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Bad Düben Bad Dübens Bürgermeisterin stellt sich den Fragen des Heimatvereins
Region Bad Düben Bad Dübens Bürgermeisterin stellt sich den Fragen des Heimatvereins
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09:00 01.02.2017
Vereins-Chef Rudolf Scheeren eröffnet im Ratssaal die alljährliche Gesprächsrunde mit Bürgermeisterin Astrid Münster. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Bad Düben

Der Heimatverein trifft Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) zu Beginn eines neuen Jahres – seit zehn Jahren ist das so. Tradition hat auch, dass der Ehrenvorsitzende Wolfgang Apitzsch als Moderator den Fragen-Katalog abarbeitet, den die Mitglieder erstellt haben. Nachfolgend sind einige Punkte aufgeführt:

Im Bundesverkehrswegeplan steht das Projekt drin, die Frage der Notwendigkeit wird aber auch diskutiert und müsse dieses Jahr noch entschieden werden. Deshalb habe der Stadtrat einem Fördermittel-Antrag zugestimmt, um im Zuge der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes Untersuchungen zur Ausweisung von weiteren Baugebieten und zur Trassenführung anzustrengen und dabei Fragen zu klären, welcher Verkehr aufgenommen werden soll, wo die Trasse langführen muss oder ob es eventuell eine andere Lösung gibt: „Letztlich muss der Stadtrat entscheiden.“ Münster brachte die Idee ins Spiel, mit dem Freistaat die Option zu verhandeln, den Körbitzweg zur B-Straße zur erklären und damit den Schwerlastverkehr aus Richtung Torgau innerstädtisch zu vermeiden, Altstädter Straße, Markt- und Paradeplatz zur kommunalen Straße ändern. Auch Mühlstraße und Gustav-Adolf-Straße seien einst umgewidmet worden.

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Der Stadtrat wird morgen nach seiner turnusmäßigen Sitzung in einer kurzfristig anberaumten Eilberatung über die Nachfolge des im Dezember verstorbenen und für das Projekt Schauwerkstätten verantwortlichen Architekten Roland Papert entscheiden. „Die Sanierung wird faktisch ein Neubau und ist damit ein schwieriges Projekt, bei dem es viel zu beachten gilt“, verweist Astrid Münster auf weitere Verfahrenswege, Verantwortlichkeiten, Abrechnung und Kosten. 1,5 Millionen Euro Fördersumme stehen auf dem Spiel: „Es muss trotz der Schicksale und Verluste, die der Verein hinnehmen musste, dringend weitergehen. Das Fördermittel-Management ist da gnadenlos.“ Die Stadt sei froh, jemanden gefunden zu haben, der in solch ein komplexes Projekt einsteigen könne. Mit dem müsse man sich einigen.

Auch beim Freibad drückt die Zeit. Letzter Termin für die Ausgabe der Fördermittel ist der 31. Dezember 2018. Morgen entscheidet der Stadtrat über die Entwurfsplanung. Mit Blick auf das Integrationscamp, das entstehen soll, werde es ein komplett neues Mehrzweckgebäude mit beheizbarem Raum geben. Auch der Kioskanbau wird abgerissen, neu und damit modern errichtet. Statt fünf Übernachtungs-Tonnen wird es acht geben. Die Stadt legt die Öffnungszeiten und Eintrittspreise fest, für die Familien-Saison-Karte (zwei Erwachsene, zwei Kinder) seien rund 50 Euro denkbar. „Wir wollen hier nicht einfach Millionen verbauen, sondern das Geld so optimal einsetzen, dass wir die nächsten Jahrzehnte gute Bedingungen für die Nutzer haben. Deshalb muss alles gut überlegt sein.“

Aus neun Konzepten zum Teilnahmewettbewerb hat die Stadt fünf ausgewählt, die jetzt jeweils einen Entwurf ausarbeiten. Die Vorgaben sind klar definiert, der Raum soll als „dritter Pädagoge“ fungieren. Multifunktional, barrierefrei, nachhaltig und energieeffizient sind weitere Eckpunkte für das rund drei Millionen Euro teure Projekt. Eine Jury mit Vertretern von Stadt, Stadtrat, Schule, Hort und Elternschaft wählt aus, der Stadtrat entscheidet im März.

Zu den Sport- und Funpark-Plänen im Alaunwerk gibt es derzeit keinen neuen Stand. „Die Investorengruppe hat sich nach der Machbarkeitsstudie, die positiv ausfiel, etwas zurückgezogen“, so Münster. Nächster Schritt wäre jetzt eigentlich die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Sobald sie neue Informationen hätte, würde sie diese bekanntgeben. Zuletzt hatte Detlev Kutscher von der Eigentümer-GbR davon gesprochen, dass die Investorensuche laufe, was angesichts der geschätzten Kosten von 20 bis 25 Millionen Euro und seiner Ausmaße Zeit brauche.

Bad Düben ist vom 8. bis 10. September Ausrichter, über 1000 Gäste werden erwartet. Haupttag ist der Samstag mit Workshops und Wanderungen. Das Burggelände soll unter anderem für das Abschluss-Event zur Verfügung stehen, trotz der geplanten Sanierungsarbeiten an Amtshaus und Burgberg. Dort hätten sich neue Entwicklungen ergeben, über die Bürgermeisterin und Museums-Chefin in Kürze informieren wollen. Die Stadt sei zum Wandertag für Ordnung und Sicherheit, aber auch die kulturelle Umrahmung zuständig, in die neben verschiedenen Künstlern auch die Dübener Karambolage media und die Kurrende einbezogen werden sollen. Bisher ist von Kosten in Höhe von rund 35 000 Euro die Rede.

Von Kathrin Kabelitz

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