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Altenburg THW siegt völlig überraschend
Region Altenburg THW siegt völlig überraschend
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17:17 03.07.2019
Das Team vom Technischen Hilfswerk siegte beim diesjährigen Kreispokal der Jugendfeuerwehren in Pahna. Quelle: THW/Katja Petzold
Pahna

„Sie haben mal wieder in unserem Wohnzimmer gewildert“, meinte am Sonntag der stellvertretende Kreisjugendwart Björn Steinicke in Richtung Technisches Hilfswerk mit einem Augenzwinkern. Der Rest ging im glühend heißen Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren in überschwänglichem Jubel der Nachwuchshelfer in Blau unter. Kein Wunder. Denn die THW-Junghelfer Mia Emmi Freier, Alexander Kube, Alexander Todt, Connor Lienert und Karl Pfeiffer haben sozusagen Geschichte geschrieben. Bei den 10- bis 13-Jährigen holten sie beim Kreispokal den Sieg vor dem Team aus Altenburg und 26 weiteren Mannschaften, die durchweg aus Nachwuchsabteilungen einer Feuerwehr kamen. Sowas gab es erst einmal in der mittlerweile 23-jährigen Geschichte dieses Kreiswettbewerbs: Vor fünf Jahren hatte ebenso das THW aus dem Altenburger Ortsverband die Nase vorn – allerdings bei den Größeren. Und dies sorgte sogar weit über die Kreisgrenzen für Aufsehen, dass die Helfer in Blau den Helfern in Rot bei deren bedeutendsten Wettkampf den Sieg wegschnappten.

Ohne große Ziele in Wettbewerb gestartet

Wie nun erneut am zurückliegenden Wochenende. „Für uns war das auch eine riesige und nicht erwartete Überraschung“, gestand der hiesige THW-Jugendwart Christian Dietze. „Die fünf Teammitglieder sind ja in der Regel erst ein oder zwei Jahre bei uns und werden entsprechend ausgebildet. Wir sind wie jedes Jahr am Start gewesen, um dabei zu sein und nicht unbedingt Letzter zu werden“, schiebt Dietze nach. Und als dann der Überraschungssieg feststand habe, seien bei den Kindern auch Freudentränen geflossen.

Dabei begann der Wettbewerb mit den sieben Stationen Fahrzeugkunde, Patiententransport, Arbeitsschutz/Organisation, Wissenstest, Karte und Kompass, Pictionary sowie Technische Hilfeleistung für das THW alles andere als optimal. „Wir hatten kein Losglück und sind als eine der letzten Mannschaften ins Rennen gegangen“, so Dietze.

Erfolg ist auch guter Kooperation geschuldet

Ein gewichtiger Grund für das herausragende Abschneiden sei aber auch, dass auch im Nachwuchsbereich die Helfer in Blau und in Rot hierzulande sehr eng zusammen arbeiten. „Wir sind nicht nur im Kreiszeltlager Stammgast, sondern kooperieren mit etlichen Wehren auch sonst. So gab es beispielsweise mit Experten der Starkenberger Wehr eigens eine Übungseinheit zum sehr feuerwehrspezifischen Thema wasserführende Armaturen“, berichtet der Jugendbetreuer. Und andere Themengebiete gehören ohnehin zum Ausbildungsspektrum des THW. „Ich bin stolz auf diese Jugendgruppe“, bekannte auch der THW-Landesbeauftragte für Sachsen und Thüringen, Manuel Almanzor, „wenngleich dies ausdrücklich nicht gegen die Feuerwehren gehen soll“.

Siegfeier geplant

Am Freitag soll es im THW-Ortsverband zur regulären Ausbildung auch noch eine kleine Siegesfeier geben, bei der auch der Ortsbeauftragte Roland Reiß zugegen sein wird. „Es ist schon überwältigend, dass sie als recht neue Mannschaft gleich 27 andere Teams hinter sich gelassen haben“, konstatiert er.

Keineswegs – und da sind sich alle Verantwortlichen aus Feuerwehr und THW einig – sei hier auch nur ein Fünkchen von Neid oder Schadenfreude mit im Spiel. „Feuerwehr und THW kooperieren und unterstützen sich im Landkreis und ziehen an einem Strang. Egal, ob im Ernstfall oder bei Ausbildungen. Wir sehen uns in keiner Weise als eine Art Konkurrenz“, hebt Reiß hervor.

Ende Juli – konkret ab 27. – geht die so erfolgreiche THW-Jugend aus Altenburg auf Reisen. Ziel ist dann das nur aller drei Jahre stattfindende THW-Bundesjugendlager, dass erstmals in Thüringen, konkret in Rudolstadt, stattfindet. Bei diesem Bundeswettbewerb werden die Altenburger aber nur Zaungäste sein, da sich dafür nur der jeweilige Landessieger qualifiziert hat. Und dies ist aktuell das Team aus Gera.

Von Jörg Wolf

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