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Bad Düben Altes Handwerk erleben: Die Schauwerkstätten in Bad Düben
Region Bad Düben Altes Handwerk erleben: Die Schauwerkstätten in Bad Düben
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09:43 13.11.2019
Bernd Zeisler, Harald Kriegler und Hans Joachim Stelter (von links) geben einen Einblick in die Druckerei und Grafikwerkstatt. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Zu einer kleinen Premiere luden die Mitglieder des Vereins Museumsdorf Dübener Heide am Wochenende in die sanierte Ölmühle ein. Hier waren die im Mai eröffneten Schauwerkstätten erstmals in Aktion zu sehen. In sieben verschiedenen historischen Werkstätten konnte man Einblicke bekommen, wie das Handwerk einst ausgeübt wurde.

Es gab eine Schuhmacherwerkstatt, eine Seifenmacherei, eine Spinnerei, eine Druckerei mit Grafikwerkstatt und eine Holzwerkstatt. Außerdem zeigten ein Splittmacher und ein Korbflechter, wie man früher in der Dübener Heide arbeitete.

Seilerei kommt noch hinzu

Manfred Herrmann ist der Enkel des letzten Splittmachers der Dübener Heide. Quelle: Steffen Brost

„Dieser Tag ist ein wichtiger Schritt in unserer Vereinsgeschichte“, sagte Vereinsvorsitzender Werner Wartenburger. „Im Mai haben wir diese Räume übergeben bekommen und füllen sie seitdem mit viel Einsatz und Engagement mit Leben und Historie. Jetzt sind wir in der Lage, erstmals einen kleinen Einblick in die Handwerke unserer Region zu geben und sie erlebbar zu machen. Auch wenn noch nicht alles fertig ist. So soll im kommenden Jahr noch die Seilerei auf dem Dachboden eröffnen und überall sollen kleine Schautafeln das jeweilige Gewerk erklären.“ Für die Zukunft plant der Verein verschiedene Workshops und Bildungsangebote mit Schulen und anderen Einrichtungen.

Bereits gut besucht sind Vorträge, Musikabende und Lesungen in der gemütlichen Bibliothek. „Wir wollen für alle Interessen etwas anbieten. Schon jetzt sind wir mitten in den Vorbereitungen für unser Adventglühen am ersten Adventwochenende“, so Wartenberger weiter.

In ihrer Freizeit sitzt Angelika Richter oft am Spinnrad und macht aus Schafswolle Garn. Seit über 30 Jahren ist das ihr Hobby. Quelle: Steffen Brost

Liebevoll gestaltete Räume

Den ganzen Vormittag kamen nun interessierte Besucher und schauten sich in den liebevoll gestalteten Räumlichkeiten um. „Es ist sehr schön geworden. Wir haben die ganze Geschichte um den Erhalt, Teilabriss und Wiederaufbau intensiv in der Leipziger Volkszeitung verfolgt. Jetzt können wir live sehen wie es geworden ist. Es ist nicht unser letzter Besuch in den Schauwerkstätten“, versprach Gisela Schreiner aus Taucha.

In den Schauwerkstätten in der Obermühle in Bad Düben gab es nun einen Einblick in altes Handwerk.

Und wer vom vielen Schauen hungrig geworden war, der war in der Mühlenküche von Annemarie Wartenburger und Ingrid Halangk genau richtig. Denn hier wurde ein deftiger Mühlenschmaus mit Fettbemmen und anderen deftigen Leckereien angeboten.

Sanierung dauerte länger als geplant

Interessiert schaute Andrea Sachse Korbmachermeister Werner Heßler über die Schulter. Quelle: Steffen Brost

Die eigentliche Sanierung der historischen Ölmühle auf dem Areal der Obermühle dauerte deutlich länger als geplant. Vieles war marode. Die überputzte Klinkerfassade bröckelte, Dach und Gebälk waren morsch. Statt der geplanten Sanierung hieß es Abriss und dann Wiederaufbau nach Vorgaben des Denkmalschutzes.

www.museumsdorf-duebener-heide.de, Telefon 01525/738 2072

Von Steffen Brost

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