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Bad Düben Auto fährt bei Düben in die Mulde – Insassen können sich retten
Region Bad Düben Auto fährt bei Düben in die Mulde – Insassen können sich retten
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06:58 22.07.2019
Die Kameraden der Bad Dübener Feuerwehr mussten Sonntagabend ein Fahrzeug aus der Mulde bergen. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

In den frühen Sonntagabendstunden wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben zu einem ungewöhnlichen Einsatz an die Mulde zwischen Pristäblich und Bad Düben gerufen. Dort stand mitten im Fluss ein Pkw. Nur noch ein Teil des Fahrzeugdaches schaute aus dem Wasser heraus. Wie das Auto dort hinkam, ist noch ein Rätsel. Die Reifenspuren, die der Pkw auf der Muldewiese hinterlassen hat, sind mehrere hundert Meter lang und führen schnurstracks in Richtung Fluss. Auch Spuren am Ufer ließen auf einen harten Aufprall an der Uferkante vermuten. Mit vermutlich hoher Geschwindigkeit geriet das Fahrzeug in die Böschung und landete dann im Wasser.

Die beiden Insassen können sich selbst befreien

Die beiden Insassen konnten sich befreien, ehe der Wagen bis zur Dachkante versank. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Da eine Bergung des Wagens von der Pristäblicher Seite aufgrund der hohen Uferböschung nur schwer möglich war, setzten die Kamerden ihren Einsatz vom Glauchaer Muldeufer aus fort. „Wir waren mit insgesamt 20 Kameraden im Einsatz. Zwei Schlauchbootbesatzungen wurden zu Wasser gelassen und kontrollierten den PKW. Es befanden sich keine Personen mehr im Fahrzeug. Wir sicherten das Fahrzeug und konnten dieses mittels einer Winde am Rüstwagen ans Ufer ziehen“, sagte Feuerwehrsprecher Tobias Volkmann. Die Kameraden übergaben die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Kriminaltechnik der Polizei. Die soll nun Licht in das Dunkel bringen, wie der Wagen samt Besatzung in die Mulde kam. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Vor rund einem Jahr hatten die Kameraden eine ähnlich ungewöhnlichen Einsatz. Damals retteten sie ein Pferd aus der Mulde.

Die Kameraden der Bad Dübener Feuerwehr mussten Sonntagabend ein Fahrzeug aus der Mulde bergen.

Kurze Zeit später der nächste Einsatz

Wenige Stunde später wurden die Kameraden am Sonntagabend erneut alarmiert. In einem Wohnblock im Windmühlenweg wurde gegen 22 Uhr Gasgeruch gemeldet. Vor Ort berichteten die Anwohner aus mehreren Eingängen des Gebäudes dann von Brandgeruch. Die Einsatzkräfte kontrollierten die im Haus befindliche Pelletheizungsanlage und konnten keine Feststellung machen. Mittels Spezialgeräten wurde die Sauerstoffkonzentration gemessen. Auch dies blieb ohne Feststellung.

Vier Einsätze am Wochenende

Für die Bad Dübener Kameraden war dies, nach dem es einige Tage ruhig war, der vierte Einsatz an diesem Wochenende. Am Sonnabendabend hatten Anwohner die Feuerwehr wegen einen unklaren Rauchentwicklung in den Spatenweg alarmiert. Es handelte sich um eine sehr große Rauchsäule eines Feldbrandes bei Pretzsch in Sachsen Anhalt.

Auch am Sonntagmorgen musste die Feuerwehr ausrücken. Wegen der Gewitterfront in der Nacht waren in der Wittenberger Straße zwei größere Äste eines Baumes abgebrochen und versperrten die Zufahrt zum Natursportbad. Die Kameraden schnitten die Äste vom Hauptstamm ab und entfernten diese von der Straße.

Von bro/Ka

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