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Bad Düben Drei Millionen Euro fließen in den Dübener Bundespolizei-Standort
Region Bad Düben Drei Millionen Euro fließen in den Dübener Bundespolizei-Standort
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12:01 26.01.2019
Nach einem großen Wasserschaden laufen die Reparaturarbeiten im Küchenbereich auf Hochtouren. Der Fertigstellungstermin ist im dritten Quartal geplant. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Drei Millionen Euro will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in diesem Jahr in den Standort der Bundespolizeiabteilung Bad Düben investieren. Die Schwerpunkte liegen hierbei bei der Modernisierung und Erneuerung der Raumschießanlage sowie der Sportanlagen. Außerdem soll die Küche, die durch einen Wasserschaden beschädigt wurde, instandgesetzt werden.

Wasserschaden in Küche

Die Ursache des Wasserschadens passierte bereits beim Bau des Küchen- und Speiseraumtraktes vor einigen Jahren. Erst Jahre später wurde die Feuchtigkeit in den Wänden festgestellt. „Der Speiseraum war wegen der Reparatur bereits im vergangenen Jahr gesperrt. Jetzt ist er wieder voll einsetzbar. Allerdings wird aktuell im Küchentrakt gearbeitet, um den Wasserschaden zu beseitigen. Deswegen wird zur Zeit in einer Übergangsküche auf dem Gelände gekocht“, sagte Pressesprecher Michael Marx. Erst im dritten Quartal dieses Jahres soll laut Bima-Mitarbeiter Matthias Carl die Küche wieder vollständig einsatzbereit sein, weil der gesamte Bereich vom Fußbodenaufbau bis zur Decke komplett erneuert werden muss.

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Sportanlagen werden erneuert

Ein großer Anteil der Gesamtinvestition fließt in die Erneuerung der Sportanlagen auf dem Gelände der Liegenschaft. Während in der Sporthalle die komplette Beleuchtungstechnik während der Sommerferien ausgewechselt und auf moderne und stromsparende LED-Technik umgestellt wird, geht es dem Sportplatz komplett an den Kragen. „Der Sportplatz ist Baujahr 1995. Über die Jahre haben sich jetzt viele Mängel abgezeichnet, die wir immer wieder in teils aufwendigen Reparaturen beseitigt haben. Jetzt gibt es eine komplette Instandsetzung. Geplant ist den Fußballrasen, die Laufbahn einschließlich der vorhandenen Sportanlagen wie Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen und Volleyball zu erneuern. Das hat leider auch zur Folge, dass die Vereine, die in der Freiluftsaison bei uns trainieren, sich in diesem Jahr alternative Möglichkeiten suchen müssen. Im Herbst soll dann alles wieder benutzbar sein“, so Carl weiter.

Ende April beginnt zudem die Instandsetzung der Raumschießanlage. Hier wird unter anderem eine Sicherheitsschleuse installiert, der Wand- und Deckenaufbau erneuert sowie das Konzept der Be- und Entlüftung verändert. „Und dann sind im Laufe der nächsten Monate noch kleinere Investitionen geplant. Hier sollen sogenannte Waffenschließfachanlagenräume errichtet und die vorhandenen Waffenkammern modernisiert werden“, sagte Carl.

Schon 60 Millionen Euro investiert

Der überwiegende Teil der Aufträge bleibt laut Bima bei Firmen aus der Region. Seit der Übernahme der Bundespolizei-Liegenschaft 1992 investierte die Bima bis heute rund 60 Millionen Euro in den Bau und die Modernisierung der Gebäude und den Anlagen. Aber auch für die Zukunft ist noch einiges geplant. So stehen bis heute noch zwei ehemalige NVA-Gebäude leer oder werden nur teilgenutzt. „Dabei handelt es sich um die Gebäude 17 und 18. Nummer 17 ist wegen des Bauzustandes gesperrt und in der Nummer 18 wird nur das Erdgeschoss als Werkstattbereich genutzt. Für beide Mehrgeschosser liegen bereits Nutzungsideen vor. Denn mittlerweile fehlen akut Übernachtungsmöglichkeiten, Lagerflächen und Lehrräume. Geld für den Umbau steht laut Bund wohl zur Verfügung. Wann aber letztlich das Geld für die Sanierung beider Blöcke freigegeben wird, steht noch in den Sternen“, so Sprecher Michael Marx.

Von Steffen Brost