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Altenburg Stadtmensch-Projekt steht in den Startlöchern
Region Altenburg Stadtmensch-Projekt steht in den Startlöchern
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10:03 06.04.2019
Voller Tatendrang: Einige der Stadtmensch-Macher in ihrem neuen Domizil, das jetzt noch bis Sommer umgebaut werden soll. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es kann losgehen! Vor einigen Tagen kam der ersehnte Fördermittelbescheid aus dem Bundesinnenministerium für das Altenburger Stadtmensch-Projekt über 664 800 Euro für die kommenden drei Jahre bei den Machern in Altenburg an. Unter dem Dach vom Stadtmenschen sollen die unterschiedlichsten Projekte laufen, um die Stadt lebenswerter zu machen. Mit eigenen Ideen einbringen kann sich da jeder. Aktuell sind in das Projekt bereits um die 30 Initiatoren eingebunden.

Mietvertrag für „Zentrale“ unterschrieben

In der Altenburger Moritzstraße 6 ist das Stadtmensch-Projekt in Kürze zu finden. Quelle: Mario Jahn

„Der Mietvertrag für unseren offenen Treff- und Koordinationspunkt, unser open Lab, in der Moritzstraße 6 ist unterschrieben. Jetzt können die notwendigen Umbauten für die künftige Stadtmenschzentrale starten“, so Susann Seifert. Im Sommer sollen diese Arbeiten dann abgeschlossen sein. Keineswegs wird das Projekt bis dahin ruhen. „Im Gegenteil – wir sind vielfältig aktiv. Sowohl in der Moritzstraße wie den drei weiteren so genannten Quartiersankern, aus denen das Stadtmenschprojekt getragen wird“, ergänzt Koordinatorin Anja Fehre. Solche Zentren, in denen künftig das Projekt aktiv gelebt werden soll, sind die Farbküche, das Paul-Gustavus-Haus sowie die Geschichtswerkstatt auf dem Schloss.

Start am 4. Mai

Offizieller Startschuss für unser Projekt wird der 4. Mai sein. Zu dieser so genannten Kick-Off-Veranstaltung laden die Macher alle Interessierten in einen der vier Standorte plus dem Altenburger Rathaus dazu ein, gemeinsam Stadtspieler zu spielen. In dem klassischen Brettspiel – erfunden vom Hamburger Georg Pohl – geht es darum, in einer Runde von bis zu fünf Mitspielern eine Stadt zu entwickeln und sie auf- wie auszubauen.

„Wir werden dazu am 4. Mai auch Stadträte, Unternehmer und andere Personen aus dem öffentlichen Leben einladen. Das Spannende an den bunt zusammen gewürfelten Runden dürfte dabei der Austausch werden“, ist sich Seifert sicher. Die so gewonnen Anregungen fließen wie alle anderen in einen großen Pool, aus denen dann noch in diesem Jahr jene Projekte ausgewählt werden, die dann beim Stadtmenschen auch tatsächlich realisiert werden.

Auch bei der Auswahl baut man bei den Machern unter dem Motto „Wie wollen wir in Altenburg leben?“ auf die größtmögliche Transparenz. „Dazu werden wir eine öffentliche Präsentation aller eingegangenen Projekte vornehmen, über die jedermann dann abstimmen kann. Zudem wird es auch ein Internetvoting geben“, kündigt Seifert an. Finanziell ist die Umsetzung dank Förderung abgesichert. „Für Projekte stehen rund 110 000 Euro zur Verfügung“, so Seifert.

Neues Festival geplant

Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ist ein ausgemachter Fan der Stadtmenschen. „Das ist einfach eine tolle Initiative, die Menschen begeistert. Wir werden das Projekt auf jeden Fall die ganze Zeit im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.“

Eine erste Zwischenbilanz kann dann vom 14. bis 17. Mai 2020 gezogen werden. Denn an diesem Wochenende ist das zweite Stadtmensch-Festival geplant. Dass dies bei den Altenburgern sehr gut ankommt, hat die Premiere im Vorjahr zu Pfingsten bewiesen, aus der erst der Plan erwuchs, das Stadtmensch-Projekt als dauerhafte Institution zu etablieren.

Personalie

Anja Fehre ist seit 1. April die Koordinatorin für das Stadtmensch-Projekt in Altenburg. Die 34-Jährige hat Archäologie und Journalistik an der Universität Leipzig studiert. Sie arbeitete vor ihrem Engagement beim Stadtmenschen unter anderem als freie Journalistin sowie im Schloss- und Kulturbetrieb der Stadt Altenburg und sieht aktuell ihre Hauptaufgabe beim Stadtmenschen darin, das Programm zum Laufen zu bringen.

Anja Fehre lebt in Altenburg, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Von Jörg Wolf

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