Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bad Dübens Rathaus vor dem Umbau?
Region Bad Düben Bad Dübens Rathaus vor dem Umbau?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 10.03.2017
Das Bad Dübener Rathaus ist inzwischen ein Schmuckstück, aber nicht komplett barrierefrei. Quelle: Steffen Brost
Anzeige
Bad Düben

Wie am Rathaus Bad Düben ein barrierefreier Zugang und ein rollstuhlgerechter Aufzug gebaut werden kann, das soll jetzt das Bad Dübener Ingenieurbüro Paak untersuchen. Den entsprechenden Auftrag erteilten jetzt die Mitglieder des Verwaltungsausschusses.

Für Gehbehinderte schlecht erreichbar

Im Moment ist in der Kurstadt nur der Gebäudeteil Markt 12 ohne Einschränkungen erreichbar. Der Gebäudeteil Markt 11 liegt dagegen mit seinem Erdgeschossbereich weit über dem Außengelände und ist nur über Treppen zugänglich. 2004 war deshalb im Innenhof ein Plattformlift installiert worden, der aber noch immer die oberen Etagen, und damit beispielsweise Liegenschaftsamt und Kämmerei, nicht barrierefrei erreichen lässt.

Anzeige

Das Ingenieurbüro Paak, das auch schon bisher die Rathaussanierung begleitet hat, wird nun versuchen, eine oder auch mehrere Lösungen beziehungsweise Varianten für dieses Problem zu finden. Die Frage von Stadtrat Mike Kühne (CDU), wie viele Leute mit Handicap eigentlich Liegenschaftsamt und Kämmerei aufsuchen, konnte an diesem Abend nicht beantwortet werden. Doch sein Vorschlag, zu prüfen, ob es in solchen Fällen nicht auch möglich sei, dass beispielsweise nicht der Bürger zum Liegenschaftsamt, sondern die Mitarbeiter des Liegenschaftsamtes zum Bürger kommen, ist noch nicht ganz vom Tisch. Denn Bauamtsleiterin Heike Dietzsch sagte auch: „Wir lassen jetzt erst mal nur untersuchen, ob ein barrierefreier Zugang machbar und wie teuer er ist.“ Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, soll konkret über den Bau entschieden werden. Dass Bad Düben prinzipiell gewillt ist, das Rathaus barrierefrei zu machen, daran bestanden aber keine Zweifel. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) führte zwei Gründe an. Zum einen habe Bad Düben statistisch gesehen mehr über 65-Jährige als der Rest des Landkreises, was auch auf den Kurstadteffekt und die guten medizinischen Betreuungsangebote vor Ort zurückzuführen sei. Zum anderen gehe es prinzipiell und perspektivisch nicht nur um die Bürger, sondern auch um Mitarbeiter.

Förderung

Die Umsetzung des Vorhabens selbst könnte bis 2019 erfolgen. Die Stadt hat dafür ihr zugestandene Mittel aus dem Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, bei dem sich Bund, Land und Stadt die Kosten teilen, für diese Maßnahme reserviert.

Von Ilka Fischer