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Bad Düben Am 1. Mai öffnen Schauwerkstätten an der Dübener Obermühle
Region Bad Düben Am 1. Mai öffnen Schauwerkstätten an der Dübener Obermühle
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09:06 27.04.2019
Vereinsvorsitzender Werner Wartenburger (links) und sein Stellvertreter Klaus Morgenstern zeigen die historische Tiegeldruckmaschine, die bald in der kleinen Grafikwerkstatt und Druckerei zu sehen sein wird. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Nun ist es soweit. Am 1. Mai wird um 14.30 Uhr das große Bauvorhaben „Schauwerkstätten“ nach denkmalgerechter Sanierung der früheren Ölmühle durch die Stadt Bad Düben an den Verein Museumsdorf Dübener Heide übergeben und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gäste werden kulinarisch versorgt und können sich in den neuen Räumen über die geplanten Schauwerkstätten informieren.

Die Übergabe erfolgt am 1. Mai. Hier kann man schon mal einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Schauwerkstätten werden dann nach und nach eingerichtet.

Bereits am Eröffnungstag findet um 16 Uhr eine Buchlesung mit der Leipziger Schriftstellerin Cornelia Lotter statt. Sie liest aus ihrem Thriller „Nattertal“ vor, einem Krimi, der in der Dübener Heide spielt.

Lange Bauphase geht zu Ende

Mit der Übergabe und der ersten kulturellen Veranstaltung endet für den Verein Museumsdorf eine lange Bauphase an der historischen Mühle. „Wir sind sehr glücklich, dass es endlich soweit ist und die Öffentlichkeit schauen kann, was hier in den vergangenen zwei Jahren alles passiert ist“, freut sich Vereinsvorsitzender Werner Wartenburger auf den Eröffnungstag. Mit seinem Verein wird Wartenburger künftig die Schauwerkstätten im Komplex Obermühle Bad Düben betreiben. Für die geplanten Werkstätten sind verschiedene Nutzungen angedacht, die nach der Eröffnung nach und nach umgesetzt werden sollen.

Schon ein Blick hinter die Kulissen

Die LVZ durfte bereits vor der offiziellen Eröffnung einen Blick ins sanierte Innere werfen. Schon der Eingangsbereich mit modernen und historischen Akzenten ist ein Hingucker. Eine Glaswand trennt das Foyer. Hier wurden die historischen Fliesen aus der alten Post in der Torgauer Straße wieder verbaut. Schaukästen sollen hier an die Wände zwischen das Fachwerk kommen und die Historie der Obermühle erläutern. „Im Foyer werden in der Zukunft auch verschiedene Ausstellungen von Malern oder auch Fotografen stattfinden. Fotos von früher und heute sind da unter anderem zu sehen“, so Wartenburger weiter.

Alte Tiegeldruckmaschine soll weiter drucken

Gleich nach der Eingangstür links befindet sich die neue Grafik- und Druckwerkstatt. Hier steht bereits die alte Tiegeldruckmaschine. Sie ist funktionstüchtig und stand bereits im Hauptgebäude, wurde vor allem zu Mühlentagen und beim Adventsglühen angeworfen, um Postkarten zu bedrucken. „Das ist zum Beispiel eine Leihgabe der Familie Kriegler aus Burgkemnitz in der Dübener Heide. Auch in Zukunft soll sie hier Postkarten drucken und als Anschauungsobjekt dienen“, so Wartenburger.

Senf- und Ölmühle wird eingebaut

Im Untergeschoss rechts soll eine wasserbetriebene Senf- und Ölmühle eingebaut werden. Hier befinden sich auch noch die Reste der ehemaligen originalen Hauswand. Denn das Gebäude musste bei seiner Sanierung aufgrund massiver Mängel nahezu komplett abgerissen werden. Nur ein paar Teile der Wand mit den alten Fenstern konnten erhalten werden. Die Senf- und Ölmühle soll perspektivisch ans Wasserrad angeschlossen und dann per Wasserkraft betrieben werden. Außerdem wird in diesem Raum der alte Eisenhammer aus der Burg wieder zu sehen sein. Auch eine Schauküche befindet sich im Untergeschoss. „Hier wollen wir regelmäßig kochen, vor allem mit Kindern. Dazu erstellen wir derzeit verschiedene Bildungsangebote“, erklärt Wartenburger.

Handwerker aus der Dübener Heide präsentieren sich

Im Obergeschoss befinden sich der großzügige Vortragsraum und eine Bibliothek sowie ein Handwerkerraum. Hier sollen die verschiedensten Handwerke aus der Dübener Heide wie Korbflechter, Splittmacher, Stellmacher und Besenbinder einen Einblick in ihre Arbeit geben. Auch die alte Schuhmacherwerkstatt von Horst Littmann sowie eine Seifenwerkstatt finden hier ihren Platz.

Unter dem Dach wird auf der größten Fläche die alte Seilerwerkstatt von Holger Voigt zu sehen sein. „Zur Eröffnung werden die Räume zwar baulich fertig sein, aber die Einrichtungen werden erst im Laufe des Jahres Schritt für Schritt fertiggestellt. Parallel dazu wird bis zur Übergabe und dem bald stattfindenden Mühlentag die Außenanlage auf Vordermann gebracht“, blickt Wartenburger in die Zukunft.

Von Steffen Brost

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