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Altenburg Stadt Altenburg stoppt Straßensanierung
Region Altenburg Stadt Altenburg stoppt Straßensanierung
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07:24 18.01.2019
Die Schmöllnsche Vorstadt in Altenburg wird vorerst nicht saniert, obwohl es dazu einen entsprechenden Beschluss des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses gibt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Stadt Altenburg hat die Sanierung zweier Straßen auf Eis gelegt. Zumindest vorerst. Wie der für Bauangelegenheiten zuständige Bürgermeister Frank Rosenfeld (SPD) auf OVZ-Nachfrage bestätigte, betrifft dies die Schmöllnsche Vorstadt und die Heinrich-Zille-Straße. Hauptverantwortlich dafür sind finanzielle Gründe. Dabei gibt es für die Schmöllnsche Vorstadt einen entsprechenden Beschluss des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses und die Planungen sind weit vorangeschritten. Die Moritzstraße, der ein ähnliches Schicksal drohte, wird laut Oberbürgermeister André Neumann (CDU) aber gemacht.

Rosenfeld sieht Haushalt bedroht

„Wir haben die Schmöllnsche Vorstadt, ähnlich wie die Zille-Straße, zunächst zurückgestellt“, erklärte Rosenfeld. Hintergrund sei, dass in Erfurt seit Längerem diskutiert werde, ob die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden. „Käme das so, wäre der Eigenanteil der Stadt deutlich höher, was finanziell nicht darstellbar wäre. Da droht uns der Haushalt um die Ohren zu fliegen.“ Zudem gebe es in der Zille-Straße Widerstand gegen die Sanierung und in der Schmöllnschen Vorstadt hätten Anwohner ihre Probleme mit der Art der Gestaltung.

Schmöllnsche Vorstadt: Diskussionen über Art der Gestaltung

„Hier geht es vor allem um die Frage, ob mehr links oder rechts geparkt werden soll und um den Verkehrsfluss“, so der Bürgermeister weiter. „Ich finde, wir sollten den Bürgern zuhören und prüfen, ob sie recht haben.“ Deshalb sei nicht – wie ursprünglich geplant – im Herbst 2018 angefangen worden zu bauen, sondern es werde an der Schmöllnschen Vorstadt zunächst überhaupt nicht weitergearbeitet. Neben einer Erneuerung der Fahrbahn waren dort unter anderem auch breitere Gehwege, zusätzliche Parkplätze und eine Verlegung der Bushaltestelle vorgesehen.

Problem fortgeschrittener Planungen

Ein Problem mit dem dazu bereits gefassten Beschluss im Bauausschuss sieht Rosenfeld aber nicht: „Zur Not muss der zurückgenommen werden.“ Problematischer sei für ihn der Fakt, dass die Planungen schon ziemlich weit sind und man hier Geld verschenkt hätte, wenn gar nicht oder anders gebaut würde. „Es spielt eine Rolle, dass dort bereits Gelder geflossen sind“, sagte er dazu. „Aber wenn die Ausbaubeiträge wegfallen, wissen wir nicht, wie viel überhaupt zur Verfügung steht.“ Zu retten sei dies etwa, wenn der Freistaat Thüringen Geld gebe.

Andere Lage bei Moritzstraße

Etwas anders als bei der Schmöllnschen Vorstadt und der Zille-Straße stellt sich die Sache bei der Moritzstraße dar. Lange hing auch die Sanierung der Verbindung zwischen Roßplan und Kornmarkt in der Luft. Grund war hier aber nicht das Geld – allein 2018 waren 314 000 Euro eingeplant. Denn dieses ist laut Rosenfeld im Topf sanierungsbedingter Einnahmen vorhanden. Allerdings gab es intern Überlegungen, es anderweitig zu verwenden. Infrage kamen dafür auch der Weibermarkt, der Brühl, der Theaterplatz – oder die Schmöllnsche Vorstadt.

Planungen noch in frühem Stadium

„Wir haben uns nun doch für die Moritzstraße entschieden“, sagte OB Neumann. Unklar sei aber noch, wann es da konkret losgeht. „Denn die Planungen sind noch nicht so weit.“ Wie Rosenfeld ergänzte, liegen dort noch keine Variantenuntersuchungen vor. Folglich geht es nicht, wie einst geplant, im Frühjahr los, sondern in jedem Fall später. Ziel der geplanten grundhaften Sanierung ist neben der Lärmreduzierung und einem besseren Verkehrsfluss, die Straße so fit zu machen, dass Busse durchfahren können. Damit ließen sich etwa der Topfmarkt und das Areal am Markt besser an den öffentlichen Nahverkehr anschließen.

Von Thomas Haegeler

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