Zufahrt zur Altenburger Innenstadt: Schmöllnsche Vorstadt zweimal gesperrt
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Zufahrt zur Altenburger Innenstadt: Schmöllnsche Vorstadt zweimal gesperrt

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09:40 20.07.2021
Die Schmöllnsche Vorstadt und damit eine wichtige Zufahrt zur Altenburger Innenstadt ist derzeit wegen Kanalarbeiten halbseitig gesperrt.
Die Schmöllnsche Vorstadt und damit eine wichtige Zufahrt zur Altenburger Innenstadt ist derzeit wegen Kanalarbeiten halbseitig gesperrt. Quelle: Mario Jahn
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Kaum war klar, dass die Schmöllnsche Vorstadt erst 2022 saniert wird, standen Warnbaken. Nur wenige Tage später kamen Absperrschilder auf der wichtigen Zufahrt zu Altenburgs Innenstadt hinzu. Schließlich rückten Bagger und Bauarbeiter an. Seit Anfang der Vorwoche ist die Straße halbseitig gesperrt, was Fragen aufwirft: Wird sie nun also doch noch dieses Jahr saniert? Oder wird sie gar zweimal aufgerissen?

Die Antworten darauf lauten: nein und ja. Nein, weil die Schmöllnsche Vorstadt laut Stadt wegen fehlender Fördergelder nicht mehr – wie geplant – bis Jahresende umgestaltet wird. Ja, weil sie jetzt und 2022 wieder angefasst werden muss. Dahinter steckt aber kein Schildbürgerstreich, sondern guter Wille. Wie Rathaussprecher Christian Bettels auf Nachfrage mitteilte, seien die in der Straße liegenden Leitungen vom Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb vor dem Umbau routinemäßig auf Schäden geprüft worden, um diese bei Bedarf im Zuge der geplanten Baumaßnahmen gleich mit zu erledigen.

Durch kaputten Kanal droht Havarie

„Dabei hat sich herausgestellt, dass eine Reparatur des Abwasserkanals nötig ist“, sagte Bettels. Diese sei der Grund für die momentane halbseitige Sperrung. Durch diese kann der Verkehr nur stadtauswärts fließen. Richtung Innenstadt müssen Autofahrer noch bis Ende der Woche über Brauhaus-, August-Bebel- und Teichstraße ausweichen. Der kaputte Kanal dulde keinen Aufschub, sonst riskiere man eine Havarie, erklärte der Pressesprecher, warum die Straße zweimal aufgemacht werden muss: „Dafür ist Abwasser dann beim Umbau aber kein Thema mehr.“

Bei der Neugestaltung wird das ausgefahrene Pflaster der Schmöllnschen Vorstadt auf 108 Metern binnen drei bis vier Monaten nicht nur durch Asphalt ersetzt, sondern auch der Bushalt verlegt. Zudem gibt es mehr Parkplätze und breitere Gehwege. Angesichts steigender Baupreise ist derzeit von einer weiteren Zunahme der bei einer knappen halben Millionen Euro liegenden Kosten auszugehen. Bei der ersten Planung vor drei Jahren war es noch 330 000 Euro.

Von Thomas Haegeler