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Altenburg Sommerfest: Landratsamt lässt es während der Geschäftszeit in der Brauerei krachen
Region Altenburg Sommerfest: Landratsamt lässt es während der Geschäftszeit in der Brauerei krachen
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18:19 15.06.2019
Zum Sommerfest des Landratsamtes in der Altenburger Brauerei gehörten auch Führungen durch Fertigung, Sudhaus und – hier im Bild – das Brauereimuseum.
Altenburg

Feiern während der Arbeitszeit? Ein lockerer Plausch unter Kollegen bei Rostern, Steaks und einem kühlen Bier oder auch zwei? So lässt’s sich’s aushalten – vor allem wenn dafür der volle Lohn fließt. Wer das für einen Traum hält, sollte ernsthaft über eine Bewerbung beim Landratsamt Altenburger Land nachdenken. Denn deren Mitarbeiter kamen am Mittwoch der Vorwoche in den Genuss exakt dieses Szenarios. Zudem beinhaltete das in der Altenburger Brauerei stattfindende Sommerfest der Kreisbehörde auch noch Führungen durch selbige – inklusive Sudhaus, Fertigung und Brauereimuseum.

Feiern während der Arbeitszeit erlaubt

Derlei Betriebsfeiern sind erlaubt und auch rechtens. Selbst dann wenn sie – wie im Fall des Landratsamts – mitten am Tag stattfinden. Darin sind sich Juristen einig. Insbesondere dann, wenn der Chef die Mitarbeiter dazu eingeladen hat. Und das hatte Landrat Uwe Melzer (CDU) am 5. Juni „anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Landkreises Altenburger Land“, teilte Behördensprecherin Jana Fuchs auf die OVZ-Frage hin mit, warum das Sommerfest zur Geschäftszeit begann, so dass die Kreisbehörde früher schloss als sonst.

Ziel des Festes sei es gewesen, „sich bei den Mitarbeitern für ihre Arbeit zu bedanken“, so Fuchs weiter. „Viele Kollegen stehen bereits 25 Jahre und länger im Dienst der Kreisverwaltung.“ Im Gegenzug zu dieser Veranstaltung, die 12 Uhr begann und nach der Festlegung des Landrats offiziell 15.30 Uhr endete, habe man „auf die Personalversammlung des ersten Halbjahres verzichtet, die auch während der Dienstzeit stattgefunden hätte“.

Landratsamt während des Festes nicht unbesetzt

Allerdings widersprach Fuchs der Darstellung, dass das Landratsamt wegen der Feier des Jubiläums eher geschlossen wurde. „Die Kreisverwaltung war in vielen Fachdiensten dennoch nicht unbesetzt, da sich nicht alle Mitarbeiter für dieses Sommerfest angemeldet hatten“, erklärte die Sprecherin. „Die am Arbeitsplatz verbliebenen Kollegen gingen normal ihrem Dienst nach.“ Um die Einschränkungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten, sei das Fest auch auf einen Mittwoch gelegt worden, „da an diesem Wochentag nur bis 13 Uhr Publikumsverkehr herrscht“.

Bereits früher ähnliche Veranstaltungen

Jedoch hatte die Kreisverwaltung zuvor selbst auf ihrer Internetseite und per Pressemitteilung, die mit „Landratsamt geschlossen“ überschrieben war, auf die fehlende Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter in Altenburg und Schmölln am 5. Juni aufgrund „einer innerbetrieblichen Veranstaltung“ hingewiesen. Und zwar wegen der Anreise schon ab 11 Uhr.

Eine Premiere war die Feier während der Öffnungszeit aber nicht. So gab es „ein Mitarbeiterfest in ähnlicher Form“ bereits unter Melzers Vorgängerin Michaele Sojka (Linke) am 18. September 2013 „in den Nachmittagsstunden“, erklärte Jana Fuchs. Dabei habe es sich um den Gesundheitstag mitsamt Sommerfest gehandelt. „Seit Bestehen des Landkreises gab es in unregelmäßigen Abständen ähnliche Mitarbeiterveranstaltungen.“

Von Thomas Haegeler

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