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Altenburg Wegen Trockenheit: Landratsamt untersagt Wasserentnahme im Altenburger Land
Region Altenburg Wegen Trockenheit: Landratsamt untersagt Wasserentnahme im Altenburger Land
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10:34 11.07.2019
Viele Gewässer im Altenburger Land – wie hier die Vorbecken der Talsperre Windischleuba – haben derzeit mit Trockenheit zu kämpfen. Quelle: privat
Altenburg

Kühlere Temperaturen, aber immer noch kein Regen in Sicht: Auch das Altenburger Land wartet seit Wochen auf den dringend benötigten Niederschlag. Die Situation ruft nun auch das Landratsamt auf den Plan. Am Donnerstag hat die Kreisverwaltung eine Allgemeinverfügung erlassen: Ab sofort ist die Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen der Region offiziell untersagt. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Landratsamt wegen der ungewöhnlichen Trockenheit diesen Schritt gehen müssen.

Behörde: „Wasserstände besorgniserregend niedrig“

Konkret darf somit kein kühlendes Nass mehr mittels Pumpvorrichtungen aus oberirdischen Gewässern entnommen werden. Ausgenommen von der Verfügung ist das Tränken von Vieh. „Grund für den Erlass ist die langanhaltende außerordentliche Trockenheit im Altenburger Land“, erklärt Birgit Seiler, Leiterin des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz. Die Zustände der hiesigen Gewässer seien kritisch und machten ein entsprechendes Verbot unumgänglich, um die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden zu bewahren. „Das Defizit des Wasserhaushaltes aus dem Jahr 2018 ist noch nicht ausgeglichen und weiterhin fehlt es an Niederschlägen. Die Wasserstände sind besorgniserregend niedrig“, führt Seiler weiter aus.

Verbot zunächst bis Mitte September, Bußgelder drohen

Die Allgemeinverfügung wird auch wegen der aktuellen Wetterprognosen, die keine Phase mit umfangreichen, flächendeckenden Niederschlägen erwarten lassen, zunächst bis zum 15. September beschränkt. Sollte der Regen auch darüber hinaus weiter auf sich warten lassen, ist laut Landratsamt vorgesehen, das Verbot zu verlängern. Wer gegen die Allgemeinverfügung verstößt begehe eine Ordnungswidrigkeit, betont die Behörde ausdrücklich. Im Einzelfall könne diese mit einem Bußgeld bis zu 50 000 Euro geahndet werden.

Von OVZ

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