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Altenburg Selten: In der Spiegelgasse in Altenburg schlägt ein Sperber-Weibchen eine Taube
Region Altenburg Selten: In der Spiegelgasse in Altenburg schlägt ein Sperber-Weibchen eine Taube
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17:31 14.02.2019
Ein Sperber-Weibchen schlägt in der Spiegelgasse in Altenburg eine Taube. Quelle: Jörg Reuter
Altenburg

Wilde Tiere lassen sich nicht nur in Wäldern und auf Wiesen fernab von Menschen beobachten. Auch mitten in der Stadt kann – wer Glück hat – den natürlichen Lauf der Dinge beobachten. Etwa wenn ein Sperber-Weibchen – wie hier in der Altenburger Spiegelgasse – eine Taube schlägt. Ein äußerst seltenes Schauspiel, wie Ornithologe Norbert Höser erklärt. Zum einen ist das Beutetier nahezu in der gleichen Gewichtsklasse wie der Jäger und somit an sich eine Nummer zu groß. „Aber Sperber-Weibchen gehen manchmal auf Tauben“, sagt Höser.

Dabei sei es aber gar nicht so einfach, Sperber-Weibchen und Habicht-Männchen auseinanderzuhalten. Denn beide Arten sind sehr miteinander verwandt, haben deshalb eine nahezu gleiche Federzeichnung, einen sehr ähnlichen Ruf und zudem sind die weiblichen Sperber praktisch genauso groß wie männliche Habichte. „Bei diesen Greifvögeln unterscheiden sich Hähne und Hennen sehr, zum Beispiel ist ein Habicht-Weibchen ungefähr so groß wie ein Bussard, also erheblich größer als das Männchen. Ähnlich ist es auch bei den Sperbern“, erläutert Höser.

Fotograf „rettet“ angegriffenes Opfer

Was dafür spricht, das hier ein Sperber jagt, ist unter anderem die Tatsache, dass sich die Szenen in der Stadt zugetragen haben. Denn die Vögel sind Überraschungsjäger, die nahe dem Boden durch Gassen fliegen. „Und das finden sie ja auch in der Stadt.“ Doch dort tauchen Sperber nur im Winter bisweilen auf. „Das sind Durchzügler, die hier überwintern oder auf dem Weg in die Sommerquartiere hier rasten“, erklärt Höser. Weshalb um diese Zeit Sperber häufiger vorkommen als etwa Habichte. Beide Tierarten sind im Altenburger Land zwar auch heimisch, aber im Vergleich zum Bussard oder Turmfalken ziemlich selten. Höser schätzt die Zahl der Brutpaare im Landkreis auf jeweils nur etwa fünf.

Apropos Glück: Glück hatte auch die attackierte Taube. Sie ist letztlich mit dem Schrecken davon gekommen. Und zwar dank der Fotos beziehungsweise des Fotografen, denn der Greif fühlte sich bald gestört durch die immer näherkommende Knipserei und flog weg, was die Taube prompt zur Flucht in die andere Richtung nutzte.

Von Jörg Reuter

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