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Bad Düben Bad Düben: Abriss wird immer teurer
Region Bad Düben Bad Düben: Abriss wird immer teurer
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17:56 30.07.2019
Der letzte ehemalige NVA-Block fiel Mitte Juli. Jetzt folgen bis September noch Restarbeiten. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

 Die Abbrucharbeiten an der Militärbrache in Bad Düben, für die ein Zwickauer Unternehmen den Zuschlag erhielt, kosten nun doch etwa 2,5 Millionen Euro. Damit liegen die Kosten zwar noch unter den vom Planer veranschlagten 3,1 Millionen Euro, doch sie sind eben auch nicht mehr so extrem günstig. Denn nachdem der Stadtrat auf seiner Sitzung im Mai bereits 850 000 Euro nachbewilligte, ging es bei der Juli-Sitzung um weitere 890 000 Euro.

Keine Planung in die Tiefe

Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) sah die Schuld aber nicht unbedingt beim Unternehmen, auch wenn dieses „definitiv ein Kampfangebot“ abgegeben habe. Doch die Stadt, die nicht wusste, ob sie die erhoffte Förderung bekommt, habe keine in die Tiefe gehende Planung beauftragt. „Die hätte mindestens 150 000 Euro gekostet. Wir haben ‚nur‘ 45 000 Euro investiert.“ So traten inzwischen etliche zusätzliche Mehrmengen zutage.

Das letzte ehemalige NVA-Gebäude in Bad Düben ist bis auf die unterste Etage abgerissen. Alle anderen Häuser sind schon dem Erdboden gleichgemacht worden. Bis September dauern jetzt noch auf Aufräumarbeiten und das Beseitigen der Betonreste.

Als ein Beispiel wurde dabei aufgeführt, dass die vorgefundenen Fundamente und Bodenplatten im Keller des Gebäudes 6 eine überraschende Dicke von fast einem Meter samt einer belasteten Zwischenschicht hatten. Die Stadt habe aber auch mit Hilfe eines beauftragten Ingenieurbüros hart nachverhandelt. Astrid Münster geht zudem davon aus, dass es beim jetzigen Baufortschritt zu keinen weiteren bösen Überraschungen kommen sollte.

Abriss könnte weitergehen

Dennoch könnte der Abriss schon bald erneut auf der Tagesordnung im Stadtrat stehen. Denn die Stadt führt derzeit Verhandlungen, ob sie nicht auch noch den Abriss des ehemaligen Schwimmbades mit Turm sowie sämtlicher nicht mehr benötigter Leitungen gefördert bekommt. Diese befinden sich außerhalb der derzeitigen Förderkulisse. Klappt dies, würde die Stadt zugreifen. Denn die Chance auf eine 90-prozentige Förderung komme so schnell nicht wieder.

Von Ilka Fischer

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