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Bad Düben Düben: Was macht die frühere Geschäftsführerin der Awo?
Region Bad Düben Düben: Was macht die frühere Geschäftsführerin der Awo?
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07:28 04.12.2019
Rosmarie Lange mit Enkel Philipp auf dem Arm. Die ehemalige Awo-Geschäftsführerin genießt das Rentenleben in vollen Zügen. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Rosmarie Lange strahlt über das ganze Gesicht. Auf dem Arm hat sie Enkel Philipp. „Ich bin jetzt mit Leib und Seele Oma und kümmere ich mich um meine beiden Enkel. Es ist in etwa genauso aufregend wie mein Berufsleben“, erzählt sie.

Vorbild war Willy Brandt

Die 72-Jährige war von 1991 bis 2008 Geschäftsführerin des Kreisverbandes Delitzsch-Eilenburg-Torgau der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Vor der Wende war sie Betriebsorganisatorin im damaligen VEB Werkzeugmaschinenfabrik Wema, heute Profiroll. Nach der Wende folgten dort viele Entlassungen, Rosmarie Lange war auch dabei. Im September 1990 gründete sich in Bad Düben der SPD-Ortsverein. „Ich war damals arbeitslos und hatte ein Vorbild – Willy Brandt“, erzählt sie. Und der habe damals gesagt, was sie bis heute fasziniert: „Der Zug der Deutschen Einheit ist ins Rollen gekommen. Jetzt müssen wir aufpassen, dass niemand unter die Räder kommt.“ Das war für Rosmarie Lange Motivation, die soziale Arbeit in ihrer Stadt in Gang zu bringen. Ehrenamtlich baute sie damals die Sozialstation auf. Als man die ersten hauptamtlichen Stellen ausschrieb, bewarb sich Lange. Mit Erfolg.

Stolz auf das Erreichte

Als sie mit ihrer Arbeit bei der Awo begonnen hat, waren es 15 Mitarbeiter. In Rente ging sie, als es 250 waren. „Ich bin stolz, dass mir das so gelungen ist, die sozialen Schwerpunkte über die Awo zu realisieren. Heute liegen so viele soziale Dienste in unserer Hand.“ Man könne jeden Tag die Ergebnisse seiner Arbeit sehen und dass es erfolgreich weiter geht, freut sich Lange.

Noch ein Stück weit mitgestalten

An ein ruhiges Rentnerleben will sich die Bad Dübenerin nicht gewöhnen. Erst kürzlich wurde sie in den Kreisvorstand der Awo Nordsachsen gewählt und ist jetzt stellvertretende Vorsitzende. Außerdem ist sie Mitglied im Sozialausschuss des Kreistages und Beiratsmitglied in der Sozial- und Beschäftigungsgesellschaft des Kreiskrankenhauses Delitzsch. Bis heute steht Lange in engem Kontakt mit ihrer Awo. „Mich interessiert, wie es weitergeht. So lange ich es gesundheitlich schaffe und mich in der Lage dazu fühle, möchte ich es noch ein Stück weit mitgestalten.“

Ganz neue Hobbys als Rentnerin

Seit dem Eintritt in die Rente hat sich Rosmarie Lange auch einige Hobbys zugelegt und probierte vieles aus, wofür früher die Zeit fehlte. Sie versucht sich im modernen Kochen und hat sich einen Thermomix gekauft. „Es macht mir nämlich unheimlich viel Spaß, etwas auszuprobieren.“ Auch die Nähmaschine ist ein Begleiter geworden. Sie sitzt oft daran und näht die verschiedensten Dinge. Und ein Hobby ist in diesem Jahr noch dazu gekommen, denn die Bad Dübenerin ist zweifache Oma geworden. „Mein Sohn Stefan und meine Tochter Katrin sind Eltern geworden. Jetzt bin ich als Oma gefragt. Jeder Tag ist gut gefüllt.“ Sie geht mit den Kindern an die frische Luft, passt bei Bedarf auf sie auf und genießt Hof und Garten mit ihnen.

Von Steffen Brost

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