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Bad Düben Bad Düben stöbert und singt im Advent: So schön war’s im Nikolaiviertel
Region Bad Düben Bad Düben stöbert und singt im Advent: So schön war’s im Nikolaiviertel
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08:12 08.12.2019
„Machet die Tore weit“: Die Kurrende Bad Düben stimmte in St.Nikolai auf den zweiten Advent ein Quelle: majer
Bad Düben

Manchmal sind es die leisen Momente, die einen großen Nachhall haben. So wie im Adventskonzert der Dübener Kurrende am Sonnabend in der sehr gut besuchten Stadtkirche St. Nikolai. „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ –Kurrende-Kantor Jan-Christoph Weige hatte diesem bekannten Lied einen neuen Satz spendiert –und der ging unter die Haut. Engelsgleich erklang mit den Sopranstimmen die Textmelodie, während die anderen Sänger summend begleiteten. Der Stecknadelmoment des traditionsreichen Vorweihnachtskonzerts der Kurrende: Selbst Hustenbelastete hielten in diesem Moment den Atem an.

Adventsgestöber mit Wichtelwerkstätten

Welch zauberhafte Stimmung im Dübener Nikolaiviertel am Sonnabend: Bereits am Nachmittag hatte der Adventsgestöbermarkt des Evangelischen Schulzentrums seine Pforten geöffnet. Wobei das Stöbern diesmal von einigen Sturmböen aufgewirbelt wurde. Nur gut, dass dank der schützenden Mauern von Stadtkirche und Grundschule niemand mit Glühweintasse und süßen Kräbbelchen vom Winde verweht wurde. Im Schulhaus selbst verwandelten sich die Gruppenräume in geschäftige Wichtelwerkstätten. Egal ob dekorierte Baumscheiben, gebastelte Weihnachtsbäume oder hübsch bemalte Tannenanhänger: Jeder konnte hier reichlich Weihnachtsgeschenke an den Basteltischen fertigen.

Zwei Adventskerzen als Vorahnung

Doch kurz vor 18 Uhr wurde es merklich ruhiger im lustigen Gestöber: Die nahe Stadtkirche öffnete ihre Türen für das Kurrendekonzert. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“: Es ist noch nicht Weihnachten, aber schon eine Einladung zur Besinnung darauf. Der Bethlehemstern über dem Altarraum leuchtet noch nicht, doch die beiden Kerzen auf dem Adventskranz geben schon Orientierung und eine Vorahnung, auf das, was kommt.

Pforte zur Weihnacht öffnet sich nur Handbreit

So war denn auch die Musikauswahl von Kurrende und Posaunenchor im Adventsliedersingen wunderbar abgestimmt auf die alljährliche Vorfreude. Die Liederpaarung korrespondierte sehr sinnig miteinander. Auf „Macht hoch die Tür“ folgte das fragende „Wie soll ich Dich empfangen“, auf „die Nacht ist vorgedrungen“ die drängende Bitte „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Erst zum Schluss öffnete sich denn die Pforte zur Weihnacht, wenn auch hier nur eine Handbreit: „In dulci jubilo“ statt einem voreiligen „Stille Nacht“. Das war stimmig, das passte einfach.

Wermutstropfen: Musical um ein Jahr verschoben

Das ließ denn auch über den kleinen Wermutstropfen hinwegsehen, dass es in diesem Jahr keine weitere große musikalische Bescherung der Kurrende mehr geben wird. Das für den 14. und 15. Dezember geplante Weihnachtsmusical entfällt: Kantorin Elisabeth Neumann wollte es eigentlich aufführen, bis ihr erfreulicher Familienzuwachs einen Strich durch die Planung machte. Bleibt also die Vorfreude darauf im nächsten Jahr.

Kantor Weige kann auch Humor

Dass Neumanns hervorragender „Vertreter“ Jan-Christoph Weige neben ernster geistiger Musik auch Humor kann, zeigte er zum Schluss des Konzerts. Nach dem Gemeindegesang „Sind die Lichter angezündet“ räumte Weige ein: Das Lied hätte es fast nicht ins Programm geschafft. Er selbst kannte den Evergreen kaum, in seiner Heimat bei Kassel sei das Lied weitgehend unbekannt. „Aber ja, es ist schön“, gab Kantor Weige vor einem lachenden Publikum zu. Ja, schön war’s! Adventsgestöber und Adventsliedersingen haben überzeugt: Mehr Adventsstimmung geht nicht.

Nächster Auftritt des Chors: Epiphaniaskonzert (Abendsingen zum Dreikönigstag): 11. Januar 202, 19 Uhr, Katholische Kirche Bad Düben.

Von Olaf Majer

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