Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Zentrale Kläranlage fürs Zentrum von Langenleuba-Niederhain geplant
Region Altenburg Zentrale Kläranlage fürs Zentrum von Langenleuba-Niederhain geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:12 28.01.2019
Auf der Wiese vor dem halben Schloss soll die zentrale Kläranlage für Niederhain installiert werden. Quelle: Jörg Reuter
Langenleuba-Niederhain

Mitte der 60er-Jahre bekam Niederhain eine nagelneue Schule. Kaum drückten dort die ersten Kinder die Schulbank, wurden in direkter Nachbarschaft Neubaublöcke errichtet. Die ersten zwei wurden 1970 bezogen, die andern dann bis 1975. Genau so alt sind auch die vier Klärgruben, in die seitdem Schüler und Mieter ihre Abwässer entsorgen. Deswegen gibt es in der Kommune schon seit Jahren die Forderung nach einer Modernisierung. Und das sollte bestenfalls durch den Bau einer zentralen Kläranlage geschehen, so die Vorstellungen in Niederhain.

ZAL wird sein erstes Kompaktklärwerk installieren

Mit der Aufnahme des Projektes einer zentralen Kläranlage in den Haushalt des Zweckverbandes Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) ist das Vorhaben nun ein ganzes Stück vorangekommen. Alles klar also? „Gute Frage“, antwortet ZAL-Werkleiter Lars Merten. Denn momentan mangelt es noch an der Planung und an Fördermitteln. Im Frühjahr, hofft Merten, bekommt er die Genehmigungsplanung auf den Tisch, weshalb die Maßnahme mit 550 000 Euro im ZAL-Etat steht. Von der Gesamtsumme soll der Freistaat 250 000 Euro über Fördermittel tragen. „Um diese zu beantragen, brauchen wir erst die Genehmigungsplanung und anschließend das technische Okay von der zuständigen Landesbehörde“, beschreibt Merten den Stand der Dinge.

Einen verlässlichen Zeitplan könne er auch deswegen nicht vorlegen, weil wegen des Baubooms die Planungsbüros am Limit arbeiten. Doch auch ohne ausgearbeitete Details steht fest, was letztlich installiert werden soll. Und zwar eine zentrale Klärung der Abwässer des Ortskerns. Für rund 500 Einwohner werde die Abwasserentsorgung konzipiert. „Dafür werden wir zum ersten Mal ein Kompaktklärwerk einrichten“, kündigt Merten an. Die vorgefertigte Anlage soll dann im Erdreich unter der Wiese neben dem halben Schloss installiert werden. Auf jener Seite, wo – der Sage nach – die Schlosshälfte abgerissen wurde, um darunter nach einem Schatz zu suchen.

Sanierung der Hauptstraße: Dritter Bauabschnitt noch in diesem Jahr

Die eigentliche Bauzeit schätzt Merten alles in allem auf rund ein Jahr. Danach werden die Grundstücke an der Haupt-, Garten-, Bahnhof- und Karl-Marx-Straße angeschlossen. An sich war geplant, dass zuerst die Kanalisation in der Hauptstraße eingebaut und dann die Kläranlage errichtet wird, damit diese sofort genutzt wird. „Aber weil wir schon rund fünf Jahre an der Abwasserleitung für die Hauptstraße planen, doch die Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Ostthüringen aus verschiedenen Gründen immer wieder verschoben wurde, haben wir dem Wunsch der Niederhainer entsprochen und gesagt, wir fangen jetzt an“, so Merten auch mit Blick auf die anvisierten Fördermittel.

Für das Abwassernetz in der Hauptstraße gibt es derweil keinen Zuschuss aus Erfurt. Die 620 000 Euro muss der Zweckverband selbst finanzieren, was er laut Etat 2019 auch tut. Weiter 70 000 Euro für die Abwasserleitung kommen vom Straßenbaulastträger für die Fahrbahn-Entwässerung. Bürgermeister Karsten Helbig (SPD) geht davon aus, dass in diesem Jahr der dritte Bauabschnitt bei der Sanierung der Hauptstraße verwirklicht wird. „Von der Landesgrenze bis zu Kleinen Seite ist die Straße ja schon fertig. Innerorts haben wir inzwischen Baufreiheit geschaffen, ein Haus wurde abgerissen und Bäume gefällt“, so Helbig, der als Gemeindechef über den Gehweg an der Maßnahme beteiligt ist, zur OVZ.

Kein Abschalttermin für alte Klärgruben

Nach dem Anschluss der Hauptstraße an das neue Klärwerk steht der Anschluss der Gartenstraße im Plan. Erst dann können die bis zu 54 Jahre alten Klärgruben, die technisch gesehen nur Absetzgruben sind und an denen die Schule und die Wohnblöcke hängen, außer Dienst gehen. Wann das genau sein wird, vermag momentan niemand zu sagen „Klar: Die Gruben sind etwas in die Jahre gekommen und technologisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Aber es auch nicht so, dass sie drohen, zusammenzubrechen“, betont Helbig, der als Bürgermeister für einen Teil Verantwortung trägt, weil der Gemeinde zwei der Wohnblöcke gehören.

Von Jörg Reuter

Was vor zehn Jahren als wortwörtliche Schnapsidee begann, hat sich längst zur kunterbunten Institution im Altenburger Veranstaltungskalender gemausert: Der Weiberfasching von Motor Altenburg. Am Sonnabend war es wieder soweit.

27.01.2019

In der Altenburger Destille wurde am Freitagabend gereizt und gestochen. Zum zweiten Mal hatte der RB-Leipzig-Fanclub Skatstadtbullen zum Skatturnier eingeladen – und 140 Teilnehmer kamen.

27.01.2019

Die 16. Rammlerschau fand am Freitag und Sonnabend in Gerstenberg statt. 48 Aussteller zeigten 220 Tiere aus 54 Rassen. Am Rande konnten Besucher und Züchter bei Kaffee und Kuchen fachsimpeln.

27.01.2019