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Altenburg Sommerfest im Haus der Generationen
Region Altenburg Sommerfest im Haus der Generationen
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17:49 20.08.2018
In Altenburg-Nord, beim Sommerfest der Awo-Seniorenwohngemeinschaft und Begegnungsstätte, wird Gemütlichkeit groß geschrieben.
In Altenburg-Nord, beim Sommerfest der Awo-Seniorenwohngemeinschaft und Begegnungsstätte, wird Gemütlichkeit groß geschrieben. Quelle: Jörg Reuter
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Altenburg

Ingrid Lichtenstein hat sich hübsch gemacht. In ein paar Minuten möchte sie mit ihrer Tochter Nora Günther runter zum Sommerfest der Begegnungsstätte und der Seniorenwohngemeinschaft (Senioren-WG) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Altenburg Nord. Bevor es zum Kaffee in den Garten geht, plauschen die Damen aber noch ein wenig mit der OVZ über das Leben in der Wohngemeinschaft.

Immer was los in der WG

Die 87-jährige Ingrid Lichtenstein war vor rund zwei Jahren eine der ersten, die in eines der damals frisch hergerichteten Apartments in der Barlachstraße eingezogen ist. Bereut hat sie das nie. „Warum auch? – Es geht mir gut, ich habe nichts beklagen“, meint die Seniorin und ihre Tochter nickt zustimmend. Ihre Mutter sei super untergebracht, findet sie. Was hier geboten werde, könnte sie nie und nimmer zu Hause leisten.

Das beginne schon beim 24-Stunden-Schwesterndienst im Haus, der aus jedem Apartment per Notfallklingel gerufen werden kann. „Und meine Mutti ist hier nie alleine, wenn sie es nicht möchte. Hier ist immer etwas los.“ Dazu gehören die gemeinsamen Mahlzeiten, die die Bewohner der Senioren-WGs in den großzügigen und edel eingerichteten Wohnküchen einnehmen. „Dort sitzen wir auch mal zusammen, mittwochs kommt immer der Kindergarten zu uns, wenn es schön ist, gehen wir auch mal runter und schauen den Kleinen beim Spielen und Toben zu“, erzählt Ingrid Lichtenstein vom Alltag in der WG.

Selbstständig, aber nicht alleine

Genau das entspricht dem Konzept des Awo-Hauses der Generationen mit altersgerechten Wohnungen, Kindergarten und Senioren-WGs, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Sandra Schneider. „Die Senioren-WGs schließen die Lücke zwischen ambulanter häuslicher Pflege und Altersheim.“ In den zwei WGs, die eine mit neun, die andere mit elf Plätzen, können und sollen die Bewohner so selbstständig wie möglich leben, ohne dabei aber auf Sicherheit, Betreuung und Gesellschaft verzichten zu müssen. Dazu gehöre ferner, dass die WG-Apartments, die aus einem Wohnraum mit Schlafnische und einem barrierefreien Bad bestehen, unmöbliert vermietet werden. Das ermöglicht es den Bewohnern, einiges aus dem gewohnten Umfeld mitzunehmen. „Es sieht aus wie zu Hause und es ist ja auch mein Zuhause“, sagt Ingrid Lichtenstein um macht sich zum Sommerfest auf.

Gemütlichkeit und Unterhaltung

Dort haben die Senioren und ihre Gäste Platz genommen, um bei Kaffee und Kuchen sowie Herzhaftem vom Grill eine schöne Zeit zu haben. Dazu gab es Disco-Musik und einen Auftritt der Showtanzgruppe Meeta Girls aus Meerane.

Derweil berichtet Sandra Schneider, dass gegenwärtig alle 20 Plätze der Senioren-WGs vergeben sind, genau wie die Wohnungen. Dennoch könne das Haus und seine Einrichtung ein wenig Öffentlichkeit vertragen. „Auch dafür ist heute Sommerfest im Tag der offenen Tür. Zum einen wollen wir über die Senioren-WGs informieren, und wir wünschen ein paar mehr Senioren, die die Angebote der Begegnungsstätte nutzen.“ Dorf findet zum Beispiel heute das Lesecafé statt, morgen steht der Bingonachmittag auf dem Plan und donnerstags gibt es wie immer Kaffee in gemütlicher Runde bei Brett- und Kartenspielen. Beginn ist immer jeweils 14 Uhr.

Von Jörg Reuter

20.08.2018
19.08.2018