuen, wenn es Tierfreunde gibt, die uns und die Kinder mit einer Spende unterstützen“, so Andrea Rücker. Sollte mehr Geld eingehen, als die Behandlungskosten betragen, dann geht der verbleibende Betrag komplett an die Wohngruppe.

Wer helfen möchte, den bittet der Verein, seine Spende auf das Konto des Vereins „ Hoffnung für Wildenten, Schwäne und Co“ e.V. Altenburg unter dem Kennwort „Hilfe für Freddy“ unter Nummer: DE98 8305 0200 1200 0117 04 zu überweisen.

Von Jörg Wolf

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