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Altenburg Standesamt-Statistik 2018: Mia und Ben sind beliebteste Baby-Namen in Altenburg
Region Altenburg Standesamt-Statistik 2018: Mia und Ben sind beliebteste Baby-Namen in Altenburg
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04:16 21.02.2019
Mia und Ben waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Altenburg und Umgebung. Allerdings gab es hier deutlich weniger Geburten als im Rekordjahr 2017. Quelle: dpa
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Altenburg

Und die Gewinner heißen: Mia und Ben. Diese Namen tragen zumindest die meisten Babys, die im Vorjahr in Altenburg und Umgebung zur Welt kamen. Das geht aus der aktuellen Vornamenstatistik des Standesamtes der Skatstadt hervor. Mit sieben beziehungsweise acht Nennungen unter den insgesamt 453 beurkundeten Geburten verdrängten Mia und Ben zugleich Nele und Paul, die in der Gunst der Eltern anno 2017 noch ganz vorn gelegen hatten.

Bei Namen liegt Würze in Kürze

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, belegen hinter Mia bei den Mädchen die Namen Lea (sechs Nennungen), Emma, Hanna und Lena (je fünf) die folgenden Plätze. Dahinter reihen sich Ella, Frieda, Leni, Lotta und Mila mit je vier Nennungen ein. Jeweils drei im Vorjahr geborene Babys heißen Ida, Johanna, Lara, Lene, Mara und Tilda. Damit liegt für Eltern offenbar die Würze in der Kürze. Denn 11 der 16 beliebtesten Mädchennamen haben nur drei oder vier Buchstaben.

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Bei den Jungen ist der Trend zur Kürze ebenfalls erkennbar. Auf Spitzenreiter Ben folgen Noah (sieben Nennungen), dann Elias, Karl, Oskar, Theo und Till (je fünf). Vier Knaben des Jahrgangs 2018 heißen Anton, Emil, Leo und Paul. Auf drei Nennungen bringen es Adam, Bruno, Erik, Hannes, Jannis, Luca, Luis, Matheo und Theodor. Luis und Matheo wären weiter vorn platziert, würde man die Schreibweise von Louis (zwei) und Matteo (zwei) außer Acht lassen und ihnen zurechnen.

Vornamen mit Bedacht wählen

„Auch ausgefallene Vornamen wurden 2018 wieder vergeben, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist“, sagte Rathaussprecher Christian Bettels. „Die Standesbeamtinnen weisen aber vorsorglich darauf hin, dass dem Einfallsreichtum der Eltern im Interesse des Kindes Grenzen gesetzt sind.“ Daher sollten sich Väter und Mütter, die für ihr Kind einen ungewöhnlichen Vornamen favorisieren, noch vor der Geburt darüber informieren, ob er vergeben werden kann.

So gehört auch eine Vornamensberatung, die im Pohlhofgebäude (Spalatinpromenade 8) untergebracht ist, zum Service des Standesamtes. Ansprechpartnerin hierfür ist Petra Eperiesy. Sie und ihre Kolleginnen raten für den Fall, dass Kinder einen Namen bekommen sollen, der das Geschlecht nicht eindeutig verrät, noch dazu, einen zweiten Vornamen zu wählen, der etwaige Zweifel zerstreut.

Trotz Rückgangs liegen Geburten im Mittel

Allerdings hat der Standesamtsbezirk Altenburg, zu dem außer der Skatstadt unter anderem auch Meuselwitz, Lucka, Nobitz und die Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue gehören, 2018 deutlich weniger Geburten als im Jahr davor. Erblickten hier 2017 noch 493 Babys das Licht der Welt, waren es mit 453 im Vorjahr exakt 40 weniger. „2017 erweist sich als Rekordjahr bei den Geburten“, sagte Bettels und schloss anhand der Zahlen aus den Vorjahren aus, dass es sich um eine Delle bei den Geburten handelt. „Wir bewegen uns vielmehr auf dem Niveau der vergangenen Jahre.“ So verzeichnete das Altenburger Standesamt 2016 genau 432 Geburten. Im Jahr davor waren es 489 und anno 2014 noch 449.

Allerdings nahm auch die Anzahl der Todesfälle in Altenburg und Umgebung zu. So starben im Vorjahr 1070 Menschen und damit genau 70 mehr als im Jahr zuvor. Ein Trend, der seit Jahr und Tag anhält und der der zunehmenden Überalterung im Landkreis geschuldet ist, der deswegen auch zu den ältesten in ganz Deutschland gehört. Verzeichnete das Standesamt 2016 noch 992 Todesfälle, waren es im Jahr davor 1005 und 2014 exakt 983.

Schnapszahl-Daten treiben Eheschließungen in die Höhe

Aber es gibt auch Grund zur Freude. Denn 2018 heirateten wieder mehr Menschen. So schlossen im Vorjahr 316 Paare und damit 47 mehr als 2017 den Bund fürs Leben. Eine rekordverdächtige Zahl von Eheschließungen gab es im August: Hier waren es ganze 63. Ein Blick auf den Kalender offenbart den Grund für den Andrang Heiratswilliger: Der August bot gleich mehrere einprägsame Daten. Besonders begehrt: 18.8.2018, da meldeten sich auf dem Altenburger Standesamt 18 Paare für eine Eheschließung an. „Das ist die Grenze, was man an einem Tag machen kann“, erklärte Bettels. An jenem Sonnabend waren vier Standesbeamtinnen im Dauereinsatz, elf Trauungen fanden im Pohlhof, fünf in der Meuselwitzer Orangerie und zwei im Teehaus im Schlosspark statt.

Neben dem 18. August war auch der 8.8. begehrt. An diesem Tag gaben sich sechs Paare das Jawort – ein ungewöhnlich hoher Wert für einen Mittwoch. Immerhin zwei Paare suchten sich den 1.8.18, ebenfalls ein Mittwoch, für die Heirat aus. Als beliebtester Ort für den Bund fürs Leben erwies sich einmal mehr das Pohlhofgebäude, wo 274 Paare heirateten. Dahinter folgten der Bachsaal des Altenburger Schlosses (12 Eheschließungen) und das Teehaus (7). Wachsender Beliebtheit erfreut sich zudem die Orangerie in Meuselwitz, wo im Vorjahr 19 Ehen geschlossen wurden.

Von Thomas Haegeler