Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Nach Anschlag: Altenburger Landratsamt schließt für Besucher
Region Altenburg Nach Anschlag: Altenburger Landratsamt schließt für Besucher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:54 18.01.2017
Auf das Altenburger Landratsamt wurde Ende vergangenen Jahres ein Anschlag verübt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Auch 18 Tage nach einem Sprengstoffanschlag auf das Landratsamt hat die Polizei weiterhin keine heiße Spur. Das räumte Martin Zschächner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, gegenüber der OVZ ein. Das Gleiche gelte für das Gebäude der Altenburger Stadtverwaltung in der Pohlhofgasse, auf dessen Fensterscheibe ein Pistolenschuss abgefeuert wurde. Beim Anschlag auf das Landratsamt, dem eine recht hohe Priorität eingeräumt werde, ermittele das Landeskriminalamt, sagte Zschächner, beim Rathaus die Altenburger Kriminalpolizei.

Beim detonierten Sprengsatz hatten Splitter Schränke durchschlagen. Die Kreisbehörde hatte daraufhin ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dazu zählte die Absage „aller publikumswirksamen Ausstellungen“ im Lichthof bis zum Sommer, erfuhr die OVZ vom Landratsamt. Weitere Maßnahmen wurden damals nicht benannt.

Wie jetzt bekannt wurde, ist das Hauptgebäude in der Lindenaustraße nunmehr auch verschlossen. Besucher müssen sich zunächst im Bürgerservice melden. Außerhalb dessen Öffnungszeiten bleibt nur die Möglichkeit, über ein Telefon im Eingangsbereich Kontakt zu jenem Mitarbeiter aufzunehmen, mit dem man sprechen will. Dieser lässt den Besucher dann herein. „Das dient dem Schutz meiner Mitarbeiter“, begründete Landrätin Michaele Sojka (Linke) diese Maßnahme. Einige von ihnen seien nach dem Anschlag auch verunsichert.

Bislang sei jeder hereinspaziert, der das wollte. Das sei nun nicht mehr möglich. „Denn noch immer wissen wir nicht, wer hinter dem Anschlag gesteckt hat und was jetzt noch zu erwarten ist“, sagte Sojka. Außerdem sei auch mit einem „nicht sehr sanft geführten Bundestagswahlkampf“ zu rechnen. Um Ausstellungen zu beaufsichtigen, fehle der Kreisbehörde das nötige Personal. Mit der Einlasskontrolle wolle man zudem verhindern, dass irgendein Rucksack herrenlos herumliege und dadurch ein großer Polizei-Einsatz ausgelöst werde.

Von Jens Rosenkranz

Der Altenburger liebstes Kind, die Operette, war angekündigt, und das Theater war restlos ausverkauft. Aus gutem Grund: Unter dem Thema „Von Paris nach Berlin über Budapest und Wien“ wurde eine Gala der Superlative geboten. Leider ist im Spielplan nur eine weitere Vorstellung in Altenburg geplant. Das bleibt unverständlich und ist finanztechnisch unverantwortlich.

17.01.2017

Am Montag erschien ein Mann bei der Polizei und gab an, dass er seine sechsjährige Tochter vermisst. Daraufhin wurde im Stadtgebiet nach ihr gesucht. Sie konnte schließlich wohlbehalten gefunden und ihrem Vater übergeben werden.

17.01.2017

3000 bis 4000 Haushalte in Altenburg-Nord waren am Wochenende zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie die Energie- und Wasserversorgung Altenburg mitteilte, kam es in dem Stadtteil am Samstag um 19.56 Uhr zu einer ungeplanten Netzabschaltung in der Mittelspannungsebene.

12.03.2018