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Altenburg Weiterbildung für die Kitas: Kinder ticken heute anders
Region Altenburg Weiterbildung für die Kitas: Kinder ticken heute anders
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05:54 01.04.2019
In der Kita in Lehndorf haben die Kleinen viel Platz zum Toben und Spielen. Quelle: Jörg Reuter
Lehndorf

Auch wenn die Bäume noch kein sattes Grün tragen und der aufkeimende Frühling noch manchen Dämpfer erhält, für die Mädchen und Jungen im Kindergarten „Wirbelwind“ in Lehndorf ist Toben an der frischen Luft das Schönste. Während die Kleinen draußen ausgelassen tollen, findet die Leiterin der Einrichtung, Hiltrud Kronfeldt, Zeit das Haus zu zeigen und ein wenig über das Siegel Qualitäts-Kita zu sprechen, mit dem sich der Kindergarten ab dem kommenden Jahr schmücken möchte.

„Dafür nehmen unsere Qualitätsbeauftragte Simone Bicking und ich 18 Monate lang an Lehrgängen teil“, sagt Kronfeldt auf der Treppe zum oberen Geschoss. Dort angekommen, öffnet sie die Tür zu einem großen Gruppenraum. „Der Schallschutz hier ist die jüngste Verbesserung bei uns. Der sieht nicht nur toll aus, er funktioniert auch hervorragend“, erzählt die Kitaleiterin. Vor ihr auf dem Tisch mitten im Raum liegen Bastelmaterialien, mit denen sich die Kinder gerade noch beschäftigt haben. Augenscheinlich pausieren die Mädchen und Jungen nur, denn vor jedem der kleinen Stühle rund um den niedrigen Tisch liegen unfertige Basteleien.

Der neue Weg: Kinder bestimmen, was sie wollen

„Die Kinder haben bestimmt entschieden, wir gehen jetzt raus zum Spielen“, sagt Hiltrud Kronfeldt beim Schießen der Tür. Auf dem Gang erzählt sie, das sei seit einigen Jahren die bevorzugte pädagogische Methode. Die Kinder sollen möglichst viel selbst entscheiden. „Die Mädchen und Jungen bestimmen für sich, wann sie in den Waschraum gehen, was und wie viel sie essen wollen oder ob sie spielen, lernen oder lieber draußen toben wollen. Natürlich alles im gewissen Rahmen und unter Regeln, die eingehalten werden müssen“, erläutert die Leiterin auf dem Weg in ihr Büro.

Hiltrud Kronfeldt gibt zu, dass sie anfangs auch kritisch war. „Doch ich muss inzwischen sagen, das ist wirklich nicht schlecht. Die Kinder entwickeln sich sehr gut, wissen genau, was sie zu machen haben und was nicht.“ Die Erziehungsmethoden müssten eben mit der Zeit gehen, sich verändern und anpassen. „Weil die Kinder und Eltern von heute nicht mehr so sind wie vor zehn Jahren“, findet Kronfeldt. Um so wichtiger sei es, im Team ständig die Arbeit zu reflektieren und zu verbessern. Und darum geht es letztlich bei der Zertifizierung zur Qualitäts-Kita.

Die Nebenwirkung: Das Team wächst zusammen

„Wir haben schon jetzt eine hohe Qualität. Und das wollen weiter nach außen tragen“, begründet die Kita-Chefin, warum sie an den Kursen im Landratsamt teilnimmt. Seit November laufen die sogenannten QuiK-Lehrgänge. Das QuiK-Programm wurde im Rahmen einer Nationalen Qualitätsinitiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickelt. An den Kursen nehmen momentan Vertreter aus acht Kindergärten des Kreises teil. Die Weiterbildungen umfassen unter anderem Verfahren, Methoden und Arbeitstechniken zur Durchführung der Qualitätsentwicklung im und mit dem Team. „Für das Zertifikat müssen wir dann zwei von 20 Qualitätsmerkmalen erfüllen“, erklärt Kronfeldt in ihrem Zimmer, das genauso freundlich wirkt wie die gesamte Einrichtung.

Die vermittelten Inhalte seien aber nur ein Aspekt. Der andere, der möglicherweise wichtigste, ist die anschließende Diskussion in den Teamberatungen. Dadurch würden sich die Kollegen intensiv mit ihrer Arbeit auseinandersetzen, ganz bewusst die Routinen hinterfragen und auch mal wieder zur aktuellen Fachliteratur greifen. „Dadurch, dass wir uns so mit unserer Tätigkeit beschäftigen, verbessert sich nicht nur automatisch die Qualität, sondern das wirkt auch teambildend“, sagt die Chefin mit Blick auf die zwölf Erzieherinnen, die derzeit in zwei Häusern – die Einrichtung in Podelwitz gehört dazu – 80 Mädchen und Jungen betreuen.

Von Jörg Reuter

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