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Altenburg Am letzten Freitag im Monat: Spiele- und Spezialitätenabend in Altenburg
Region Altenburg Am letzten Freitag im Monat: Spiele- und Spezialitätenabend in Altenburg
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08:06 28.03.2019
Christine Härich, Dajka Krentz, Helgard Krüger, Beate Cziesla, Ruth Lehnert, Karin Seiferth, Thomas Cziesla und Gabriele Orymek (v.l.) sind ein eingespieltes Team. Quelle: Maike Steuer
Altenburg

Am letzten Freitag im Monat hat Christine Härich nie Zeit. Seit Jahren nicht. Auch die Tage davor herrscht bei ihr und Mann Frank „Ausnahmezustand“, wie sie schmunzelnd erzählt. Das Paar gehört zum harten Kern aus acht „Heinzelmännchen“, die Monat für Monat zum „Spiele- und Spezialitätenabend“ im Zentrum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Zeitzer Straße 39 ein Buffet auf die Füße stellen, bei dem so manches Restaurant neidisch würde. „Dienstag, Mittwoch gehen wir einkaufen, Donnerstag bereiten wir zu Hause schon vor und decken die Tische ein, Freitag wird ab nachmittags gekocht“, zählt sie auf. Alles „nebenbei“, ehrenamtlich und mit einer Freude, die man als Hauptzutat jeder Speise bezeichnen könnte.

Mit einem Grill ging’s los

80 bis 100 Gäste laben sich inzwischen an den selbst gekochten und frisch zubereiteten Speisen – das nächste Mal am 29. März ab 18 Uhr (Unkostenbeitrag 5 Euro). Dabei fing alles mit nur einem Grill zur Fußball-WM 2014 an und der Idee, „beim gemeinsamen Essen aus Gästen Freunde zu machen“, erinnert sich Christine Härich, während es aus der Küche betriebsam klappert.

Das Buffet beim Spiele- und Spezialitätenabend kann sich sehen lassen. Quelle: Maike Steuer

Wobei dieser letzte Februarfreitag mit seinem Motto „Pasta Basta“ keinem Schweißperlen auf die Stirn treibt. „Nudeln sind entspannt“, merkt Helgard Krüger an. Zwar müssen noch vier Kilo davon gekocht werden, der Auflauf noch mal kurz in den Ofen und den Salaten fehlt noch der letzte Schliff, aber „da gab’s schon viel aufwendigere Abende“, wirft Beate Cziesla lachend ein. Zum Thema „Verspieltes“ hätten sie verschiedene Gesellschaftsspiele als Gerichte interpretieren wollen „und wir dachten erst, das kriegen wir nicht hin. Letztlich war es eins unseren besten Buffets mit Keyboard-Kuchen und Gemüse-Eisenbahn“, so Christine Härich. Genug erzählt, in weniger als einer Stunde kommen die Gäste.

Mit Essen geht spielen einfach besser

Derweil baut Gabi Orymek im Nachbarzimmer den „Nachtisch“ auf. Denn nach dem gemeinschaftlichen Schlemmen kugeln die wenigsten direkt nach Hause, sondern ihr und mehreren hundert Spielen vor die Füße. „Schon vor den Spezialitäten waren wir Spieler da, aber mit Essen geht’s einfach besser“, ist die „Spieletante“ überzeugt.

Als „Nachtisch“ erwartet die Besucher dann im Nachbarzimmer eine riesige Auswahl an Spielen – die nach dem opulenten Mahl rege genutzt werden. Quelle: Maike Steuer

Kurz nach 18 Uhr: Eine Schlange aus staunenden Hungrigen formiert sich vorm Pasta-Buffet. So mancher ist überfordert ob der vielfältigen Auswahl bei nur begrenztem Platz auf dem Teller. Während die Großen sich genüsslich durch Tortellini-Salat, Panna Cotta oder Avocadocreme auf Ciabatta futtern und quatschen, reichen den Kindern oft ein paar „nackige“ Nudeln. Bloß nicht zu viel Zeit mit Essen verschwenden, sondern den Freiraum genießen, den das Gemeindezentrum ihnen zum Spielen bietet. „Nicht raus und nicht hoch auf die Empore“ – das sind die einzigen Regeln, die sich die Kinder merken müssen, umreißt Gabi Orymek. Besonders Familien würden die Chance, freitagabends gemeinsam mit dem Nachwuchs etwas Tolles unternehmen zu können, sehr schätzen.

Christine Härich motivieren das entspannte Miteinander, der Spaß an der Sache und das gute Gefühl, „dass alle nicht nur gestärkt, sondern ein bisschen glücklicher nach Hause gehen“.

Von Maike Steuer

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