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Bad Düben Evangelisches Schulzentrum in Düben will in Herbstferien umziehen
Region Bad Düben Evangelisches Schulzentrum in Düben will in Herbstferien umziehen
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13:32 12.09.2019
An der Gebäudefassade zum künftigen Schulhof werden seit Mittwoch die Glasteile für den Mittelbau montiert. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Vor dem neuen Evangelischen Schulzentrum in der Durchwehnaer Straße in Bad Düben reiht sich ein Firmen-Transporter an den nächsten. Auf der Rückseite des Eingangshalle zieht ein Kran eine große Glaswand aufs Dach, bis Ende der Woche sollen die Glasfassade an der Vorder- und die teilweise Verglasung der Rückfront der Halle fertig sein. Im Haus sind Mitarbeiter verschiedener Gewerke zugange. Hier werden Arbeiten an der neuen Behinderten-Toilette realisiert, dort Fliesen passend geschnitten, anderswo der Fußboden für die Verlegung des Bodenbelages vorbereitet. Kurzum: In dem Haus, in dem ab Montag nach den Herbstferien 200 Schüler von Oberschule und Gymnasium lernen sollen, tut sich eine ganze Menge.

Nach den Herbstferien sollen 200 Schüler im neuen Evangelischen Schulzentrum in der Durchwehnaer Straße in Bad Düben lernen.

Arbeiten im 1. und 2. Obergeschoss schon weit vorangeschritten

Die Trockenbauarbeiten sind beendet, derzeit sind Decken-, Sanitär-, Maler, Beleuchtungsarbeiten im Gange, im Bereich der Mensa sind erste Arbeiten an der Fassade gestartet. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind die künftigen Klassenzimmer schon als solche in den einzelnen Clustern zu erkennen, die es für jede Jahrgangsstufe mal geben soll. Decken sind eingezogen, Lampen installiert, Wände haben den Farbanstrich, der sich auf dem Flur wiederfindet. Besser gesagt: im Lernbereich, denn auf dem Gang gibt es kleine Sitzecken, wo Schüler ebenfalls arbeiten können, Fenster ermöglichen den Blickkontakt. Die Jahrgangsstufen bekommen im fünfstöckigen Gebäude jeweils einen eigenen Bereich. In diesem sind neben Klassenräumen, je einem Mehrzweckraum und einem Lehrerarbeitszimmer auch Differenzierungsräume und Lerninseln vorhanden. Alles wird dank Glas offen, hell und transparent.

200 Schüler warten gespannt auf den Umzug

Fakt ist aber auch: Es gibt noch immens viel zu tun, damit, wie jetzt geplant, am Montag nach den Herbstferien neun Klassen mit 200 Oberschülern und Gymnasiasten von der Gartenschule am Kirchplatz in die ersten beiden Etagen der Schule ziehen können und auch Eingangsbereich, Mensa und Küche im Erdgeschoss dann so weit hergerichtet sind, dass sie nutzbar sind. Gisbert Helbing vom Trägerverein ist täglich vor Ort, um zu sehen, wie die Arbeiten vorangehen. Bald sollen die ersten Schulmöbel geliefert werden. „Ab heute werden die beiden Fachkabinette eingebaut, in diesen Tagen werden die Tafelsysteme geliefert.“ Die läuten im Übrigen gewissermaßen das Ende der Kreidezeit ein. Die klassische grüne Tafel verschwindet, das moderne System mit Whiteboard und Display-Wand für die digitale Nutzung kommt. All das kostet, allein für 13 interaktive Displays werden rund 91 000 Euro fällig. 550 000 Euro sind für die Ausstattung der Unterrichtsräume geplant. Weil das nicht reichen wird, hatte der Trägerverein einen Spendenaufruf gestartet. Rund 50 000 von benötigten 100 000 Euro sind schon zusammengekommen.

3. und 4. Geschoss werden erst 2020 fertig

Fakt ist zudem, dass die Schule auch nach der Teilinbetriebnahme noch über Monate eine Baustelle bleibt. Im 3. und 4. Obergeschoss sollen die gröbsten Arbeiten bis Oktober beendet sein, sodass während des Schulbetriebes keine lärmintensiven Arbeiten stattfinden müssen. Termin ist Frühjahr 2020. Der Hörsaal kann aus brandschutz- und kostentechnischen Gründen vorerst nicht genutzt werden. Zum Schuljahresstart 2020/21 sollen der erste und zweite Bauabschnitt endgültig beendet und rund 7,5 Millionen Euro verbaut sein.

Einzug sollte schon zum Schulhjahresbeginn sein

Trägerverein und Schulleitung sind dennoch froh, dass es derzeit so vorangeht. Nach dem Auf und Ab und den Erfahrungen der letzten Monate wird die Anspannung so schnell nicht weichen. Denn eigentlich sollte es längst losgegangen sein. Die zum Schuljahresbeginn geplante Teilinbetriebnahme musste verschoben werden, lange Lieferzeiten der Brandschutztüren brachten den Bau in Verzug. Zweifeln, dass auch der neu avisierte Termin nach den Herbstferien nicht zu halten sei, hat Gisbert Helbing von Beginn an entgegengesetzt, dass intensive Gespräche mit Firmen, Architekten und Bauleitern geführt wurden und werden. Dabei sei zugesichert worden: Das Ziel ist realistisch. Auch vom Landratsamt erfahre man viel Unterstützung und sei im regen Austausch, um bei der Bauabnahme nicht kurz vor Schluss noch unangenehm überrascht zu werden.

Nachfrage steigt stetig

In der Gartenschule sehnen Schüler und Lehrer derweil den baldigen Umzug herbei. Zum Schuljahresbeginn musste das Raumkonzept für die noch bis Oktober zur Verfügung stehenden Container neu durchdacht werden – drei Jahre nach dem Start des Evangelischen Schulzentrums ist die fünfte Jahrgangsstufe erstmals dreizügig. 200 Schüler gibt es damit bereits. „Und die Nachfrage steigt“, so Helbing. Um mehr Containerräume für den Unterricht zu gewinnen, können dank Kirchengemeinde Lehrer im nahen Pfarrhaus Räume nutzen.

Von Kathrin Kabelitz

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