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Altenburg Vermisstes Känguru ist wieder da
Region Altenburg Vermisstes Känguru ist wieder da
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16:58 17.07.2018
Die beiden Kängurus sind inzwischen wieder in ihrem Wintersdorfer Zuhause vereint. Quelle: privat
Altenburg

Das seit Anfang Juli vermisste Känguru ist wieder da. Das Tier war in der Nacht vom 3. zum 4. Juli von seiner Weide in Wintersdorf ausgebüxt, nachdem Unbekannte zuvor den Weidezaun durchschnitten hatten. Danach wurde es im Landkreis Leipzig gesichtet – und auch gefilmt.

Am Dienstag nun wurde das Tier oberhalb von Ramsdorf bei Regis-Breitingen erneut gesichtet. „Am Vormittag wurde ich von Anwohnern informiert, die das Tier gesehen hatten. Ich bin dann sofort losgefahren“, berichtet der Besitzer des Tieres, Marco Haugk.

Nachdem in den vergangenen Tagen gleich mehrere Versuche gescheitert waren, das Tier wieder einzufangen, lief diesmal alles glatt. „Die Polizei war mit drei Einsatzwagen und mehreren Beamten vor Ort. Wir konnten das Tier dann in einem auf beiden Seiten begrenzten Weg ins Netz treiben“, schildert Haugk die erfolgreiche Hatz.

Tier hat Zeit offensichtlich unverletzt überstanden

Inzwischen hoppelt das exotische Tier bereits wieder über seine angestammte Fläche in Wintersdorf. Rein äußerlich scheint die mehr als einwöchige Odyssee dem Weibchen nicht allzu sehr zugesetzt zu haben. „Es verhält sich ruhig, hat keine offensichtlichen Verletzungen“, so Marco Haugk. Lediglich das im Beutel befindliche Jungtier habe sich noch nicht blicken lassen. Er sei aber guter Dinge, dass es auch ihm gut gehe.

Das in Wintersdorf vermisste Känguru konnte am Dienstag eingefangen werden. Zuvor war es mehrfach, wie hier bei Ramsdorf, gesichtet worden. Quelle: Screenshot/Video: Alexander Wolf

Ausreichend Nahrung dürften Mutter und Junges, die zur Gattung der Wallabys gehören, in der thüringisch-sächsischen Grenzregion auf jeden Fall gefunden haben. „Generell sind die Tiere auch sehr gut an unser Klima angepasst, können auch höhere Minustemperaturen gut aushalten“, weiß der erfahrene Tierhalten, dessen Gehege auch vom Veterinäramt ohne Beanstandung geblieben seien.

Nach den Tagen des Bangens zeigt sich Marco Haugk nun umso erleichterter. „Ich möchte sowohl den Beamten als auch allen Hinweisgebern, die bei der Suche geholfen haben, ausdrücklich danken“, teilt er mit. Nun soll sich das Tier erst einmal von den Strapazen in Ruhe erholen können.

Von Bastian Fischer

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