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Altenburg Wieder freie Fahrt zwischen Bünauroda und Lucka
Region Altenburg Wieder freie Fahrt zwischen Bünauroda und Lucka
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18:00 17.07.2018
Die Straße zwischen Bünauroda und Lucka ist wieder für den Verkehr frei. Die ehemalige Brücke ist abgerissen und ein Damm aufgeschüttet worden. Quelle: Mario Jahn
Bünauroda

Verkehrsentspannung im Norden des Landkreises: Bereits seit gut anderthalb Wochen rollt der Verkehr wieder reibungslos zwischen Bünauroda und dem Abzweig gen Lucka. Damit wurde das Projekt nach über sechs Monaten Bauzeit inzwischen zum Ende gebracht.

Verzögerung wegen Lieferengpässen

Allerdings auch gut eine Woche später als ursprünglich geplant, wie Ulrich Wenzlaff, Leiter des zuständigen Straßenbauamts Ostthüringen, zugibt. Grund für den Verzug seien nicht rechtzeitig auf die Baustelle gelieferte Teile gewesen. Allerdings, so betont der Amtsleiter, gebe es „gegenwärtig in vielen Bereichen der Bauwirtschaft Lieferengpässe“.

Unbeeinflusst davon bleiben indes die Kosten für die Maßnahme: Rund 564 000 Euro fallen für die Arbeiten an, bilanziert Wenzlaff – komplett getragen vom Land Thüringen. Da die Bauzeitverlängerung lediglich durch Lieferverzögerung zustande gekommen sei, seien keine Mehrkosten entstanden, betont er.

Damm statt Brücke

Im Zuge der Arbeiten wurde die alte Brücke, unter der einst das Anschlussgleis der Guss Meuselwitz zum Bahnhof der Schnauderstadt verlief, abgebrochen. Um die Wasserableitung zu erhalten und den inzwischen in dem Areal heimischen Tieren weiter die Querung zu ermöglichen, wurde ein Durchlassbauwerk aus Beton errichtet, umreißt Wenzlaff den Umfang der Maßnahme. Mit dem Abbruchmaterial sei anstelle des Bauwerks auf einer Länge von gut 80 Metern ein Damm errichtet worden, auf dem die neue, sieben Meter breite Fahrbahn verläuft.

Frust bei Anwohnern

Die Bauarbeiten hatten insbesondere im nahen Bünauroda jedoch auch für reichlich Frust gesorgt. Zwar führte die ausgeschilderte, offizielle Umleitung über Meuselwitz und Mumsdorf, viele Kraft- und auch Lkw-Fahrer nutzten jedoch stattdessen den kürzeren Weg durch das Dorf. Anwohner sorgten sich dabei nicht nur um den Zustand der ohnehin reichlich betagten – und vor allem sehr engen – Ortsstraße, sondern insbesondere um die Sicherheit der örtlichen Schulkinder (OVZ berichtete).

Behörden reagieren

Nach entsprechenden Berichten und lauter Kritik der Anwohner nahm man sich auch beim Landratsamt der Sache an. Man habe mit der Polizei und der Verkehrsbehörde des Landratsamts mehrere Begehungen durchgeführt, teilt Sprecher Tom Kleinfeld mit. Im Ergebnis seien Tonnage-Begrenzungen ausgeschildert und der Schulweg für die Kinder in Richtung Falkenhain mit Warntafeln und Blinkern gesichert worden. „Wir danken allen Einwohnerinnen und Einwohnern für Ihr Verständnis, die Zusammenarbeit und die sachdienlichen Hinweise“, zeigt sich Kleinfeld zufrieden.

Pestalozzistraße mit Verzögerung

Während der Verkehr auf der Landesstraße wieder rollt, müssen sich die Anwohner der Luckaer Pestalozzistraße noch gedulden. Seit Anfang der Woche tut sich auf der dortigen Baustelle erst einmal nichts mehr.

Grund sind Betriebsferien der Baufirma, wie Bauamtsmitarbeiter Gerd Eichhorn auf Nachfrage mitteilt. Zwei Wochen sollen die Arbeiten auf der Baustelle ruhen. „Ab Ende Juli wird dann noch etwa drei Wochen gebaut, bis zum 17. August dürfte die Straße dann endgültig fertig werden“, umreißt Eichhorn den neuen zeitlichen Rahmen.

Somit verlängert sich die Gesamtbauzeit des Projekts um beinahe zwei weitere Monate. „Damit bewegt sich die Firma allerdings noch im Rahmen der Ausschreibung“, betont Eichhorn. Mehrkosten seien durch die Verzögerung nicht zu erwarten, die angesetzten 175 000 Euro, die die Stadt aus eigener Tasche stemmt, seien als Festbetrag ausgehandelt worden. „Mit einem Nachtrag rechnen wir nicht“, bleibt er entspannt.

Die Einschränkungen für die Anwohner halten sich laut Eichhorn trotz der Verzögerung in Grenzen. So ist die Pestalozzistraße bereits aus Richtung der Friedrich-Ebert-Straße befahrbar. „Der tragende Untergrund ist bereits aufgebracht, sowohl Leuwo-Wohnblock als auch der Pflegedienst sind ohne Probleme erreichbar.“ Die Asphaltbeschichtung soll zügig folgen. In Richtung des Bischofswegs seien nun noch 15 Meter Straße zu bauen, sowie Trink- und Schmutzwasseranschlüsse zu verlegen.

Von Bastian Fischer

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