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Bad Düben Düben: Viele wollen Baustelle am Landschaftsmuseum sehen
Region Bad Düben Düben: Viele wollen Baustelle am Landschaftsmuseum sehen
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11:52 09.09.2019
Die Kurstadt hatte zum Tag der offenen Baustelle ins Landschaftsmuseum eingeladen. Bürgermeisterin Astrid Münster und Bauamtsleiter Thomas Brandt führten dabei zahlreiche Besucher über die Baustelle. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Es roch nach Kaffee und frisch Gebackenem, als die Gäste am Tag der offenen Baustelle in Bad Düben den Weg zum Landschaftsmuseum hinauf spazierten. Vor dem Burgwächterhäuschen warteten Mitglieder des Bad Dübener Frauenvereins „Elfriede Richter“ mit Kuchen. An diesem Tage öffnete die Baustelle Amtshaus seine Pforten für neugierige Besucher. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und Bauamtsleiter Thomas Brandt führten die Besucher. Mit dabei war Museumsleiterin Yvonne Steuer, die über die Neu- und Umgestaltung des Museums informierte.

Bad Dübent lud jetzt zum Tag der offenen Baustelle ins Landschaftsmuseum ein. Bürgermeisterin Astrid Münster und Bauamtsleiter Thomas Brandt führten dabei zahlreiche Besucher über die Baustelle.

Das Interesse war riesig

Der Andrang war groß. Doch nur 15 Besucher durften pro Führung teilnehmen. „ Alle müssen einen Helm aufsetzen und bitte heben Sie die Füße, es besteht im gesamten Haus Stolpergefahr“, bat Münster um Verständnis. Im Erdgeschoss erwartete alle eine riesige Baustelle. Teile der Wände waren aufgerissen, teilweise fehlte die Decke zum Obergeschoss, Balken waren freigelegt, verschiedene Stahlträger eingezogen.

„Vor zehn Jahren begannen die Schwierigkeiten“, erklärte Münster. „Es bildeten sich Risse im und am Amtshaus. Über ein sogenanntes Monitoring haben wir festgestellt, dass sich die Risse vergrößerten. Vor allem nach dem Hochwasser 2013. Da stand tagelang der Burgberg im Wasser. Wir hatten damals Geologen beauftragt, dies zu untersuchen. Die Ergebnisse waren schlecht, weil man herausfand, dass der Burgberg einst künstlich aufgeschüttet wurde und durch das Hochwasser Kleinstteile herausgespült wurden, die verschiedene und unterschiedlich starke Setzungserscheinungen zur Folge hatten“, so Münster.

Betoninjektionen zur Stabilisierung des Berges

Die Stadt musste handeln und die Stabilisierung des Burgberges in Angriff nehmen. Lange wurde nach der richtigen Lösung gesucht. Schließlich entschied man sich für Betoninjektionen. „Wir haben hier Material im Wert von 1,5 Millionen Euro in den Berg gepumpt. Jetzt sollte der Berg mit den Gebäuden darauf sicher sein“, hofft Münster.

Aktuell wird am beschädigten Amtshaus gearbeitet. Ein Korsett soll das Haus stabil machen. Doch auch hier wurden die Bauarbeiter bei der Öffnung der Fußböden eines besseren belehrt. Vieles muss erneuert werden. „Wir mussten quasi jeden einzelnen Balken anfassen, um Sicherheit ins Haus zu bekommen. Mittlerweile sind die Stahlbauarbeiten beendet. Jetzt haben die Zimmerleute übernommen. Im Rahmen des Umbaus wollen wir auch das gesamte Gebäude barrierefrei machen. Wir bauen einen Fahrstuhl ein und es gibt einen behindertengerechten Zugang. Auch eine neue Treppe im Foyer ins Obergeschoss ist geplant“, kündigte die Bürgermeisterin an.

Rund drei Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. Die Sanierung der Gebäudehülle schlägt dabei mit zwei Millionen Euro zu Buche, wird aber zu 100 Prozent gefördert. Die übrige Million fließt ins Museum und wird für Ausbau und Barrierfreiheit verwendet. Das wird nochmal mit 66 Prozent gefördert.

Vor 2021 öffnet das Museum nicht wieder

Bis sich die Türen des Museum wieder öffnen, soll, wie berichtet, noch mehr als ein Jahr vergehen. Museumsleiterin Yvonne Steuer rechnet nicht vor Januar 2021 damit. Dochbis dahin soll auch die Ausstellung in neuem Glanze erstrahlen. „Wir planen Bereiche zur Stadtgeschichte, zum Militär, Geschichte der Burg, dem Amt Düben, zum Leben und der Arbeit am Fluss, zur Industriegeschichte und Räume für Sonderausstellungen. Außerdem wird das Thema Multimedia dabei sein, wir haben museumspädagogische Angebote für Kinder und auch Möglichkeiten, das Gehörlose und behinderte Menschen sich hier zurecht finden“, sagte Steuer.

Führungen waren ausgebucht

Bis zum frühen Abend waren die Führung ausgebucht. „Eine tolle Sache, mal hinter die Kulissen zu schauen. So sieht man, dass es weitergeht“, sagte Ulrich Zschüntzsch. Wer wollte, konnte nach der Führung den Burgturm besteigen und sich die Ausstellung rund um Hans Kohlhaseanschauen. Parallel bot der Heimatverein die Möglichkeit an, die historische Bergschiffmühle zu besichtigen.

Von Steffen Brost

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