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Altenburg Stadt Altenburg vergibt Betrieb an Parkhotel-Besitzer – Öffnung ab Ostern
Region Altenburg Stadt Altenburg vergibt Betrieb an Parkhotel-Besitzer – Öffnung ab Ostern
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04:14 10.04.2019
Noch ruht der Bootsverleih nahe des Inselzoos am Großen Teich in Altenburg. Der Betreiber des Parkhotels (hinten) übernimmt ihn und öffnet bereits Ostern. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es gibt einen neuen Betreiber für den Bootsverleih am Großen Teich. Nach OVZ-Informationen hat sich die Stadt Altenburg in den vergangenen Tagen mit dem Besitzer des Parkhotels, Angelo Antoniolli, auf einen zunächst für dieses Jahr laufenden Vertrag geeinigt. Wie beide Seiten auf Nachfrage bestätigten, wurde das Schriftstück, das eine Verlängerungsoption bis 2021 beinhaltet, am Dienstagnachmittag vom neuen Betreiber und der zuständigen Referatsleiterin Ines Quart unterschrieben.

Neuer Betreiber bietet nutzerfreundlichste Bedingungen

„Ich freue mich“, sagte Antoniolli wenige Minuten nach der Unterschrift. Im selben Atemzug kündigte der Italiener an, den Verleih mit fünf Ruder- und fünf Tretbooten bereits zu Ostern zu öffnen. Dabei könne ihm „nur ganz schlimmes Wetter“ in die Quere kommen. Spätestens ab Ostersonntag sei geöffnet – im Gegensatz zu bisher (mittwochs bis sonntags) sogar täglich: Bis in den Herbst hinein sind dann montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr Ausleihen möglich, an Wochenenden und Feiertagen sogar eine Stunde länger – ab 9 Uhr. Und auch preislich verspricht der neuen Betreiber Stabilität: „Die Preise bleiben wie letztes Jahr.“

Dass Antoniolli von den insgesamt drei Bewerbern um den Bootsverleih das Rennen bei der Vergabe machte, liegt daran, dass er die besten Konditionen für Ausleihwillige bietet. „Die Vergabe erfolgt nach den günstigsten Bedingungen für die Nutzer“, hatte die zuständige Referatsleiterin Ines Quart dazu zur jüngsten Stadtratssitzung erklärt. Das meine insbesondere das Verhältnis von Gebühren zu Öffnungszeiten, das man anhand eines Quotienten ermittelt habe. „Ein Privater übernimmt den Betrieb, betreibt den Großen Teich öffentlich, nimmt dafür die Gebühren und ist für Öffnungszeiten und Wartung verantwortlich.“ Das Risiko trage also der neue Betreiber. „Das ist ein klassisches zweites Standbein, denn die Gebühren reichen nicht, um davon allein zu leben.“

Hotelier plant Gesamtkonzept für Areal

Das trifft auch für Antoniolli zu. Denn für ihn schließt sich mit dem Betrieb des Bootsverleihs ein Kreis. Betreibt er doch neben dem Parkhotel inklusive des zugehörigen Restaurants „Da Angelo“ auch das bereits von März bis Oktober geöffnete Eiscafé mit Freisitz am Inselzoo und hat neben dem Bootsverleih nun auch noch die Teichterrassen übernommen. All das reiht sich wie eine Perlenkette um den Großen Teich aneinander.

„Der Bootsverleih ist Neuland für uns“, so der neue Betreiber. „Aber ich hoffe, dass er so gut laufen wird wie die anderen Sachen. Wir geben uns jedenfalls größte Mühe.“ Für den Verleih, das Café und die Teichterrassen kündigte er zudem ein abgestimmtes Konzept an. Im Gespräch sind gastronomische Angebote und Veranstaltungen. Mehr will Antoniolli aber noch nicht verraten. „Noch ist nicht alles spruchreif und ich will nichts ankündigen, was dann anders wird“, sagt der seit zehn Jahren in Altenburg lebende Italiener und verweist diesbezüglich auf eine Jubiläumsveranstaltung plus Pressekonferenz im Mai.

Bootsverleih war zuletzt ein Zuschussgeschäft

Dafür, dass die Stadt nach dem Rückzug der Firma ConzeptA Agentur, die den Verleih von 2015 bis 2018 personell absicherte, den Auftrag überhaupt neu vergeben konnte, hatte der Stadtrat Ende März den Weg freigemacht. Dazu hoben die Volksvertreter die Ruderbootbenutzungssatzung und die dafür geltende Gebührensatzung auf. Das geschah mit jeweils 27 Ja- und fünf Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen, weil sich der Betrieb als zunehmend unwirtschaftlich darstellte. Standen Betriebskosten von gut 20 000 Euro doch jüngst nur noch Einnahmen von rund 8600 Euro gegenüber.

Zuvor hatte die Fraktion Pro Altenburg, die geschlossen dagegen gestimmt hatte, fehlende Transparenz kritisiert. „Die Aufhebung ist nicht logisch und geschieht ins Blinde hinein“, beklagte der Chef der Bürgerbewegung, Peter Müller, fehlende Informationen. „Die Aufhebung ist Bedingung dafür, dass wir an einen privaten Betreiber vergeben können“, erklärte Quart. Auch Bürgermeister Frank Rosenfeld (SPD) unterstrich, dass man sich durch die Beschlüsse nichts vergebe.

Von Thomas Haegeler

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