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Bad Düben 20. Internationaler Holzskulpturen-Wettbewerb in Tornau
Region Bad Düben 20. Internationaler Holzskulpturen-Wettbewerb in Tornau
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18:56 28.07.2019
Rüdiger Noldin aus Gotha war einer der insgesamt 36 Holzkünstler, die beim 20. Internationalen Holzskulpturenwettbewerb im Heidedorf Tornau antraten. Quelle: Foto: Steffen Brost
Dübener Heide

Im Naturpark knatterten am Wochenende wieder die Kettensägen. Zum 20. Mal lud der Verein Dübener Heide und das Heidedorf Tornau zum Internationalen Holzskulpturenwettbewerb ein. 36 Künstler aus Deutschland, Polen, Dänemark, England, Österreich und der Schweiz gingen an den Start. An zwei Tagen schnitzten und sägten sie auf der großen Wiese an Weichers Mühle mit Kettensägen aus zwei bis drei Meter hohen Stämmen imposante und filigran gearbeitete Holzfiguren.

Diesmal stand der Wettbewerb, der im Jahr 2000 vom im vergangenen Jahr verstorbenen Heidemaler Wolfgang Köppe erfunden wurde, unter dem Motto „Auf den Spuren von Feen, Elfen und Waldgeistern“. „Der Geist von Wolfgang ist hier immer spürbar. Er ist dabei, wenn die Kettensägen angeworfen werden. Ohne ihn würde es diesen Höhepunkt heute nicht geben. In seinem Andenken setzen wir den Wettbewerb jedes Jahr fort. Mittlerweile ist das Spektakel eine etablierte Veranstaltung und ein Publikumsmagnet in der Dübener Heide geworden“, sagte Ortsbürgermeister Udo Reiss.

Die Dübener Heide wurde zum 20. Mal zum Schauplatz PS-starker Holzkünstler. Dabei entstanden zahlreiche, zum Teil sehr filigrane Skulpturen.

Unter den Künstlern gab es viele Bekannte, aber auch Neulinge, die zum ersten Mal den Weg ins Heidedorf gefunden haben. Einer, der an fast allen Veranstaltungen teilgenommen hat, ist Olaf Jensen aus Magdeburgerforth, einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. „Ich bin heute zum 19. Mal am Start. Das Arbeiten mit Holz ist mein Hobby und macht mir riesigen Spaß. Ich habe viele Jahre in Söllichau, also gleich um die Ecke gelebt. Deswegen komme ich immer gern hierher“, sagte Jensen. Dagegen feiern Inge und Uwe Fischer aus Hessisch-Lichtenau bei Kassel in diesem Jahr ihre Premiere in Tornau. „Wir sind erst seit sechs Jahren in der Schnitzerszene unterwegs. Das Holzbearbeiten ist unser Hobby geworden. Wir haben das mal gesehen, es ausprobiert und waren sofort begeistert“, sagte Inge Fischer. Ein Heimspiel war es dagegen für Jürgen Pisarz aus Bad Düben. Gemeinsam mit Marcus Kapke aus Rösa ließ er es wie gewohnt ruhig angehen. „Wir haben dieses Jahr Besonderes vor. Unser Kunstwerk entsteht nur mit einem einzigen Holzschnitt. Denn komplizierte Sachen machen ist einfach. Aber einfach Dinge entstehen zu lassen, ist kompliziert“, sagte Pisarz und lachte.

Traditionell sind auch dieses Jahr englische Studenten am Start. Sie sind auf Einladung der Heimvolkshochschule in Pressel des Vereins Dübener Heide zu Gast. „Vier Wochen arbeiten sie an Projekten wie der Heidekrautpflege, an Wanderwegen, sie bauen neue Rasthütten und vieles mehr“, so Vorsitzender Axel Mitzka.

Rings um die Schnitzerwiese gab es ein umfangreiches Programm für die gut 4000 Gäste. Sie konnten über einen kleinen Heidemarkt schlendern und den Sommerbiergarten besuchen. Mit Musik und dem Auftritt der Randfichten sowie der Auszeichnung der besten Holzkünstler ging der 20. Holzskulpturenwettbewerb am Sonntagabend zu Ende. Der Gewinner des Köppe-Preises wurde Felix Altenburg mit seiner Skulptur „Forest is Spirit“, den Zuschauerpreis erhielt Sonja Kremer für ihren Drachen und der Künstlerpreis ging an Bogumila Canibal aus Polen für ihren Elf.

Von Steffen Brost

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