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Bad Düben 2,8 Millionen Euro für Kasernenabbruch in Bad Düben
Region Bad Düben 2,8 Millionen Euro für Kasernenabbruch in Bad Düben
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10:33 21.08.2018
Innenstaatssekretär Günther Schneider (Mitte) übergibt der Bürgermeisterin von Bad Düben, Astrid Münster, einen Fördermittelbescheid aus dem Landesbrachenprogramm in Höhe von rund 2,8 Millionen.
Innenstaatssekretär Günther Schneider (Mitte) übergibt der Bürgermeisterin von Bad Düben, Astrid Münster, einen Fördermittelbescheid aus dem Landesbrachenprogramm in Höhe von rund 2,8 Millionen. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Bad Düben

Nun kann es losgehen: Sachsens Innenstaatssekretär Günther Schneider hat am späten Mittwochnachmittag Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) einen Fördermittelbescheid aus dem Landesbrachenprogramm in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro übergeben. Mit dieser Finanzhilfe sollen leerstehende Gebäude auf Teilen des Geländes der ehemaligen NVA-Unteroffiziersschule „Harry Kuhn“ in der Durchwehnaer Straße abgebrochen werden.

Die ehemalige NVA-Kaserne

1974 entstand die Unteroffiziersschule VIII Bad Düben als militärtechnische Schule der NVA. Später wurde diese in Militärtechnische Schule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung „Harry Kuhn“ umbenannt, in der bis 1990 halbjährlich bis zu 2000 Soldaten ausgebildet wurden. Seit 1992 wird ein Großteil der ehemaligen NVA-Liegenschaft von der Bundespolizei nachgenutzt. Die im Südwesten an das Bundespolizeigelände angrenzenden, sich mittlerweile im kommunalem Eigentum befindenden leer- stehenden Gebäude können nun abgebrochen werden.

„Insgesamt wird ein Areal von 4,3 Hektar von nicht mehr genutzten und mittlerweile verfallenen Gebäuden befreit, die früher als Unterbringungs- und Versorgungsgebäude der NVA-Unteroffiziersschule dienten. Mit unserem Landesbrachenprogramm haben wir die Möglichkeit, Brachflächen und bauliche Schandflecken im Freistaat Sachsen zu beseitigen“, sagte Schneider.

Der anhaltende Eingang von Anträgen insbesondere aus dem ländlichen Raum belege, dass das Landesbrachenprogramm ein Erfolgsmodell sei und es hinsichtlich der Beräumung innerörtlicher Brachen nach wie vor einen erheblichen Förderbedarf gebe. Im Februar 2009 hat der Freistaat erstmals ein eigenes Förderprogramm ausschließlich mit Landesmitteln zur Revitalisierung von Brachflächen aufgelegt.

Von LVZ