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Bad Düben “Friedenssehnsucht“ – neue Ausstellung im Eilenburger Stadtmuseum
Region Bad Düben “Friedenssehnsucht“ – neue Ausstellung im Eilenburger Stadtmuseum
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06:02 14.05.2018
Die Eröffnung der neuen Ausstellung lebte auch von den beteiligten Akteuren. Die beiden Landsknechte Rico und Daniel Eichler standen den Besuchern ebenfalls am Abend Rede und Antwort Quelle: Fotos: Anke Herold
Eilenburg

Die Sehnsucht nach Frieden ist heute ebenso aktuell, wie sie es schon vor Jahrhunderten war. Als vor vierhundert Jahren ein langer schwelender Konflikt ausbrach und 30 Jahre lang in den Ländern des Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation Tod, Not und Elend brachte, war die Friedenssehnsucht wohl das einzige was die Menschen in den Regionen vereinte. Unter dem Thema „Friedenssehnsucht“ hat am Wochenende eine Ausstellung im Museum vorgestellt. Zur Eröffnung sprach der Initiator der Sonderausstellungen und Projektkoordinator Günter Tempelhof die Gruß- und Dankesworte.

Viele Besucher bei der Ausstellungseröffnung

Das Stadtmuseum Eilenburg ist das erste beteiligte Museum in Nordsachen, dass diese Sonderausstellung zum 400. Jubiläum des Dreißigjährigen Krieges eröffnete. Partner und Sponsoren, darunter die Brauerei Krostitz, die Leipziger Volkszeitung aber auch Kultraum Leipziger Raum unterstützten das Projekt. Tempelhof bot zur Museumsnacht den Gästen einen Abriss zu diesem großen Ereignis des siebzehnten Jahrhunderts. Die gesamte Zeit über war Deutschland ein Schauplatz, dessen blutige Spuren bis heute unvergessen sind. Auch in unseren Regionen herrschten die kriegerischen Auseinandersetzungen fünfzehn Jahre lang. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende wurden sehr bald enttäuscht. Der Sehnsucht nach Frieden verliehen die Menschen in ihren Liedern und Gedichten Ausdruck. Der Muldestädter Peter Hennig weist in der Vernissage auf eine Vitrine hin, in der ein Liederbuch aus jener Zeit präsentiert wird. Die Friedenssehnsuchtslieder komponierte damals Johann Hildebrand. Er, Martin Rinckart und Paul Gerhardt nahmen in ihren Werken aktuellen Bezug auf die schrecklichen Ereignisse. Hennig selbst lobt die Ausstellung und den guten Austausch am Abend: „Schön, dass so viele Besucher gekommen sind. Denn die Zusammenstellung hat sehr viel Arbeit gemacht, die sich nun auszahlt“.

Historische Materialien präsentiert

Zwar waren in den Kriegszeiten die Sehnsucht nach Frieden wohl der größte Wunsch, dominiert wurde dieser Abschnitt aber von Kampfhandlungen und dem damit verbunden Verderben. Der Schaukasten im Mittelpunkt der Ausstellung zeigt zeitgenössische Militaria. Diese Leihgaben stellt der Hallenser Manfred Ebert zur Verfügung. „Wir haben hier eine Auswahl zusammengestellt, die zum Thema passt“, erklärt der Sammler und weist auf eine kursächsisch Helmbarte aus dem Jahre 1601 hin. Auch dieses Exponat mit schmiedeeiserner Klinge ist im Privatbesitz des Sammlers. Museumsleiter Andreas Flegel hatte zu dem die Landsknechte aus Delitzsch eingeladen. Die fünf Darsteller zeigten sich in historischen Gewändern und standen am Abend ebenfalls Rede und Antwort. Besonderes Interesse hatte hier Kurt Krause. Er ließ ich von Ulf Parré die Funktionsweise einer Luntenschlossmuskete erklären und äußerte sich sehr begeistert über die Sammlung. „Ich bin Eilenburger und beschäftige mich mit der Geschichte unsere Stadt. Eine sehr interessante Ausstellung ist hier zu sehen ist.“ Umrahmt wurde die Eröffnung von einem musikalischen Trio, dass Friedenssehnsuchtslieder, darunter das bekannteste Lied „Maikäfer flieg“, improvisierte.

Von Anke Herold

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