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Bad Düben Antrag: Mehr Wohnraum in Bad Düben für Ältere
Region Bad Düben Antrag: Mehr Wohnraum in Bad Düben für Ältere
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11:33 17.04.2019
In Bad Düben soll es mehr altengerechtes Wohnen geben. Quelle: privat
Bad Düben

Es war wie eine Steilvorlage, die Katrin Große von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG lieferte. Die von ihr präsentierte Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zählt unter anderem Punkte wie Sicherstellung altengerechter Wohn- und Betreuungsangebote sowie alternative Wohnformen auf. Darauf zielt auch ein Antrag von SPD/Bürgerkreis ab, wonach es künftig mehr senioren-, rollstuhlgerechte und barrierefreie Wohnungen geben und der Wohnungsbestand der Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben mbH (WBG) entsprechend qualifiziert werden soll. Geschäftsführung und Aufsichtsrat sollen darauf hinwirken, dass 15 Prozent der Wohnungen als seniorengerecht, 10 Prozent als barrierefrei und 5 Prozent als rollstuhlgerecht, jeweils entsprechend gültiger DIN-Normen, bis Ende 2023 umgebaut/vorgehalten werden. Je Quartier soll eine Gemeinschaftswohnung errichtet/vorgehalten werden.

Konzepte sind gefragt

Bis Ende März erwartet der Stadtrat ein Konzept mit Finanzierungsvorschlag und Quartierplänen, ebenso ein Konzept zur Gesamtentwicklung der Quartiere einschließlich Abbau des Investitionsstaus sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Fraktions-Chef Stefan Lange begründete den Antrag mit dem hohen Altersdurchschnitt der Bewohner und der prognostizierten Altersstruktur: Letztere sei auf 66 Jahre und älter ausgerichtet, die Mieter der WBG seien im Durchschnitt über 60 Jahre alt: „Da gibt es Handlungsbedarf, um den Menschen die Chance zu geben, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen und Wegzug zu verhindern.“

Aufgabe für den neuen Stadtrat

WBG-Geschäftsführerin Bettina Czerwonatis konnte mit einigen Punkten mitgehen, sagte aber auch: „Sie können uns nicht mit einem privaten Unternehmen vergleichen“, die eben nicht mit Altschulden zu kämpfen hätten. Die WGB hat rund 620 Wohnungen im Bestand, 60 Prozent im Mehrgeschosswohnungsbau und 40 Prozent in kleineren Wohngebieten, wo schon jetzt viele Ältere leben und freiwerdende Wohnungen weitgehend barrierefrei saniert werden. Fahrstühle an den Mehrgeschossern anzubauen, sei wünschenswert aber immens teuer, die Kosten umzulegen bei dem hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern, schwierig. Der Stadtrat stimmte zu. Nun einen gesunden Mittelweg zu finden, wird vor allem Aufgabe des neuen Rates sein.

Von Kathrin Kabelitz

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