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Bad Düben Auto in der Mulde: Ermittlungen dauern an
Region Bad Düben Auto in der Mulde: Ermittlungen dauern an
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15:58 24.07.2019
Kameraden der Bad Dübener Feuerwehr bergen das Auto aus der Mulde.. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Nachdem bekannt wurde, dass die Fahrt eines 49-jährigen Bad Dübener Geschäftsmannes am Sonntagabend in die Mulde ein Mordversuch an seiner in Trennung lebenden Ehefrau gewesen sein soll, schlagen in der Kurstadt die Wogen hoch. „Ich bin geschockt. Ich kenne den Mann und seine Familie. So etwas habe ich ihm nicht zugetraut“, sagte ein Bad Dübener, der seinen Namen nicht nennen wollte. Inzwischen ermittelt auch die Leipziger Staatsanwaltschaft mit Hochdruck an dem mysteriösen Fall. „Wenn eine Person wegen entsprechender Verdachtsmomente in Untersuchungshaft genommen wird, dann wird sehr schnell im Hintergrund ermittelt, um an weitere Erkenntnisse zu dem vermeintlichen Mordversuch zu kommen und um gegebenenfalls die Untersuchungshaft aufzuheben oder zu verlängern“, sagte Andreas Ricken, Pressesprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft.

Noch viele Fragen offen

Nach wie vor sind viel Dinge noch im Dunkeln. Fakt ist, dass der Bad Dübener sein Fahrzeug mit seiner Noch-Ehefrau auf dem Beifahrersitz zwischen Pristäblich und Bad Düben schnurstracks in die Mulde lenkte. Davon zeugte eine fast 200 Meter lange Reifenspur auf dem Feldstück am Muldeufer. Das Fahrzeug muss mit hoher Geschwindigkeit die Böschung hinabgerast und dann ins Wasser geflogen sein. Dort versank der Wagen bis an die Dachkante. Beim Aufprall wurde die Beifahrerin leicht verletzt. Trotzdem gelang es ihr und dem Fahrer, sich an das Muldeufer zu retten.

Warum entfernten sich die Insassen vom Ort des Vorfalls?

Wieso sich beide noch vor dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr vom Unfallort entfernten, ist bislang nicht bekannt. Nur, dass der Fahrer wohl mit seinem Handy einen Familienangehörigen anrief, um sich abholen zu lassen. Warum das Handy nach der Fahrt ins Wasser noch funktionierte und warum sich beide vom Unfallort entfernten, sind Fragen, die die Staatsanwaltschaft aktuell noch abklärt.

20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben waren am Sonntagabend mehrere Stunden lang im Einsatz, um das Fahrzeug erst zu sichern und dann mittels Seilwinde aus der Mulde zu ziehen. Danach übernahm die Polizei die Untersuchungen zum Hergang.

Von Steffen Brost

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