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Bad Düben Düben hat neuen Brandschutzbedarfsplan
Region Bad Düben Düben hat neuen Brandschutzbedarfsplan
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09:33 08.03.2019
Der neue Brandschutzbedarfsplan von Bad Düben gibt einen  Überblick über die Ausstattung und welcher Bedarf bis zur Überarbeitung 2023 besteht.
Der neue Brandschutzbedarfsplan von Bad Düben gibt einen Überblick über die Ausstattung und welcher Bedarf bis zur Überarbeitung 2023 besteht. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Bad Düben hat eine grundsätzlich leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr. Das sagt Wehrleiter Thomas Haberland, das sagen aber auch Zahlen im Brandschutzbedarfsplan, der jetzt im Stadtrat beschlossen wurde. Dieser gibt unter anderem vor, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Art und Weise und mit welchen zur Verfügung stehenden Mitteln eingegriffen werden soll, um Gefahrensituationen verhältnismäßig zu begegnen.

Als Bemessungs-Szenario dient ein kritischer Wohnungsbrand – mit einem Feuer im 2. oder höheren Obergeschoss und einer in der Brandwohnung befindlichen Person. Ziel ist, dass die ersten neun Kameraden nach 13 Minuten, weitere 6 nach 18 Minuten vor Ort sind. 85 Prozent sind als Erreichungsgrad vorgegeben. Die Überprüfung der Einsatzdaten 2013 bis 2017 hat 94 Prozent ergeben.

Alle fünf Jahre ein neuer Plan

Alle fünf Jahre muss der Plan überarbeitet werden, er gilt als Leitfaden für Wehr und Verwaltung, gibt Auskunft über Aufgaben sowie Überblick über Ausstattung und welcher Bedarf bis zur Überarbeitung 2023 besteht. Thomas Haberland informierte über wichtige Änderungen. So ist jetzt festgeschrieben, dass der Einsatzleiter der Feuerwehr bei der Beseitigung von Öl- und Kraftstoff-Spuren auf Verkehrsflächen nach eigenem Ermessen eine Fachfirma hinzuziehen kann, dass die Wartung von Schlauch- und Atemschutztechnik im Rahmen der Möglichkeiten durch die Wehr, deren Überprüfung von einem feuerwehrtechnischen Zentrum realisiert wird.

Vereinbarungen mit Nachbarn nun verankert

Löschhilfevereinbarungen waren nicht verankert, jetzt sind sie es. Solche bestehen mit Laußig, Zschepplin, Löbnitz, Schönwölkau, Gräfenhainichen, Muldestausee und Bad Schmiedeberg, Einsätze werden nicht in Rechnung gestellt, ausgenommen Personalkosten beim Arbeitgeber.

Bad Dübens Gerätehaus braucht ein neues Notstrom-Aggregat

Zur Verbesserung der Löschwasserversorgung wurden in der Waldsiedlung Schnaditz vier Löschwasserbrunnen gebaut, weitere sollen in Brösen und in Schnaditz errichtet werden. Die Ausrüstung mit Schutzkleidung ist abgeschlossen, „festgeschrieben haben wir, dass der Verschleiß berücksichtigt werden muss. Gleiches gilt für die Ausstattung mit Meldeempfängern.“ Notwendig, so Haberland, sei auch, die ortsfeste Landfunkstelle mit Computertechnik und Software auszustatten.

Festgelegt ist zudem, dass für die Notstromversorgung des Gerätehauses in Düben ein mobiles Großaggregat angeschafft werden muss, weil die vorhandenen zur Sicherstellung der Stromversorgung nicht ausreichen. Auch für Schnaditz und Tiefensee wird eine Lösung angestrebt. 2019, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) soll ein Mannschaftstransportwagen zur Förderung über den Kreis mit bedacht werden, außerdem planen mehrere Kommunen eine gemeinsame Ausschreibung zur Anschaffung von neuen HLF 20.

Von Kathrin Kabelitz