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Altenburg Unbezahlte Rechnungen? Nächstes Meuselwitzer Stadtfest steht auf der Kippe
Region Altenburg Unbezahlte Rechnungen? Nächstes Meuselwitzer Stadtfest steht auf der Kippe
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04:27 23.01.2019
Große Sprünge konnten beim Meuselwitzer Stadtfest zuletzt nur an den Bungee-Seilen vor dem Rathaus gemacht werden. Jetzt wackelt es ganz. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Zu ihrem Stadtfest haben die Meuselwitzer schon immer ein zwiespältiges Verhältnis. Die einen freuen sich über Spaß und Abwechslung, den anderen fehlt es an Niveau. Wie überall. Dass es an der Schnauder überhaupt noch ein Fest gibt, ist vor allem Heribert Benndorf zu verdanken, der es seit Jahren ohne finanzielle Hilfe der Stadt und allein mit Standgebühren auf die Beine stellt, denn Geld dafür hat Meuselwitz schon lange keines mehr. Helfen kann das Rathaus nur mit Technik und städtischen Mitarbeitern.

Kein einstimmiger Beschluss

Und weil das so ist, war Benndorf auch bei der Ausschreibung der diesjährigen Fete im Spätsommer der einzige Bewerber. Zum fünften Mal in Folge bekam er vom Kultur-, Umwelt- und Sozialausschuss (KUS) kürzlich auch wieder den Zuschlag. Diesmal jedoch nicht einstimmig: Neben vier Ja-Stimmen gab es zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme. Und außerdem werden Benndorf von einigen KUS-Mitgliedern ernste Vorwürfe gemacht. Dass seit Jahren das Niveau sinke, ist dabei noch der geringste. Weit schwerer wiegt, dass Benndorf Rechnungen für zwei Firmen, die er zum vergangenen Stadtfest Anfang September 2018 engagierte, nicht beglichen haben soll. Eine Diskussion darüber fand in der KUS-Sitzung statt, allerdings hinter verschlossenen Türen. Das Problem: Noch sind die Vorwürfe nicht bewiesen und auch die Stadträte, die sie erheben, wollen sich namentlich bedeckt halten.

Benndorf räumt Rechtsstreit ein

Entsprechend verärgert reagierte nun Benndorf selbst. Gegenüber der OVZ stritt er zunächst entschieden ab, dass er seine Partner zum Stadtfest nicht bezahlt hat. „Das stimmt nicht“, betonte er. Dass es mit zwei von ihnen allerdings während der Veranstaltung beziehungsweise danach zu Problemen, auch finanzieller Art, kam, räumte Benndorf ein, wollte konkrete Einzelheiten allerdings nicht öffentlich machen. In einer nachgereichten schriftlichen Stellungnahme erklärte er, dass es sich in einem Fall um einen Rechtsstreit um Nebenkosten handele, wobei die Hauptforderung ausgeglichen sei. Beim zweiten Fall „sind aus unserer Sicht Vertragsverletzungen der Auslöser“ für eine unterschiedliche Rechtsauffassung, „in dem berechtigter Weise Forderungen wegen Nichterfüllens des Vertrages gegenüber dem Vertragspartner bis zur endgültigen Klärung zurückgehalten werden“, heißt es.

„Stadträte spielen mit dem Feuer“

Wörtlich sagte Benndorf, dass diejenigen Stadträte, die ihm hinter seinem Rücken Vorwürfe machten, „mit dem Feuer spielen, dass es kein Stadtfest gibt.“ Noch habe er nicht entschieden, ob er unter diesen Vorzeichen das Fest überhaupt noch ausrichtet. Er sei aber bereit, sich zurückzuziehen, denn der Vertrag mit der Stadt sei erst gültig, wenn seine Unterschrift darunter steht. Und dies sei noch lange nicht der Fall.

Eine wichtige Voraussetzung für die Ausrichtung sei die Beteiligung der Vereine, sagte Benndorf. Während der Ausschusssitzung kündigte er an, sämtliche 80 Meuselwitzer Vereine zu einem Treffen einzuladen, auf dem er deren Beteiligung am Fest ausloten und zusätzlich herausfinden wolle, was die Bürger vom Stadtfest erwarten. Möglich sei, dass er ganze Verantwortlichkeiten an Vereine vergebe, um die Last auf breitere Schultern zu verteilen, weil die finanzielle Lage schwierig sei.

Zeltanbieter soll wechseln

Das aber hatte der Veranstalter schon in den vergangenen Jahren vor und stieß dabei auf Schwierigleiten, auch weil viele Vereine das finanzielle Risiko bei den zu entrichtenden Standgebühren scheuen oder einfach niemanden haben, der beim Fest seine Freizeit opfern möchte.

Benndorf kündigte an, entgegen der Ausschreibung beim Zeltaufbau nicht die vorhandenen Bodenanker zu nutzen, weil man sich damit auf einen Zeltanbieter festlegen würde. Diese Firma wolle man allerdings nicht mehr als Partner haben, sagte er. Wichtig sei allein die Erfüllung der Standsicherheit, die in jedem Fall gewährleistet werde. Auf einzelne Programmpunkte, wie beispielsweise ein Feuerwerk oder Musikgruppen, wollte sich der Veranstalter auf eine Anfrage im Ausschuss nicht festlegen. Das sei zu früh.

Von Jens Rosenkranz

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