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Bad Düben Afrikanische Schweinepest: Naturpark Dübener Heide mahnt zur Einhaltung der Verhaltensregeln
Region Bad Düben

Afrikanische Schweinepest: Naturpark Dübener Heide mahnt zur Einhaltung der Verhaltensregeln

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23:19 10.11.2020
Wildschweine sind Überträger der Afrikanischen Schweinepest. Quelle: dpa
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Nordsachsen/Dübener Heide

Nachdem die Afrikanische Schweinepest auch Sachsen erreicht hat, mahnt der Naturpark Dübener Heide Gäste und Bewohner, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte die Infektion eines im Landkreis Görlitz geschossenen Wildschweins bestätigt. Die sächsische Staatsregierung startete daraufhin eine Aufklärungskampagne, die auch der Naturpark Dübener Heide über seine Kommunikationskanäle und Netzwerkarbeit unterstützt. Wie der Naturpark mitteilte, sei das Ziel der Kampagne, die Bevölkerung über die Erkrankung, deren Verbreitungswege sowie konkrete Verhaltensregeln umfassend zu informieren. Die Afrikanische Schweinepest verläuft für Haus- und Wildschweine tödlich. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar, kann aber durch den Menschen weitergetragen werden, zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel oder Gegenstände.

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Proviant in wildschweinsicheren Abfallbehältern entsorgen

Bisher wurde der Erreger deutschlandweit nur in Wildschweinen nachgewiesen. Folgende Maßnahmen tragen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest bei: Speisereste an Rast- und Parkplätzen nur in wildschweinsicheren, verschließbaren Müllbehältern entsorgen oder bis zur nächsten sicheren Entsorgungsmöglichkeit mitnehmen. Den Fund von Wildschweinkadavern melden. Polizeidienststellen, Veterinärämter, Gemeindeverwaltungen, Straßen- und Autobahnmeistereien, Forstdienststellen und Jagdausübungsberechtigte nehmen Meldungen entgegen. Mobil können den zuständigen Behörden Wildschweinfunde jederzeit über die kostenfreie App „Tierfund-Kataster“ gemeldet werden. Bei Kontakt mit einem Kadaver sind Kleidung und Schuhe gründlich zu reinigen und gegebenenfalls zu desinfizieren. Das Virus überlebt bei 56 Grad Celsius 70 Minuten und bei 60 Grad Celsius 20 Minuten, was bei der Wahl des Waschprogramms entsprechend zu berücksichtigen ist.

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Appell vom Naturparkchef

„Wir bitten alle Bewohner und Gäste der Dübener Heide, den Landwirten aktiv zu helfen, indem diese Regeln eingehalten werden“, erklärte Naturparkleiter Thomas Klepel. „Eine weitere Verbreitung der Tierseuche kann durch die richtige Entsorgung des mitgebrachten Proviants verhindert werden. Wir vertrauen auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen.“

Auch das nordsächsische Landratsamt hatte bereits Anfang September, als die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland – bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen – nachgewiesen wurde, die Einwohner des Landkreises um Mithilfe bei der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung gebeten. Wanderer, Pilzsammler und Ausflügler sollten die von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Regionen möglichst meiden.

Nähere Informationen sowie weiterführende Links gibt es unter anderem unter www.naturpark-duebener-heide.de/afrikanische-Schweinepest.

Von LVZ