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Altenburg Umbau des Altenburger Nordplatzes läuft trotz Kritik im Stadtrat
Region Altenburg Umbau des Altenburger Nordplatzes läuft trotz Kritik im Stadtrat
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18:29 12.02.2019
Am Nordplatz in Altenburg sind die ersten Bäume schon gefällt. Damit laufen die Vorbereitungen für den Umbau auf Hochtouren. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Am Nordplatz laufen derzeit die Vorbereitungen für den Umbau des einstigen Stadtteilzentrums von Altenburg-Nord auf Hochtouren. Mit kreischenden Motorsägen und schwerem Gerät geht es seit Montag 21 Bäumen an den Kragen, die dem Vorhaben im Wege stehen. Damit folgen vielen Worten der Ankündigung nun Taten. Sobald die Vorarbeiten beendet sind, beginnt im März/April der eigentliche Umbau. Damit dieser auch tatsächlich vollzogen werden kann, hat der Altenburger Stadtrat mit klarer Mehrheit von 27 Ja- zu einer Nein-Stimme bei zwei Enthaltungen auf seiner jüngsten Sitzung für dieses Jahr über eine Million Euro freigegeben.

Fehlender Haushalt macht Beschluss nötig

Genau genommen sind es 1 022 000 Euro, mit denen die Freianlagen einschließlich des Bereichs für Fußgänger dieses und nächstes Jahr fertig gebaut werden sollen. Ein Beschluss, der nötig wurde, weil die Skatstadt aktuell noch keinen Haushalt hat und daher nur Geld ausgeben darf, wozu sie rechtlich verpflichtet ist und für Dinge, die keinen weiteren Aufschub dulden. Beides trifft auf den Nordplatz zu, weil man dort mit den Abrissen des Nordplatz 13, eines Toilettengebäudes und des Ex-Clubs „Die Zwei“ (Siegfried-Flack-Straße 33d) bereits begonnen und dafür Fördergelder bekommen hat und weitere für die Umgestaltung zur grünen Oase erhält.

Gestiegene Baupreise treiben Kosten hoch

Laut Übersicht im Stadtratsbeschluss summieren sich die Gesamtkosten des Nordplatz-Umbaus mit der nun freigegebenen Million auf gut 2,8 Millionen Euro. Damit hat sich das Vorhaben im Vergleich zum ursprünglichen Plan um mehr als 400 000 Euro oder fast 20 Prozent verteuert. Dem Vernehmen nach liegt das vor allem an stark gestiegenen Baupreisen. Schließlich liegt der letzte Beschluss bereits über zwei Jahre zurück. Finanziert wird das Ganze zum Großteil über Fördermittel des Freistaates Thüringen, der laut Bürgermeister Frank Rosenfeld (SPD) auch für das Gros der Mehrkosten aufkommt. Für die Stadt bleiben letztlich noch 435 000 Euro, von denen knapp 150 000 bereits aus dem Vorjahr da sind. Der Rest soll dieses Jahr aus der allgemeinen Investitionspauschale kommen.

Stadtverwaltung erstickt Kritik im Keim

Doch an den immensen Kosten infolge der Größe des Projekts entzündete sich im Stadtrat nun Kritik. Deswegen hatte es nach OVZ-Informationen im Vorfeld bereits rege Diskussionen im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss und den Wunsch gegeben, die Pläne zu überarbeiteten. Ziel: Das Vorhaben etwas zu verkleinern, um vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage die Kosten zu minimieren. An diesen Wackler ließ die Stadtverwaltung aber keine Luft heran. Tenor: Der Nordplatz-Umbau sei schon zu weit fortgeschritten. Außerdem müsse man mit dem ersten Bauabschnitt bis Ende des Jahres fertig werden, sonst droht hier eine Rückzahlung von Fördergeldern.

Stadtforum/Grüne: Hochglanzparkanlage übertrieben

Die einzige Gegenstimme für die Mittelfreigabe kam übrigens von Johannes Schaefer, der das Projekt schon länger für zu groß hält. „Am Nordplatz muss etwas gemacht werden, aber bitte keine Hochglanzparkanlage, die pflegeintensiv ist“, begründete der Fraktionschef von Stadtforum/Grüne sein Stimmverhalten auf Nachfrage. Zumal der aktuelle Haushalt noch immer weit davon entfernt sei, ausgeglichen zu sein. Eine Nummer kleiner hätte es auch getan, weil man in Nord bereits „viel Grün erreicht“ hat, „ohne dass es die Stadt viel gekostet hat“. Damit meint er unter anderem Ersatzpflanzungen an der Stauffenbergstraße und die Ausgleichsmaßnahme für den Wohnpark Lindenau in der Elie-Wiesel-/Ecke Liebermannstraße.

Scharfer Baustart im März/April

Mit der Kritik stehen Schaefer und das Stadtforum aber keineswegs alleine da, wie die beiden Enthaltungen von Sandra Kretschmann und Christian Götze aus der CDU-Fraktion zeigen. Doch alle Einwände blieben erfolglos. Das Projekt läuft weiter wie geplant. Demnach ist der scharfe Baustart im Anschluss an die Baumfällungen im März/April vorgesehen. Dabei wird zunächst der Platz zwischen Ärztehaus, Carqueville und der früheren Kaufhalle einheitlich gepflastert und behindertengerecht gestaltet. Auch um die Treppenanlage soll sich dabei gekümmert werden. Hier sollen nur ein paar Stellplätze für Autos ausgewiesen werden, die beiden geplanten Hauptparkplätze kommen später.

Ausschreibung für zweiten Bauabschnitt läuft

Im Anschluss an die Umgestaltung dieses Teils sind dann die Grünflächen dran. Dieser zweite Bauabschnitt, für den derzeit gerade die Ausschreibung läuft, soll Ende nächsten Jahres einen Stadtteilpark zum Ergebnis haben. Dafür sollen nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt 105 Laubbäume gepflanzt werden.

Von Thomas Haegeler

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