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Altenburg Trebener Feuerwehr soll neues Löschfahrzeug bekommen
Region Altenburg Trebener Feuerwehr soll neues Löschfahrzeug bekommen
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15:02 21.04.2018
Die Trebener Feuerwehr soll bis 2019 ein neues Löschfahrzeug erhalten. Quelle: Bastian Fischer
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Treben

Freude dürfte angesichts dieser Nachricht bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Treben herrschen: Läuft alles nach Plan, sollen sie schnellstmöglich ein neues Löschfahrzeug in Empfang nehmen können.

14 bis 16 Monate Wartezeit

„Wir sind derzeit dabei, die deutschlandweite Ausschreibung vorzubereiten“, teilt Bürgermeister Klaus Herrmann (CDU) mit. Läuft alles nach Plan, soll die Bestellung zügig erfolgen, das Fahrzeug spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 in Empfang genommen werden. „Das hängt nun ganz davon ab, wie schnell der Innenausbau des Fahrzeugs durchgeführt werden kann. Hierbei müssen wir mit 14 bis 16 Monaten kalkulieren“, rechnet das Gemeindeoberhaupt vor.

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Basis ist Gefahrenanalyse

Nötig geworden ist die Anschaffung, wie vielerorts im Kreis auch, auf Grund des Alters des derzeit eingesetzten Löschfahrzeugs. „Das hat bis zur Ankunft des Neuen auch 24 Jahre auf dem Buckel, die Technik ist inzwischen einfach verschlissen“, so Herrmann. Mit der im vergangenen Jahr überarbeiteten Gefahrenanalyse für die Wehren in Treben und Lehma im Rücken stand der Entschluss zur Neuanschaffung schnell fest.

Insgesamt 180 000 Euro werden für die Anschaffung fällig, 60 000 Euro davon steuert das Land über Fördergelder bei. „Der Bescheid ist bereits eingegangen.“ Den restlichen Anteil von 120 000 Euro muss die Gemeinde alleine aufbringen. „Das ist dann auch der mit Abstand größte Haushaltsposten in diesem Jahr“, bilanziert er.

Sparen durch Kooperation

Auf den ersten Blick reichlich Geld, doch letztlich spare man sogar, betont Jan Röder, stellvertretender Kreisbrandinspektor und Kamerad der Trebener Wehr. „Durch die seit Jahren sehr gut laufende Kooperation mit den Wehren in Fockendorf und Haselbach ist inzwischen ein mittleres Löschfahrzeug für uns ausreichend“, erklärt er. Durch die Wahl des kleineren Typs verringerten sich die Kosten um 80 000 bis 100 000 Euro.

Viele Vorteile

Und dennoch gibt es laut Röder reichlich Gegenleistung für die bereitgestellte Summe. So ist etwa der Löschwassertank mit 1000 Litern größer als der bisherige. „Zudem können wir jetzt alle Geräte, die für einen Standardeinsatz benötigt werden, auf einem Fahrzeug transportieren“, zählt Röder weiter auf. Auch für die Kameraden werde durch das neue Fahrzeug das Arbeiten erleichtert.

„Zum einen ist nun ergonomisches Arbeiten möglich, da die schweren Geräte unten im Wagen verstaut werden. Zum anderen ist das Fahrzeug dank eines Automatikgetriebes auch sicherer zu fahren.“ Moderne LED-Beleuchtung sorgt darüber hinaus für mehr Übersicht bei nächtlichen Einsatzfahrten.

Insgesamt stehen den Wehren in Treben und Lehma nach der Neuanschaffung dann neben dem neuen Löschfahrzeug ein Kleinlöschfahrzeug, ein Mehrzweckfahrzeug und ein Rettungsboot zur Verfügung. Damit und mit der Unterstützung aus Haselbach und Fockendorf, sei man optimal auf Einsätze bei gängigen Szenarien vorbereitet.

Von Bastian Fischer