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Altenburg Technisches Hilfswerk in Altenburg setzt auf Ehrenamt
Region Altenburg Technisches Hilfswerk in Altenburg setzt auf Ehrenamt
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08:00 06.11.2019
Ronald Reiß ist seit fast 20 Jahren beim THW in Altenburg aktiv. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Formal ist das Technische Hilfswerk eine dem Innenministerium unterstellte Bundesbehörde. Aber ohne die Ehrenamtlichen in den jeweiligen Ortsgruppen würde auch das THW nicht funktionieren. In Altenburg, wo sich seit 1996 neben dem Sitz des THW-Landesverbandes für die Freistaaten Sachsen und Thüringen im gleichen Jahr auch ein Ortsverband etabliert hat, ist dies nicht anders. Und wie andernorts funktioniert es auch Ortsebene zumeist ausschließlich nur dank ehrenamtlicher Mitstreiter. Das gilt auch für den Ortsbeauftragten Ronald Reiß.

„Ja, man muss wie bei anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen schon das gewisse Helfergen in sich tragen, um sich so einer anspruchsvollen Aufgabe zu stellen“, sagt der 54-Jährige aus tiefster Überzeugung und weiß dabei alle seine ehrenamtlichen Altenburger Mitstreiter hinter sich. Seit 1978 war der Frohburger Reiß schon beim Deutschen Roten Kreuz in seiner Freizeit aktiv. „2000 war es an der Zeit, sich nach einer neuen Herausforderung umzuschauen, die ich im gerade vier Jahre bestehenden Ortsverband des THW in Altenburg fand.“

Führungsaufgaben wurden dem Familienvater ziemlich schnell angetragen, denn damals lief in dem ostthüringischen Ortsverband gerade intensiv die Suche nach einer neuen Führungscrew. „Und da wurde ich gefragt, ob ich die Leitung übernehmen würde, was ich 2001 auch getan habe und was bis heute so geblieben ist.“

Aktuell umfasst der Ortsverband 34 Helfer. „Und alle brennen für dieses Engagement, anderen Menschen in Not zu helfen und Sachwerte zu retten oder zu schützen“, betont Reiß. Dies zeigt allein die Tatsache, dass die meisten der Aktiven weitaus mehr Einsatzzeit absolvieren, als die verbindlichen Pflichtstunden.

Vor allem die in Altenburg angesiedelte Fachgruppe Elektroversorgung sowie die beiden Bergetrupps hatten im Laufe der Jahre schon etliche Bewährungsproben im Landkreis und in ganz Deutschland.

Ein großer Wunsch von Ronald Reiß für die Zukunft wäre, dass dieses Ehrenamt sowohl in der Politik wie der Bevölkerung mehr Anerkennung findet. „Wir stehen 365 Tage im Jahr bereit, um anderen zu helfen. Und wir fahren im Ernstfall nicht mit Blaulicht draußen herum, weil es uns Spaß macht.“

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Von Jörg Wolf

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