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Altenburg Zwei E-Autos rollen jetzt für LVZ Logistik durchs Altenburger Land
Region Altenburg Zwei E-Autos rollen jetzt für LVZ Logistik durchs Altenburger Land
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10:00 19.09.2017
Felix Becher (3.v.l.), Citroën-Geschäftskundenbetreuer für den Bereich Leipzig, übergab die Schlüssel für zwei neue E-Autos an Wolfgang Vorhof, Geschäftsführer der Zeitungs-Vertriebs-GmbH (4.v.l.). Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Dieselskandal, Feinstaubbelastung, Klimaschutz: Große Probleme, die nicht nur von der Bundespolitik debattiert werden, sondern auch das Altenburger Land nicht kalt lassen. Lösungen wollen gefunden, Alternativen aufgezeigt werden.

Welche Wege man hier künftig gehen kann, wird seit Montag bei der LVZ Logistik in Kooperation mit der Zeitungs-Vertriebs-GmbH getestet, die sich unter anderem um die Zustellung der Osterländer Volkszeitung und der LVZ Post kümmert. Zwei nagelneue Citroën-Berlingo-Lieferwagen rollen künftig über die Straßen des Altenburger Landes – und sollen wichtige Erkenntnisse liefern.

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„Wir wollen für die Zukunft gewappnet sein“, erklärt Klaus-Peter Müller, Abteilungsleiter Transport und Disposition, den Hintergrund des Vorhabens. Gerade im Logistiksektor werde E-Mobilität immer intensiver diskutiert. Effiziente Lösungen und Einsatzmöglichkeiten müssten her. Mit der PSA Gruppe, zu der Citroën gehört, sei ein passender Partner gefunden worden.

In den kommenden Monaten soll nun ganz genau hingeschaut werden. Denn die Fahrzeuge sind nicht nur mit einem Elektromotor ausgestattet, sondern auch randvoll mit Messtechnik. Neben Daten zu Reichweite und Fahrverhalten sollen Erkenntnisse zu Ladungsoptimierung sowie zum Einfluss von Topographie und Witterung gewonnen werden. „Wir wollen nachvollziehen, wie sich die Wagen im Alltagsgebrauch schlagen“, so Müller. Auch die Tourenplanung könne so noch effizienter gestaltet werden.

Eingebunden ist das Vorhaben in das auf insgesamt drei Jahre angelegte Projekt „Smart Distribution Logistik“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Dabei wird nach Wegen gesucht, Elektrofahrzeuge in der Medienlogistik möglichst ab dem ersten Jahr wirtschaftlich einzusetzen. Auch Forscher der Hochschulen in Erfurt und Jena sind beteiligt.

Zunächst bis zum kommenden Frühjahr sollen die E-Lieferwagen durchs Altenburger Land rollen. „Dann wird ausgewertet und über das weitere Vorgehen entschieden.“ Mittelfristig, so Müller, könnte die Flotte auf 10 bis 20 Fahrzeuge erweitert werden – die nötige Infrastruktur zum Laden soll dann parallel mitwachsen. Derzeit werden die Akkus noch über Nacht auf dem Firmengelände mit frischer Energie versorgt.

Von Bastian Fischer