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Altenburg Statt einer Übergabe: Sojka lädt Melzer zur Dienstberatung ein
Region Altenburg Statt einer Übergabe: Sojka lädt Melzer zur Dienstberatung ein
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09:00 27.06.2018
Die scheidende Landrätin Michaele Sojka traf sich am Dienstag mit ihrem Nachfolger Uwe Melzer (2.v.r.) und dem neuen Oberbürgermeister André Neumann (r.). Mit dabei sind Vize-Landrat Matthias Bergmann sowie die leitenden Mitarbeiter Frank Schmitt, Dirk Novosatko, Bernd Wenzlau und Ronny Thieme (v.r.). Quelle: Cathleen Bethge
Altenburg

Es sind nun noch wenige Tage, bis das Altenburger Land einen neuen Landrat bekommt. Bei den Kommunalwahlen im Mai war Amtsinhaberin Michaele Sojka (Linke) ihrem CDU-Herausforderer Uwe Melzer in der Stichwahl klar unterlegen (die OVZ berichtete). Ihre Amtszeit endet offiziell am Sonnabend, 24 Uhr. Solch wichtige Ämterwechsel sollten an sich mit einer ordentlichen Übergabe der Geschäfte einhergehen. Sojka tat dies am Dienstag in Form einer Dienstberatung mit ihren wichtigsten Mitarbeitern aus den Bereichen Personal, Finanzen, Bau, Schulverwaltung, Ordnung und Sicherheit sowie Jugend und Soziales, zu der sie ihren Nachfolger eingeladen hatte.

Flüchtlinge, Brandschutz & Co.

OVZ-Informationen zufolge legten während der über fünfstündigen Runde die Fachleute der Kreisbehörde in einzelnen Vorträge den Stand der Dinge in ihren Bereichen dar und wiesen auf Probleme hin. Dabei ging es auch um Themen wie Flüchtlingsunterbringung, Brandschutz, Wirtschaftsförderung sowie um die Zukunft wichtiger kultureller Objekte, wie Lindenau-Museum und das geplante neue Schlossberg-Ensemble.

Die Landrätin hatte den Termin am Dienstag zunächst nicht als eine Übergabe bezeichnet. Eine solche habe sie von ihrem Vorgänger ja auch nicht erhalten, sagte sie der OVZ. Sie hielt es aber für hilfreich, mit Melzer jene Projekte zu besprechen, die vorbereitet sind und die nun auch weitergeführt werden. Dazu habe man sich viel Zeit genommen.

Letztes Treffen mit Sojka

Uwe Melzer bezeichnete die Runde als sehr nützlich und sachlich. Die Fachleute hätten eine ganze Fülle an Informationen dargelegt und seien auch auf Schwierigkeiten eingegangen. Er habe einen guten Überblick, alles sei protokolliert. Dabei habe er den Eindruck, dass es nichts gebe, was nicht lösbar sei. Im Übrigen seien ihm als jahrelangem Vize-Landrat viele Dinge bereits bekannt. Ein weiteres Treffen mit Sojka werde es nicht mehr geben, so dass er am Montagmorgen seine Arbeit an der Spitze der Kreisbehörde aufnehmen werde.

Die drängendsten Probleme für ihn seien die Schulnetzplanung, Gastschulanträge und Kooperationen, um zum Beispiel die nur vorerst gerettete Grundschule Ponitz auf ein zukunftssicheres Fundament zu stellen. Auch der Stadtverwaltung Meuselwitz, die in eine arge Personalnot, vor allem im Baubereich, geraten ist, werde zeitnah geholfen, kündigte der neue Landrat an. Darüber hinaus müsse er bestimmte interne personelle Probleme klären, auf die er aber öffentlich nicht näher eingehen wolle.

Melzer legt mehrere Ämter nieder

Im Vorfeld des Termins am Montag hatte Melzer seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Schöffe am Sozialgericht, als Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes im Landkreis sowie als Vorsitzender des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Altenburger Landes (ZAL) niedergelegt. Seine Funktion als Chef der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue erlischt automatisch mit dem Amtsantritt als Landrat. Die VG-Versammlung wählt schon am Donnerstag einen neuen Vorsitzenden.

Kooperation von Stadt und Landkreis

Als fruchtbringend und interessant hat der zukünftige Altenburger Oberbürgermeister André Neumann (CDU) die Runde am Dienstag bezeichnet, zu dem er von Sojka ebenso eingeladen worden war. Neumann wird, wie Melzer, sein neues Amt am kommenden Montag antreten. Das Treffen mit den Fachbereichsleitern habe ihm nochmals die Potenziale gezeigt, die man bei einer wirklichen Zusammenarbeit zwischen Landrat und Oberbürgermeister sowie zwischen Kreis und Stadt erschließen könne. Konkret nannte Neumann gegenüber der OVZ die Bereiche Feuerwehr, Schlosspark, Schulen, Immobilien, Jugendsozialarbeit und Theater. Als problematisch habe sich der Personalmangel im Landratsamt herausgestellt, den es ja ebenso im Rathaus gebe, sagte Neumann.

Von Jens Rosenkranz

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