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Bad Düben Dübener Heide Spa: wiederum steigende Gästezahlen
Region Bad Düben Dübener Heide Spa: wiederum steigende Gästezahlen
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10:09 07.09.2019
Im Bad gab es im Jahr 2018 rund 4000 Eintritte mehr als im Jahr zuvor . Quelle: Wolfgang Sens
BAD DÜBEN

Wenn Ole Hartjen, Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide mbH, in diesen Tagen in die Geschäftsbücher des vergangenen Jahres schaut, kann er zufrieden sein. „2018 haben wir wiederum in beiden Unternehmen, im Hotel und im Bad in allen Bereichen die Frequenzen, Umsätze und Kennzahlen steigern können.“ 2018 kletterte die Gesamtumsatz-Marke auf acht Millionen Euro. Ähnlich positiv zeichnet sich die Entwicklung für dieses Jahr ab. Was das in Zahlen und Fakten heißt, stellte Hartjen jetzt dem Stadtrat vor.

Kurdirektor Ole Hartjen. Quelle: Wolfgang Sens

Knapp 4000 mehr Bad-Eintritte

Rund 155 000 Euro beträgt der Jahresüberschuss allein für die Heide Spa Hotel GmbH & Co. KG – 57 000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Natürlich hätten die 23 neuen Zimmer, die es seit Februar 2018 zusätzlich zu den bestehenden 75 gibt, erheblich dazu beigetragen. 80 Prozent Gesamtauslastung sprechen eine deutliche Sprache. Doch selbst ohne sie habe sich das Hotel weiter entwickelt. Rund 42 500 Übernachtungen pro Jahr wurden verbucht, die stetig steigende Nachfrage führte zu Zuwächsen auch in den anderen Bereichen wie Sauna, Bad, Vitalcenter, Wellness-, Beauty- und Therapiebereiche und insbesondere in der Gastronomie. Allein im Bad gab es knapp 4000 Eintritte mehr, seit Jahren sei dies wieder das erste Mal, dass ein solcher Anstieg zu verzeichnen ist. 2019 geht die Erfolgsgeschichte weiter, Ole Hartjen rechnet mit rund 7000 Eintritten mehr.

Coaching für Mitarbeiter

Bauliche Veränderungen allein sind aber nicht der Grund für die erfolgreiche Entwicklung. Investiert worden sei auch in die 130 Mitarbeiter und das bewusst. „Wir haben versucht, mittels eines externen Coachs unsere Dienstleistungen zu schärfen“, so Hartjen. So ging es darum, Mitarbeiter zusammenzuführen und zu motivieren, ein Team zu bilden. Für den Geschäftsführer ein wichtiger Aspekt: „Touristische Unternehmen sind austauschbar geworden, aber die Dienstleistung, die Identifikation mit dem Unternehmen stehen im Vordergrund. Daran haben wir gearbeitet.“ Ebenso daran, diesen Teamgeist auf die Kommunikation mit den Gästen, die im Übrigen zu 80 Prozent aus den neuen Bundesländern kommen und Bad Düben ganz bewusst als Ziel wählen, zu übertragen. Und wenn ihm Gäste sagen: „Unser Aufenthalt hier, das ist wie nach Hause zu kommen, zu Freunden“, zeige dies, dass dieser Weg der richtige ist.

Neue Visionen

Sein Haus habe sich eine neue Mission und Vision gegeben, nicht vorgegeben von der Geschäftsleitung – sondern erarbeitet von den Mitarbeitern selbst: „Mitarbeiter wie Gast haben absolute Priorität und stehen im Vordergrund.“ Dazu gehören im Übrigen auch finanzielle Aspekte, wie Hartjen auf Anfrage von Andreas Flad (Die Linke) erklärte. So habe sein Haus das sogenannte Tantiemen-System eingeführt, das Mitarbeiter an den übers Jahr erbrachten Leistungen misst. Zudem werden die Einkommen Jahr für Jahr angepasst. Er setze auf langfristige Beschäftigungsverhältnisse, gute Durchmischung von Jung und Alt: „Wir sind stolz auf unser Team, das vorrangig aus Bad Düben, der Region, Leipzig und Dessau stammt.“

Investitionen sind geplant

Beides zusammen bringe den Erfolg. Doch Ole Hartjen weiß, darauf ausruhen lässt sich nicht. Die Kurbetriebsgesellschaft will perspektivisch knapp über zwei Millionen Euro investieren, die im Saunabereich mit Ruhehaus sowie beim Umbau von Kasse und Shop, Erweiterung von Wellness-, Beauty-, Therapiebereich und Kongresstechnik voraussichtlich 2020 umgesetzt werden sollen. „Wir reden von Profit-Centern. So wie Bad und Sauna, Gastronomie gehören auch Tagungen und Veranstaltungen dazu. Gerade bei Letzterem konnten wir uns deutlich weiter entwickeln und sehen auch in diesem Jahr deutliche Steigerungen. Unser Konzept, das wir angepasst haben, geht auf und trägt maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit bei.“ Dabei gehe es um Familienfeiern jeglicher Größe bis hin zu Business-Tagungen oder kulturellen Veranstaltungen. Der Umsatz ist 2018 erstmals auf 200 000 Euro gestiegen. Hartjen ist optimistisch, dass 2019 an der 300 000-er-Marke gekratzt wird. Mittlerweile gibt es auch eine eigene Tagungs- und Veranstaltungsabteilung.

„Wie zufrieden sind Sie mit der Rolle der Stadt?“, hakte Jens Findeisen (CDU) nach. Luft nach oben sei immer, er habe aber schon das Gefühl, dass die Kommune und der Landkreis genau sehen, was Unternehmen und Region brauchen und so werde auch reagiert. Trotz aller positiven Entwicklungen warnt Ole Hartjen vor einem Schneller, Höher, Weiter: „Lassen Sie uns in dieser Region gesund entwickeln und geschickt platzieren.“

Von Kathrin Kabelitz

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