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Altenburg Vereinsheim Fuchsbaude wächst in Ehrenhain
Region Altenburg Vereinsheim Fuchsbaude wächst in Ehrenhain
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05:13 11.07.2019
Am neuen Fuchs werden derzeit schon die Grundmauern hochgezogen. Für die nächsten Gewerke sind die Ausschreibungen schon gestartet. Quelle: Mario Jahn
Ehrenhain

Großartig Zeit zum Nachtrauern wurde den Ehrenhainern für ihre alte Fuchsbaude direkt neben dem dortigen Waldspielplatz nicht gegeben. Nachdem das Vereinsheim Anfang April komplett weggerissen worden war, begann quasi umgehend der lange geplante Neubau. Mit Kosten von rund 1,8 Millionen Euro ist dies aktuell das mit Abstand größte Neubauvorhaben der Gemeinde und sogar im gesamten Landkreis. Reichlich ein Drittel der Baukosten trägt die Gemeinde Nobitz selber. Die verbleibende Summe kommt aus mehreren Fördertöpfen.

Grundmauern wachsen empor

Derzeit wird am neuen Fuchs die Bodenplatte gegossen – bis August sollen dann schon die Grundmauern hochgezogen sein. Schon zu Baubeginn habe es eine Überraschung gegeben, informierte der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD): „Unter der alten Bodenplatte des Vorgängerbaus fand sich ein Brunnen, der in Vergessenheit geraten war.“ Mittlerweile hat man recherchiert und ist schlauer: „Er diente einst zur Versorgung aller Häuser , die hier im Umfeld des Sportplatzes neu entstanden sind. Aber dann reichte die Kapazität nicht mehr aus und er wurde durch eine neu gebaute Wasserleitung ersetzt und stillgelegt“, so Läbe. Ungenutzt soll der nun wiederentdeckte Wasserspender nicht wieder verschwinden. „Wir wollen ihn zur Bewässerung des Waldsportplatzes nutzen. Bislang haben wir dafür Wasser aus der Leitung nutzen müssen, was immense Kosten erzeugte“, so das Gemeindeoberhaupt.

Brunnen gefunden

Großartige Umplanungen erforderte der unerwartete Brunnenfund nicht. „Künftig wird er sich unter einer Umkleidekabine befinden. Wir haben zusätzlich nur eine Zisterne aufgenommen, die mit dem Wasser des mittlerweile wieder angeschlossenen Brunnens sowie dem Dachflächenwasser gespeist werden soll“, erklärt Bauamtsleiterin Anja Bräuninger.

Dass der gesetzte Zeitrahmen reichlich eng gestrickt ist, davon kann die Expertin fast ein Lied singen. Immerhin soll der neue Fuchs bereits im Spätsommer 2020 eingeweiht werden – pünktlich zur 850-Jahr-Feier des 800-Einwohner-Ortes. „Aber bislang verlaufen die Arbeiten reibungslos und eigentlich unspektakulär. Die tätigen Firmen liefern auch gute Arbeit ab. Und notwendige Nachträge kostenseitig gab es nicht. Was für uns ja eigentlich sehr gut ist.“

Einzig bei der für Bauvorhaben in solchen Größenordnungen vorgeschriebenen Sicherheits- und Gesundheitskoordination musste die Gemeinde zügig nachbessern. Dafür hatte eine Firma aus Leipzig den Zuschlag erhalten, der ihr mittlerweile wieder entzogen wurde, weil das Unternehmen unzuverlässig arbeitete und kaum erreichbar war. Dafür ist mittlerweile eine neue Firma aus Gößnitz gefunden worden, die diese Aufgaben nun zuverlässig übernimmt. „Und mit den Fördermittelstellen ist dieses Verfahren abgesprochen und abgestimmt“, betonte Gemeindeoberhaupt Läbe.

Nächste Ausschreibungen laufen

Mittlerweile sind die Bauarbeiter dabei, auf der fertig gestellten Bodenplatte die Grundmauern hochzuziehen. Auch die zweite Ausschreibungsrunde ist bereits gelaufen. Gesucht wurden dafür Unternehmen, die Aufträge im Trockenbau, Elektrik sowie Heizung, Lüftung und Sanitär übernehmen würden. „Allerdings hatten wir bei Heizung, Lüftung, Sanitär auf die erste Ausschreibung nicht einen Bewerber, sodass wir neu ausschreiben mussten“, erklärt die Bauamtsleiterin. In Gefahr komme die Zeitschiene deshalb aber noch nicht. Denn ohnehin ist eine Vergabe erst für den August geplant.

Alles in allem klopft Anja Bräuninger dreimal auf Holz: „Überraschungen kann es bei einem Projekt in diesen Dimensionen immer wieder geben.“

Alle Vereine, die den neuen Fuchs künftig nutzen sollen, werden schon beim Bau mit ins Boot geholt. „Wir haben regelmäßig Bauberatungen, bei denen sie mit involviert sind und ihre Vorschläge machen können“, betont Bräuninger. Auch beim nächsten Termin ist deren Meinung gefragt, wenn es schon um ganz praktische Sachen geht. „Dann soll es sich darum drehen, aus welchen Materialien wir Böden und Fensterbretter machen“, so die Expertin.

Von Jörg Wolf

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