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Bad Düben Bad Düben: Stadtrat bekennt sich zu Pumptrack-Anlage
Region Bad Düben Bad Düben: Stadtrat bekennt sich zu Pumptrack-Anlage
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13:13 15.11.2019
Anfang Oktober stellte Guido Scholz in der Aula der Oberschule das Projekt für den Bikepark in Bad Düben vor. Quelle: Kathrin Kabelitz
Bad Düben

Bisher schien es nicht finanzierbar, nun dank einer kurzfristig möglichen Förderchance offenbar doch: In Bad Düben soll 2020 an der Durchwehnaer Straße eine Pumptrack-Anlage für die Kinder und Jugendlichen aus der Stadt und der Region entstehen. Der Stadtrat hat sich am Donnerstagabend grundsätzlich dazu bekannt und die Verwaltung beauftragt, Finanzierung und Planung des Projektes vorzubereiten. Gebaut werden soll die Anlage auf der einstigen Militärbrache gegenüber des Evangelischen Schulzentrums, als Erweiterung der Sportplatzanlage an der Durchwehnaer Straße. Angedacht ist ein öffentlich und ohne Eintritt zugänglicher Sport- und Spielplatz für Heranwachsende und Erwachsene, auf der alles rollt, was mit reiner Muskelkraft betrieben werden kann.

Bisher fehlten die Mittel für die Umsetzung des Pumptracks

Guido Scholz quittierte den einstimmigen Beschluss des Stadtrate mit einem erleichterten „Danke.“ Der 45-jährige Bad Dübener hatte sich an der Spitze von Jugendlichen für eine solche Anlage in der Kurstadt stark gemacht und Anfang Oktober vor großer Kulisse in der Oberschule das ambitionierte Projekt vorgestellt. Schon da war der Bundespolizist, wie sein Sohn im Teenager-Alter begeisterter MTB-Sportler, auf positive Resonanz gestoßen – aber auch auf die Frage der Finanzierbarkeit der Anlage, die je nach Beschaffenheit auf Kosten zwischen 150 000 und einer halben Million Euro geschätzt wurde. Rund 250 000 Euro sind es nun, die für einen Pumptrack plus asphaltierter Fläche veranschlagt werden und über das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen zu 90 Prozent finanziert werden könnten. Die ersten Schritte hat die Stadt eingeleitet, der Förderantrag wurde kurzfristig in dieser Woche gestellt.

Stadt muss zehn Prozent der Mittel selbst tragen

Bleiben immer noch 25 000 Euro Eigenanteil für die Stadt, dennoch sei „es eine wichtige Einrichtung für die Jugendlichen“, sagte Uwe Kulawinksi (FWG). Jens Findeisen (CDU) würde für diesen Anteil gern die Jugendlichen ins Boot holen, die beim Info-Treff das Internet-Spenden-Portal Crowdfunding als Möglichkeit ins Spiel gebracht hatten, um Gelder zu akquirieren. Markus Aé (Bürgerkreis) sieht es gerade mit Blick auf die Kosten als wichtig an, dass es ein nachhaltiges Nutzungskonzept gibt. Aé denkt an wirksame Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen mit Schulen oder Arbeitsgemeinschafts-Angebote, um einen dauerhaften Bestand der Anlage abzusichern und nicht zu riskieren, dass sie zu einer Investruine verkommt. Die Truppe, die jetzt da sei, wachse ja schließlich aus dem Alter raus. Rücken dann die nächsten auch nach?

Angliederung an den Sportverein geplant

„Die Sportart ist im Wachsen, hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Das wird auch so bleiben“, versuchte Guido Scholz, derartige Bedenken zu zerstreuen. Perspektivisch werde die Anlage dem SV Bad Düben als Sektion für Rollsport angegliedert, um die Details geht es am Dienstag zur Vorstandssitzung. „Mit dem Asphaltieren des Pumptracks wollen wir die Anlage langlebig machen und alle Nutzer ansprechen.“ Die Angliederung an den Sportverein sei bewusst gewählt, um Verantwortung zu übernehmen, Kindern und Jugendlichen diesen Sport nahezubringen. Diese seien bereit, sich bei der Pflege der Anlage einzubringen und der Stadt damit auch Aufgaben abzunehmen.

Von Kathrin Kabelitz

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